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Fidelity European Dynamic Growth Fund: Gedämpfter Optimismus für europäische Aktien

Fidelity European Dynamic Growth Fund: Gedämpfter Optimismus für europäische Aktien

WKN: A12DM8 ISIN: DE000A12DM80 Scout24 AG

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19.07.2019 - 10:19
20.02.2019 02:30:00

Nach der langjährigen Hausse kam es 2018 zu einer Korrektur an den europäischen Aktienmärkten. Viele Anleger sind verunsichert und halten sich zurzeit merklich zurück. Nicht so Fabio Ricelli mit seinem Fidelity European Dynamic Growth Fund, der im aktuellen Umfeld etliche aussichtsreiche Aktien entdeckt. Von Ronny Kohl, Finanzjournalist



Europäische Aktien sind Ende vergangenen Jahres schmerzhaft unter die Räder gekommen. So schmerzhaft, dass Anleger bis heute vor (Neu-)Investments zurückschrecken. Nach Zahlen des deutschen Fondsverbands BVI trennten sich Fondsanleger im Dezember 2018 von Aktienfonds im Gegenwert von 1,3 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr steht zwar ein Mittelzufluss von 675 Millionen Euro zu Buche, gegenüber dem Vorjahr ist das aber eine geradezu lächerliche Summe. 2017 vertrauten damals sehr optimistische deutsche Anleger ihren Aktienfondsmanagern noch 17 Milliarden Euro zur möglichst ertragsreichen Disposition an.



Dieser Wunsch ging indes in den meisten Fällen nicht in Erfüllung. Zumindest nicht für 2018. Europäische Aktien sackten im Schnitt um 13 Prozent in die Knie, deutsche und österreichische Aktien sogar noch stärker. Entsprechend ist die aktuelle Anlegerstimmung ziemlich pessimistisch, so lassen zumindest die BVI-Zahlen schließen. Ob zu Recht wird sich im Laufe des Jahres herausstellen.


Gedrückte Anlegerstimmung



Der letztjährigen Kursschwäche konnte sich auch Fabio Ricelli mit seinem Fidelity European Dynamic Growth Fund nicht entziehen, wie der Chart eindrücklich zeigt. Fünf Prozent Minus verzeichnete der Fonds übers Jahr gerechnet - lag damit aber immer noch deutlich besser als etliche Konkurrenten sowie seine Benchmark, dem MSCI Europe Index, der 10,6 Prozent an Wert einbüßte. Die gute Nachricht: In diesem Jahr weist die Entwicklung des Fonds bereits wieder nach oben.

Seit Auflegung im Januar 2001 hat Ricellis Fonds insgesamt 178 Prozent an Wert zugelegt (per 31.01.2019). Auf Jahresbasis sind das 5,9 Prozent, was eine deutliche Outperformance gegenüber dem Index bedeutet, der in der gleichen Zeit um 4,6 Prozent p.a. zugelegt hat. Noch besser lief es in den vergangenen fünf Jahren, in denen der Fondsmanager 9,0 Prozent Rendite p.a. erzielte, was für seinen Fonds die Euro-FondsNote 1 von Börse online bedeutet. Von den Analysten von Morningstar ist der Fonds mit der maximalen Anzahl von fünf Sternen ausgezeichnet.

Qualitätsaktien im Fokus



Fabio Ricelli ist ein erklärter Stockpicker mit Vorliebe für Wachstumswerte, der seinen Fonds mit "einem reinen Bottom-Up-Ansatz managt". Er sucht nach europäischen Unternehmen, die unter ihrem inneren Wert notieren - insbesondere solche Titel, deren langfristiges Wachstumspotenzial vom Markt fehlbewertet wird. Sein Ansatz ist aktiv ausgerichtet, was der Active Share des Fonds von 89,4 Prozent belegt. Der Schwerpunkt dabei liegt auf strukturellen und weniger auf zyklischen Wachstumstreibern, wobei Ricelli darauf achtet, dass seine Unternehmen vor allem von endogenen Variablen abhängen, statt von externen Faktoren. Die Strategie ist langfristig ausgerichtet, der Portfolioumschlag in der Regel gering.

Untergewichtet ist der Fonds daher in Unternehmen und Sektoren, die hauptsächlich von exogenen Faktoren wie dem makroökonomischen oder politischen Umfeld bestimmt werden, die schwer vorherzusagen sind, wie Ricelli betont. Das sind beispielsweise Finanzwerte, Energie- und Rohstofftitel. Besonderes Interesse finden vielmehr die Sektoren Technologie, IT, Industrie, Gesundheitswesen und Kommunikationsdienste, die auch im Fonds hoch gewichtet sind. Namentlich sind das etwa das IT-Unternehmen Experian, das mit seinen Datenanalysen und seiner Sicherheitssoftware ein Oligopol mit hohen Eintrittsbarrieren aufgebaut habe, das für Neueinsteiger schwer zu replizieren sei. Oder auch SAP als Marktführer für Enterprise-Action-Software, die speziell zur Unterstützung und Automatisierung von Geschäftsprozessen entwickelt worden sei. Oder Firmen wie Novo Nordisk, Scout24 und Qiagen, die hohe Erträge und überdurchschnittliche Wachstumsraten erwarten lassen.

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Bildquelle: iStock, BÖRSE ONLINE

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