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Bitcoin-Korrektur geht weiter: Doch die Hausse ist damit nicht beendet

Bitcoin-Korrektur geht weiter: Doch die Hausse ist damit nicht beendet
20.05.2021 06:57:00

Die Korrektur beim Bitcoin geht weiter. Ein Ende des Haussezyklus ist aber noch nicht zu erwarten. Viele Altcoins können auch in der Baisse stärker abschneiden. Von Gerd Weger

Beim Bitcoin kam es in der vergangenen Woche zu einem Einbruch um über 20 Prozent. Die Charttechnik hat sich kurzfristig verschlechtert. Der Bitcoin notierte deutlich unter der mittlerweile fallenden 50-Tage-Linie. Die Gefahr eines Rückgangs auf die 200-Tage- Linie, die derzeit bei rund 39 500 Dollar verläuft, hat sich dadurch klar vergrößert. Auch einige On-Chain- Indikatoren wie die zuletzt auf Jahreshoch gestiegenen Bitcoin-Börsenzuflüsse deuten darauf hin, dass der Druck auf den Bitcoin-Preis kurzfristig anhalten könnte.

Bei der Frage nach den Gründen wurden meist Tweets von Tesla-Gründer Elon Musk aufgeführt, dessen Verlautbarungen schon immer von einer gewissen Erratik geprägt waren und häufig an Marktmanipulation grenzen. Im Gegensatz zum Aktienmarkt hat er am Kryptomarkt bisher mit wenig Konsequenzen zu rechnen. Aktuell hat Musk entdeckt, dass der Bitcoin einen enormen Energieverbrauch hat und fossile Brennstoffe beim Mining verbraucht. Er sieht hier einen Konflikt zum Tesla-Anspruch als Anbieter umweltfreundlicher Fahrzeuge. Vielfach wurde der Musk-Tweet scharf kritisiert. So wurde darauf hingewiesen, dass die Tesla-Elektroautos zwar emissionsfrei fahren, die gesamte Ökobilanz aber wegen der wenig umweltfreundlichen Akkus schlecht ist.

Auch Musks Dogecoin-Promotion ist unter diesem Aspekt widersinnig. Denn der Dogecoin hat ebenso wie Bitcoin den energieintensiven Konsensalgorithmus Proof of Work. Musk sieht sogar die Chance, dass der Dogecoin gegen den Bitcoin gewinnen kann, wenn einige Netzwerkänderungen durchgeführt werden. Über eine Beschleunigung der Blockzeit und Erhöhung der Blockgröße um jeweils das Zehnfache könnte Dogecoin dann zur Weltwährung werden.

Daneben wurden andere Gründe für die Bitcoin-Schwäche angeführt. So gab es Berichte über Ermittlungen amerikanischer Behörden gegen die Kryptobörse Binance. Auch sorgten Spekulationen um die Vermögensreserven des größten Stablecoins Tether für Verunsicherung. Es wurde moniert, dass die hinterlegten Reserven nicht zum größten Teil aus kurzfristigen und risikofreien Schuldtiteln bestehen und dadurch ein Abschwung am Kreditmarkt Tether treffen könnte.

Altcoins in der Baisse stärker


Seit Wochen und Monaten ist eine ausgeprägte Altcoin-Season zu beobachten. Die im Durchschnitt deutlich bessere Performance der Altcoins im Vergleich zum Bitcoin zeigt sich in der Bitcoin-Dominanz. Der Anteil von Bitcoin an der gesamten Kapitalisierung des Kryptomarktes ist mittlerweile auf knapp 40 Prozent gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Die Bitcoin-Dominanz betrug zu Jahresbeginn noch fast 70 Prozent. Selbst das Allzeittief von knapp 33 Prozent ist nicht mehr weit entfernt. Erneut gehörten die Protocol Tokens von Smart-Contract- Plattformen zu den Favoriten am Altcoinmarkt. Ethereum kam zwar zurück, aber längst nicht so stark wie der Bitcoin. Andere Tokens aus dieser Gruppe konnten trotz des schwachen Gesamtmarktes sogar zulegen. So verzeichnete Cardano ein Plus von 25 Prozent, Polygon sogar von über 80 Prozent. Die Tokens aus dieser Gruppe dürften in nächster Zeit weiter zu den Favoriten gehören.

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