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Der Corona-Impfstoff ist nur die Spitze des Eisbergs

Der Corona-Impfstoff ist nur die Spitze des Eisbergs

WKN: ISIN: PLVRTEX00010 Vertex S.A.

12.10.2020 06:58:10

Covid-19 rückte schlagartig den Biotechsektor ins Rampenlicht. Viele Anleger sehen jetzt große Chancen bei Aktien in diesem Bereich. Doch die Titel sind nicht in erster Linie aus dem aktuellen Anlass ein lohnendes Investment. Obwohl auch Biotechunternehmen von der Entwicklung eines Virusmedikaments profitieren werden, finden sich nachhaltig kommerzielle Therapieansätze auch in anderen Gebieten. Von Gastautor Daniel Koller

Unabhängig davon, wie viele Impfstoffe gegen Covid-19 zugelassen werden, lässt sich schon jetzt konstatieren: Die Bekämpfung der Corona-Pandemie wird die öffentliche Wahrnehmung der Pharma- und Biotechbranche im positiven Sinne verändern. Diagnostikspezialisten wie auch Impfstoff- und Medikamentenentwickler sehen es im Kontext zur Corona-Krise als oberste Priorität, einen Beitrag zur Lösung eines gesellschaftlichen Notstands zu leisten.

Für den Biotechsektor, in dem BB Biotech seit fast 27 Jahren investiert ist, eröffnet die Corona-Krise eine Chance, seine Innovationskraft unter Beweis zu stellen. Unternehmen und staatliche Behörden haben in den vergangenen Monaten eine bislang einzigartige Intensität in der Kooperation zu einem Gesundheitsthema entwickelt. Darauf kann die Biotechbranche in Zukunft aufbauen, wenn es darum geht, Produkte auf der Grundlage von neuen Technologien zeitnah durch die klinischen Studien und Zulassungsverfahren zu bekommen.


Dr. Daniel Koller, Leiter Investment Team, BB Biotech
Der Autor ist seit 2004 bei Bellevue Asset Management tätig und seit 2010 Leiter des Investmentteams von BB Biotech. Nach dem Studium der Biochemie promovierte er in Biotechnologie an der ETH Zürich.

Durchbruch für neue Therapieansätze


Ein aktuelles Beispiel ist die mRNA-Technologie, für die es bislang noch keine markt-reife Therapie gibt. Das könnte sich bald ändern, sollte der von der Portfoliofirma Moderna entwickelte Covid-19-Impfstoff noch in diesem Jahr die Zulassung erhalten. Das mRNA-Verfahren erlaubt die Herstellung von Proteinen, die Patienten aufgrund genetischer Defekte im Erbgut nicht selbst herstellen können.

Bei den mRNA-Therapien gegen Covid-19 wird gesunden Personen eine Boten-RNA aus dem Coronavirus per Injektion eingespeist. Der Organismus reagiert darauf mit der Herstellung einzelner Proteine, die eine Immunantwort gegen diese Virenproteine auslösen. Moderna hat Ende Juli eine zulassungsrelevante Studie gestartet, die rund 30 000 gesunde Personen einbeziehen soll. Im Idealszenario liegen die Ergebnisse im vierten Quartal 2020 vor und bilden dann die Basis für eine schnelle Zulassung.

Milliardenmärkte abseits von Corona


BB Biotech ist seit 2018 in Moderna investiert, weil die Manager vom langfristigen kommerziellen Erfolg der mRNA-Technologieplattform als Ganzes überzeugt sind. Die anderen laufenden klinischen Studien gegen Covid-19 sind indes kein Anlass, in einzelne Aktien zu investieren. Viele Biotechfirmen werden mit Produkten gegen das Coronavirus kaum nachhaltigen rentablen Geschäftserfolg haben.

Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Corona-Therapien wegen des gesellschaftlichen Drucks zu tiefen Kosten verkauft werden. Die erwarteten niedrigen Margen lassen sich am ehesten durch hohe Produktionsvolumina kompensieren.

Spätestens wenn man die Pandemie global im Griff hat, werden die Fortschritte bei chronischen sowie bislang nicht oder kaum behandelbaren Krankheiten bei den Investoren wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Die individualisierte Krebsmedizin wird in naher Zukunft etliche neue Produkte hervorbringen. Neue Arzneien können dank genetisch genau bestimmter Mutationsmuster einzelne Patientengruppen präzise adressieren. Bei den seltenen erblich bedingten Erkrankungen können spezifische Proteine oder Moleküle genetische Defekte dauerhaft beheben.

Die Botschaft, dass medizinische Innovationen einen wachsenden Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlstand leisten, ist an den Finanzmärkten angekommen. Erstmals seit fünf Jahren registriert die Biotechindustrie größere Mittelzuflüsse von breiteren Investorengruppen. So hat der Biotechaktienmarkt sich in der schwierigen ersten Jahreshälfte 2020 als sehr robust erwiesen.

Solide Kursgewinne


Auch die Aktie von BB Biotech konnte im ersten Halbjahr um 13,2 Prozent zulegen (in Euro). Das Portfolio besteht aktuell zu 37 Prozent aus Firmen, die im Bereich der seltenen Erkrankungen, also Indikationen mit häufig genetischem Ursprung, tätig sind. Weitere 30 Prozent unserer Beteiligungen entwickeln in der Onkologie neue Therapien und Medikamente. Für drei der Unternehmen - Alnylam, Macrogenics und Myovant - stehen im Dezember Entscheidungen der US-Behörde FDA für die Zulassung von Arzneien an. Dazu werden im zweiten Halbjahr 2020 für 16 klinische Kandidaten aus dem Beteiligungsportfolio Resultate aus Wirksamkeitsstudien und zulassungsrelevanten Studien erwartet.

Kennziffern für Biotechinvestments


BB Biotech verfolgt einen Benchmarkunabhängigen Investmentansatz, der fundamental Bottom-up-getrieben ist. Um das sehr konzentrierte Portfolio mit maximal 35 Positionen zu steuern, orientiert der Portfoliomanager sich an der S-Kurvenstrategie. Wirkstoffe von Portfolio-neulingen befinden sich zumeist noch in der klinischen Entwicklung. Zur Minimierung von Ausfallrisiken werden sie deshalb niedriger gewichtet.

Vertex Pharma ist wiederum ein Musterbeispiel für die Erfolgsstory einer der aktuellen Kernbeteiligungen. Mit inzwischen drei zugelassenen Arzneien gegen zystische Fibrose besetzt der US-Konzern eine Nische bei einer Stoffwechselstörung in den Lungengeweben, die unbehandelt zum Tod führt. Die Milliardenerlöse fließen in die klinische Entwicklung von Substanzen gegen Schmerz, seltene Bluterkrankungen und Nierenleiden.

15 Prozent Wachstum


Mit zunehmendem Reifegrad werden die Gesellschaften profitabel und erhöhen ihren Cashflow über immer mehr zugelassene Produkte. Entscheidend für die langjährige Outperformance ist daher, die Umsatzentwicklung von Produkten und Technologien stets im Blick zu behalten. Dies gilt genauso für das langfristige Wertsteigerungspotenzial.

Die zentrale Fragestellung für die Portfoliostrategie ist, ob und wie lange die Firmen der internen Vorgabe entsprechen, ein jährliches Gewinnwachstum um 15 Prozent zu liefern. Verfestigt sich der Ausblick, dass die Wachstumsdynamik einer Portfoliobeteiligung abnimmt oder das künftige Wertsteigerungspotenzial in der Bewertung eingepreist ist, wird die Position reduziert.

Beispielsweise wurde die Beteiligung an dem US-Unternehmen Moderna nach größeren Kursgewinnen verringert, die Erlöse wurden in Newcomer wie Molecular Templates investiert - getreu der Überzeugung, dass die anhaltende Wachstumsdynamik des Sektors in den kommenden Monaten und Quartalen die Zahl der Börsengänge und Kapitalerhöhungen vorantreiben wird. Hinzu kommt die weiterhin niedrige Sektorbewertung. Hält man sich alle diese Faktoren vor Augen, so bietet sich Anlegern jetzt ein sehr guter Zeitpunkt für Biotechinvestments.


Bildquelle: BÖRSE ONLINE

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