In der Finanzkrise hatten sich viele Privatanleger mit Geschlossenen Immobilienfonds die Finger verbrannt. Denn solche Vehikel sind riskant, weil die Investoren mit ihrem Kapitaleinsatz quasi eine unternehmerische Beteiligung eingehen. Wenn die Geschäfte schlecht laufen, droht ein Totalverlust - Stichwort Grauer Kapitalmarkt. In Europa wurden deshalb die Regeln verschärft. In Deutschland sorgt seit 2013 das Kapitalanlagegesetzbuch dafür, dass den Anlegern Chancen und Risiken klar kommuniziert werden. Die Zulassung der BaFin ist obligatorisch.

Genau auf dieses "Gütesiegel" setzt nun auch Patrizia. "Schon lange wollten wir in das Segment der Privatanleger vorstoßen, aber in einem unregulierten Markt wollten wir uns als führendes Immobilien-Investmenthaus Europas nicht engagieren", erklärte Gründer und Vorstandschef Wolfgang Egger. Bislang standen Profi-Investoren und Spezialfonds im Fokus der Immobiliengesellschaft, die sowohl in den gewerblichen Sektor als auch in das Segment Wohnen investiert. Ab 2015 gibt es nun die Patrizia GrundInvest GmbH für das Geschäft mit Geschlossenen Fonds für Privatanleger. Die Eintrittshürde mit 15.000 Euro ist relativ hoch, die Fonds dürften damit kaum etwas für den klassischen Kleinsparer sein.

Reuters