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Was tun mit 30.000 Euro? Wie Sie das Geld richtig anlegen

Was tun mit 30.000 Euro? Wie Sie das Geld richtig anlegen

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19.06.2019 - 12:58
19.06.2019 03:30:00

Jeder ­Anleger hat andere Bedürfnisse. Wie der ideale Anlagemix gelingt, welche Produkte sinnvoll sind. Von Christoph Platt, Euro am Sonntag

Geschmäcker sind verschieden. Das gilt nicht nur für Kleidung und Essen, sondern auch für Hobbys. Der eine liebt den Nervenkitzel beim Klettern an einer steilen Felswand, der andere bevorzugt einen weniger riskanten Sport und spielt Tennis. Und wieder andere suchen die mentale Herausforderung beim Schach - Ver­letzungsgefahr ausgeschlossen.

Auch beim Thema Geldanlage gibt es die unterschiedlichsten Wünsche und Vorstellungen. Einige Anleger stecken Kursschwankungen locker weg, Hauptsache, die langfristige Rendite ist hoch. Manche wünschen sich einen ausgewogenen Mix aus Chancen und Risiken. Andere wiederum suchen viel Sicherheit und geben sich dafür mit überschaubaren Zuwächsen zufrieden.

Jeder dieser Anleger braucht andere Produkte und sollte sein Vermögen unterschiedlich aufteilen. €uro am Sonntag erläutert auf den folgenden Seiten, wie risikobereite, gemäßigte und vorsichtige Investoren einen beispielhaften Betrag von 30.000 Euro verteilen sollten. Die Redaktion gibt Tipps zur Gewichtung der Anlageklassen und stellt jeweils fünf offensive, ausgewogene und defensive Investments vor.

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Grundsätzlich gilt: Neue Investitionen sollten stets ins Gesamtbild passen. Besitzt ein Anleger ausschließlich Aktien, sollte er sich über einen Sicherheitsbaustein Gedanken machen. Liegt das Geld größtenteils auf dem Festgeldkonto, darf verfügbares Kapital ruhig in Aktien gesteckt werden. Die folgenden Empfehlungen zur Anlage von 30.000 Euro müssen Sparer also in ihre persönliche Situation einordnen.

Einige Regeln sollten Anleger generell beachten, bevor sie investieren. "Als ersten Schritt sollten sie ihre Ziele klar benennen", sagt Til Rochow, Head of Investment Products bei der Anlageplattform WeltSparen. "Dazu zählen die Erwartungen an die Höhe der Rendite und die Anlagedauer." Auch über ihre Risikobereitschaft müssen sich Anleger im Klaren sein. "Hier hilft es, wenn man für sich konkret benennt, welche zwischenzeitlichen Verluste erträglich sind."

Risikobereite Anleger und solche mit langem zeitlichem Horizont sollten verstärkt auf Aktien setzen. Denn diese ermöglichen den höchsten Wertzuwachs. Dafür schwanken sie deutlich, und (zeitweilige) hohe Verluste sind möglich. Für vorsichtige Investoren stehen festverzinsliche Wertpapiere, Immobilienfonds und Gold zur Verfügung.

Haben die Anleger ihre Aktienquote festgelegt, gilt es, das Geld in konkrete Produkte zu investieren. Zwei Grund­regeln sollten sie an dieser Stelle beherzigen. "Essenziell ist es, das Vermögen zu diversifizieren", erläutert Sebastian Külps, Deutschland-Chef der Fondsgesellschaft Vanguard. "Auf diese Weise wird das Risiko gestreut." Einzelne Aktien dürfen ruhig eine Rolle im Depot spielen, doch das gesamte Vermögen in wenige Unternehmen zu stecken empfiehlt sich nicht. Besser ist es, in eine Reihe von Titeln zu investieren, um sich breit aufzustellen. Gerade Fonds bieten diese Diversifikation par excellence.

Verzetteln dürfen sich Anleger aber auch nicht. Zum einen verlieren sie die Übersicht, wenn sie zahllose Produkte halten. Zum anderen steigen die Kosten, wenn zu viele kleine Häppchen gekauft werden. €uro am Sonntag trägt dem Rechnung, indem es die 30.000 Euro auf sieben bis acht Produkte je Anlegertyp aufteilt und minimal 3.000 Euro pro Investment veranschlagt.

Renditefresser vermeiden


Die Ausgaben im Blick zu haben gilt auch auf der Produktebene. "Die Kosten sind das einzige Element, das Anleger mit Blick auf die künftige Performance steuern können", sagt Külps. Teure Produkte schleppen ihre Gebühren als Hypothek mit sich und müssen besonders hohe Zuwächse auf Portfolioebene erzielen, um diese aufzuwiegen. Unübertroffen günstig ist der Besitz einzelner Aktien, extrem niedrig sind zudem die Gebühren für ETFs, passive Indexfonds, die auf Manager verzichten.

Vor knapp zweieinhalb Jahren hat €uro am Sonntag in einer Titelgeschichte den Anlagehorizont als Kriterium gewählt, um passende Vermögensaufteilungen vorzuschlagen. So wie jetzt wurden für drei Anlegertypen offensive, ausgewogene und defensive Investments vorgeschlagen.

Den meisten Vorschlägen von damals kann die Redaktion treu bleiben. Denn diese Investments haben sich überwiegend sehr gut entwickelt. Lediglich zwei der 15 Produkte - eine Aktie sowie ein Fonds - enttäuschten und werden deshalb ausgetauscht. Insgesamt lieferten die Beispielportfolios erfreuliche Zuwächse zwischen neun und 16 Prozent - was wohl ganz nach dem Geschmack der Anleger sein dürfte.

Auf Seite 2: Der Wagemutige


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