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ETF-Portfolios im Vergleich

ETF-Portfolios im Vergleich
06.09.2021 00:00:01

Die Verbindung aus automatisierter Anlage in kostengünstige ETFs und aktivem Management des Vermögens bekommt immer mehr Zuspruch. €uro hat die Angebote unter die Lupe genommen.

Die Deutschen haben nicht nur jüngst die Aktie entdeckt, sondern schon länger ETFs. Der Vermögensaufbau via Indexfonds liegt voll im Trend. Mehrere Anbieter haben hierzu digitale Lösungen für ein breit gestreutes, automatisiertes Portfoliomanagement entwickelt, mit dem Anleger bequem ihr Geld in ETFs arbeiten lassen können, ohne sich selbst darum zu kümmern. Gesteuert wird das Ganze durch ein aktives Management, zusätzlich wird mitunter eine vorausgehende Beratung angeboten.

Der Vorteil dieser Art der Geldanlage liegt nicht nur in der Bequemlichkeit. Das Kapital wird weltweit in verschiedene Anlageklasse gestreut, je nach Risikoneigung. Der Zugang über Exchange Traded Funds spart Kosten, was auch für die automatisierte Anlage per Computerprogramm gilt. Gleichzeitig wird das Kapital nicht allein einem Rechnerprogramm anvertraut, sondern ein Manager spielt eine wesentliche Rolle und kann eingreifen. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass immer mehr Menschen diese Angebote annehmen - und vom Sparer zum Anleger werden.

Grund genug für €uro, sich die Produkte näher anzusehen. Geprüft wurden folgende Anbieter:

• Arero (Der Weltfonds)
BlackRock (Managed Index Portfolios)
Commerzbank (Indexinvest)
DWS (Xtrackers Portfolio-ETFs)
easyfolio (easyfolios)
• ING (Global Index Portfolio)
• La Francaise Asset Management (Veri ETF-Dachfonds)
• Lyxor (Portfolio Strategy)

Strategie

Abgesehen von Arero (Der Weltfonds mit mindestens 51 Prozent Aktien) und La Francaise Asset Management (Veri ETF-Dachfonds mit bis zu 100 Prozent Aktien) bieten alle Anbieter mindestens zwei verschiedene Strategien an. So die DWS, deren Xtracker Portfolio bis zu 70 Prozent Aktien enthält, sowie Xtrackers Portfolio Income mit maximal 30 Prozent Aktien und zehn Prozent Rohstoffen. Auch Lyxor beschränkt sich auf zwei Strategien: Portfolio Strategy UCITS ETF mit 60 Prozent Aktien und Portfolio Strategy Offensive UCITS ETF mit 80 Prozent Aktien.

easyfolio unterteilt in easyfolio 30, 50 und 70, wobei sich die Zahl auf den jeweiligen Aktienanteil bezieht - der Rest sind Anleihen. BlackRock und Commerzbank bieten vier Strategien mit maximal 30, 50, 70 und 90 Prozent Aktienanteil an. Bei der ING reicht die Spanne der Aktienquote in fünf Schritten von zehn über 30, 50, 70 bis 90 Prozent.

Je mehr Auswahl, desto besser? Muss nicht sein. Wer solche Anlagevehikel nutzt, will sich nicht selbst um sein Geld kümmern oder traut sich das nicht zu. Zudem will er es tendenziell eher langfristig investieren und erwartet dabei ein gewisses Maß an Sicherheit. Ein besonders hoher oder niedriger Aktienanteil erscheint in diesem Sinn nicht unbedingt zielführend.

Portfolio

Sehen wir uns die einzelnen Portfolios näher an: Wie viele ETFs stecken drin, wie breit wird also gestreut? Und: Woher kommen diese ETFs - sind sie unabhängig vom Anbieter gewählt oder handelt es sich um es hauseigene Produkte? Letzteres ist bei BlackRock mit iShares (25 bis 35 einzelne ETFs) und der DWS mit Xtracker (13, bzw 14 ETFs) der Fall. Auf iShares bauen auch Commerzbank (25 bis 35 ETFs) und Lyxor, wobei dieser Anbieter zusätzlich auch eigene Produkte nutzt. Einzig easyfolio (16 bis 17 ETFs) stellt das Portfolio unabhängig zusammen. La Francaise Asset Management nennt eine Zahl von 15 bis 40 ETFs, ING von 14. Arero macht keinerlei näheren Angaben.

Wegen der mangelnden Vergleichbarkeit durch die fehlenden Angaben mancher Anbieter lässt sich hier kein Urteil fällen. Grundsätzlich aber ist eine Anbieter-unabhängige Auswahl vorzuziehen. easyfolio und ING heben sich durch ein breites Angebot und eine unabhängige ETF-Auswahl von den anderen Angeboten ab.

Transparenz

Wer sein Geld arbeiten lässt, respektive, von anderen verwalten lässt, will wissen, wo und wie es das tut. Eine vollständige, aktuelle Portfolio-Allokation auf der Website bieten nur drei Anbieter: BlackRock, DWS und easyfolio. Commerzbank, ING, La Francaise Asset Management und Lyxor haben für ihr Produkte keine spezifische eigene Website. Bei BlackRock und DWS sind sie Teil des jeweiligen Web-Auftritts. Zur Transparenz gehört - gerade bei langfristigen Anlagen - ein Track-Record über fünf Jahre. Den weisen DWS, easyfolio, La Francaise Asset Management und Lyxor aus. Bei Blackrock ist das für drei der vier Angebote möglich, die Produkte von Arero, Commerzbank und ING sind jünger.

In Sachen Transparenz bleiben also bei einigen Produkten durchaus Wünsche offen. easyfolio, DWS und BlackRock punkten in dieser Kategorie ganz klar.

Rating

Die Ratings der Agentur Morningstar gelten als wichtiger Hinweis auf die langfristigen Qualitäten von Fonds, ETFs und verwandten Produkten hinsichtlich Performance und Volatilität. Die Bestnote fünf Sterne haben das Xtracker Portfolio von DWS, easyfolio 30 sowie die Portfolios Defensive, Balanced und Dynamic von ING. Auf vier Sterne kommen easyfolio 50 und 70, die Portfolios Moderate und Growth von BlackRock, Wachstum und Chance der Commerzbank sowie Lyxor Strategy UCITS ETF. Alle anderen Produkte tragen drei oder zwei Sterne oder weisen wegen ihres Alters gar kein Rating auf. Hier ist die Sache eindeutig: Vier oder fünf Sterne stehen für hohe Qualität über einen längeren Zeitraum.

Kosten

Ein ganz wesentlicher Teil beim Vermögensaufbau sind die auf Dauer anfallenden Gebühren für Verwaltung, Transaktionen u.ä. Hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern. Jeder Faktor schmälert den Ertrag. Die laufenden Kosten werden als Total Expense Ratio (TER) angegeben, als jährliche Gesamtkostenquote, die zusätzlich zum Ausgabeaufschlag anfällt.

Eine TER unter 1% gilt bei der automatisierten Vermögensanlage als gute Kostenquote. Besonders preiswert sind hier Lyxor mit einer TER von 0,46 und 0,52 Prozent sowie Arero mit 0,50 Prozent. Es folgen die DWS mit 0,70 Prozent und easyfolio mit einem TER zwischen 0,97 und 0,99 Prozent. Der Rest liegt über einem Prozent bis hinauf zu relativ teuren 1,35 Prozent (ING).

Die Mindestanlagesummen schwanken zwischen 0 (easyfolio, Lyxor) und 10.000 Euro (Commerzbank). Sparpläne sind zwischen zehn (easyfolio) und 50 Euro (BlachRock, ING) monatlich möglich.

Fazit

Betrachtet man das Gesamtpaket aus Strategie, Aufstellung, Transparenz, Rating und Kosten, so gibt es kein Angebot, das in allen Kategorien dominiert. Über die analysierten Bereiche hinweg bietet allerdings easyfolio ein starkes Angebot. €uro bewertet dieses mit "Empfehlenswert".


Bildquelle: BörseOnline

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