Donald Trump zeigt sich in einem Interview mit dem US-Börsensender CNBC überrascht von der Stärke der Aktienmärkte im Iran-Konflikt. Er habe mit einem Kursrückgang von 20 Prozent gerechnet und mit einem Ölpreis von bis zu 200 Dollar. 

US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag in einem CNBC-Interview, er habe während des Iran-Konflikts deutlich größere Schäden an den Finanzmärkten erwartet. „Schaut euch mal den S&P [500] an. Die Zahlen sind genauso, wie sie waren, als wir das Ganze angefangen haben. Ich dachte, sie würden um 20 Prozent oder um einen sehr erheblichen Betrag gefallen“, sagte Trump. Stattdessen liege der S&P 500 inzwischen wieder ungefähr dort, wo er zu Beginn der Eskalation stand. „Ich dachte, er würde viel stärker fallen, und ich dachte, der Ölpreis würde viel höher sein, und ich bin sehr froh, sagen zu können, dass das nicht der Fall war.“

Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Andere Bezugsquellen für Öl ein „erstaunliches Phänomen“

Beim Ölpreis rechnete Trump nach seinen Worten mit einem Anstieg bis auf 200 Dollar je Fass. Stattdessen liege Öl nun bei etwa 90 Dollar, was ihn „ehrlich überrascht“ habe.

Die Erklärung des US-Präsidenten, warum das so sei, geriet dann etwas wolkig: Schiffe und Käufer würden andere Wege und Bezugsquellen finden, sagte er. „Sie ziehen nach Texas und Louisiana. Sie ziehen nach Alaska und an andere Orte. Das ist ein erstaunliches Phänomen.“

Trump braucht vor allem innenpolitisch Argumente

Es scheint, als würde Trump wieder einmal versuchen, einen scheinbaren Rückschlag in einen Erfolg umzudeuten. Denn obwohl die Rohölpreise seit vergangenen Freitag gefallen sind, ist die Entspannung bei den Verbrauchern, auch in den USA, noch nicht voll angekommen. Die US-Benzinpreise liegen laut dem „Oil Price Information Service“ der US-Organisation AAA weiter über vier Dollar pro Gallone und damit rund 87 Cent höher als vor einem Jahr. Trump hatte im Wahlkampf verkündet, dass er die Inflation „auf Null“ senken wolle. Dies könnten ihm Wähler bei den Kongresswahlen im Herbst, den sogenannten Midterms, nachtragen. Dort wird etwa die Hälfte der Sitze in Senat und Abgeordnetenhaus neu gewählt. Umfragen zufolge könnten die Republikaner, die derzeit über Mehrheiten in beiden Häusern des Kongresses verfügen, dabei das Repräsentantenhaus an die Demokraten verlieren.

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