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Bitcoin: Nichts ist unmöglich - langfristig bleibt aber alles im grünen Bereich

Bitcoin: Nichts ist unmöglich - langfristig bleibt aber alles im grünen Bereich
28.01.2020 02:10:00

In dieser Woche steht eine kurzfristige Richtungsentscheidung an. Charttechnik und der Verfall der Bitcoin-Futures an der CME am Freitag spielen dabei eine Rolle. Langfristig bleibt aufgrund der positiven fundamentalen Lage alles im grünen Bereich. Von Gerd Weger

Im Bitcoin-Jahreschart ist jetzt noch einmal der seit Juli bestehende Abwärtstrendkanal eingezeichnet. Dieser berücksichtigt nicht die kurzfristigen Spitzen (Spikes), die auch mal deutlich aus dem Trendkanal herausschießen. Es handelt sich hierbei immer um die berüchtigten Spikes, die den Bitcoin aus dem Nichts in Minutenschnelle um einige Prozent nach oben oder unten schnellen lassen. Legt man den Trendkanal nun nur über die Eröffnungs- bzw. Schlusskurse, dann erkennt man, dass der Bitcoin-Preis aktuell direkt an der oberen Begrenzungslinie angelangt ist. Diese verläuft aktuell um die 8.730 Dollar und damit nur noch knapp unter der 200-Tagelinie, die 100 Dollar darüber bei 8.935 Dollar verläuft. Man darf gespannt sein, wie sich diese Chartsituation in den nächsten Tagen auflöst.

Zumal am Freitag der monatliche Schluss bei den Futures an der CME ansteht. Dies könnte durchaus mit einem sprunghaften Anstieg der Volatilität einhergehen, wobei aber die Richtungsentscheidung unklar ist. Der starke Aufwärtstrend seit Jahresbeginn spricht für die Bullen, insbesondere mit Blick auf die oben dargestellte Ausbruchschance nach oben. Andererseits könnte das Schließen der Positionen am Verfallstag auch zu Gewinnmitnahmen genutzt werden. Eine Untersuchung zeigt, dass 71% der Wochen vor dem CME-Verfall negativ verlaufen sind. Andererseits waren dann 67% der Settlement-Tage am Freitag positiv. War der Donnerstag im negativen Bereich, waren sogar 82% der Freitage positiv. Jedenfalls sollten sich Trader zum Wochenschluss auf größere Preisbewegungen gefasst machen.

Fundamental steht der Bitcoin in diesem Jahr im Zeichen des Bitcoin-Halvings im Mai, dessen mögliche Auswirkungen auf den künftigen Kursverlauf schon ausgiebig diskutiert wurden. Die überwiegende Zahl der Analysten erwarten teilweise schon vor dem Halving deutliche Kursanstiege, andere erste für die Zeit danach. Die historischen Erfahrungen mit den beiden bisherigen Halvings 2012 und 2016 sprechen eindeutig für deutliche Kursgewinne im Zusammenhang mit diesem Ereignis. Es gibt aber auch eine andere Fraktion, die für das anstehende Halving keine Preiseffekte erwarten. Diese zweifeln an der Relevanz des Stock-to-Flow-Modells, das auf Effekte im Zusammenhang mit der Halbierung der Inflationsrate abstellt. Vielmehr sehen diese Analysten primär die Nachfrage nach Bitcoin als entscheidenden Faktor für den Preis. Wer hat Recht?

Beide, und genau das spricht für den Bitcoin. Dass die Inflationsrate nicht nur durch das bevorstehende Halving sondern auch in der Folge alle vier Jahre weiter sinken wird, ist Fakt. 1:0 für den Bitcoin. Die Nachfrage nach Bitcoin wird weiter ansteigen, auch wenn sie naturgemäß durchaus größeren Schwankungen unterliegt. Dafür sprechen die zunehmende Adoption, die politischen und weltwirtschaftlichen Krisen und der wachsende Wunsch nach einer Fluchtmöglichkeit aus den manipulierten Fiat-Währungen. Daraus folgt, dass die Nachfrage nach Bitcoin weiter steigen wird. 2:0 für den Bitcoin.

Ob sich noch einmal ein ähnlicher Bullrun wie Ende 2017 entwickelt, ist eher fraglich. Ausgeschlossen ist es aber nicht. Denn vielfach wird übersehen, dass der Bitcoin es 2017 noch nicht so stark in die Medien gebracht hatte wie heute. Und vor allem, dass die meisten Anleger vor den Hürden an den Kryptobörsen zurückschreckten. Mittlerweile gibt es für Anleger immer einfachere Möglichkeiten für Investments, ohne sich mit der oft abschreckenden Problematik von Wallets etc. herumschlagen zu müssen.

Für deutsche Anleger wurde eine Rund-um-Sorglos-Lösung wie die BISON App kreiert, über die man völlig problemlos direkt in Kryptowährungen investieren kann. Wem auch das zuviel ist, kann Bitcoin über Zertifikate handeln. Die Vontobel-Zertifikate sind über alle deutschen Direktbanken sowohl im Direkthandel als auch an den Börsenplätzen Frankfurt und Stuttgart handelbar. Nachteil bei den Zertifikaten ist aber, dass sie nicht nach einem Jahr steuerfreie Kursgewinne bescheren können wie bei einem Direktengagement, sondern mit der Abgeltungssteuer belegt sind. Auch in anderen Ländern sind die Krypto-Zugangsmöglichkeiten für Anleger heute erheblich einfacher als vor zwei bis drei Jahren. Das Entscheidende in diesem Zusammenhang: Wenn die Aktienkurse schwächeln werden diesmal viel mehr Anleger in den Bitcoin-Markt wechseln wollen und können. Ein sich selbst verstärkender und durch - wie in solchen Situationen üblich - hysterische Berichterstattung in den Medien angeheizter Bullrun könnte deshalb durchaus noch einmal ungeahnte Ausmaße annehmen.


Bildquelle: BÖRSE ONLINE

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