Beim sehr beliebten Vanguard FTSE All-World ETF stehen aktuell einige Veränderungen an, die teilweise sogar historisches Ausmaß haben. Das müssen Anleger jetzt wissen und so verändert es Ihre Geldanlage.

Der Vanguard FTSE All-World gilt für viele Anleger als der heilige Gral der Geldanlage. Immerhin bildet der ETF 85 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung ab und das zu niedrigen Kosten, was ihn wesentlich attraktiver macht als klassische MSCI-World-Produkte.

Doch nun gibt es bei dem ETF bzw. dem zugrundeliegenden Index weitreichende Veränderungen.

Wichtige Veränderungen beim Vanguard FTSE All-World ETF

So ordnet der Indexanbieter FTSE Russell im Hintergrund einiges neu ein. So werden Griechenland und Vietnam im Laufe des Jahres nicht mehr als Schwellen-, sondern als Industrieländer klassifiziert. Dies hat Veränderungen an der Gewichtung zur Folge und bedeutet für andere beliebte ETFs wie den Vanguard FTSE Developed World eine erstmalige Allokation von Kapital in diesen beiden Staaten.

Während der Aufstieg Griechenlands in den Kreis der Industrieländer bereits feststeht, ist der Aufstieg Vietnams noch an formale Bedingungen geknüpft. Eine Aufnahme gilt aber als wahrscheinlich. Am 7. April dürfte ein neues Update des Indexanbieters mehr Klarheit bringen.

Was die Veränderung für Anleger bedeutet

Beim Vanguard FTSE All-World gibt es also einige Veränderungen, doch für Anleger bleibt der Investmentcase dadurch unberührt. Der ETF bleibt langfristig der Spiegel eines Großteils der Weltwirtschaft und Investoren können hier weiterhin breit diversifiziert anlegen.

Übrigens: Wenn Sie wissen wollen, auf welchen ETF Anleger trotz der Krise an den Börsen unverändert setzen können, dann werfen Sie einen Blick auf diesen Artikel: Egal ob die Börsen fallen: Diesen ETF können Anleger immer kaufen

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Häufig gestellte Fragen

Welche Länder rücken im Vanguard FTSE All-World vom Schwellen- zum Industrieland auf?

Der Indexanbieter FTSE Russell stuft Griechenland und Vietnam im Laufe des Jahres 2026 neu ein. Während Griechenland fest als Industrieland (Developed Market) klassifiziert wird, ist der Aufstieg Vietnams noch an formale Bedingungen geknüpft, gilt jedoch als sehr wahrscheinlich. Diese Reklassifizierung führt zu einer Umschichtung der Kapitalallokation innerhalb der FTSE-Indexfamilie.

Wie wirkt sich die Neuklassifizierung von Griechenland und Vietnam auf andere ETFs aus?

Durch den Statuswechsel fließen erstmals Gelder aus ETFs, die reine Industrieländer-Indizes abbilden (wie der Vanguard FTSE Developed World), in diese beiden Staaten. Im Gegenzug werden die Länder aus Schwellenländer-Indizes (Emerging Markets) entfernt, was für Anleger eine Verschiebung der regionalen Gewichtungen innerhalb ihrer Portfolios bedeutet, sofern sie nach Marktsegmenten getrennte ETFs nutzen.

Bleibt die Anlagestrategie des Vanguard FTSE All-World trotz der Änderungen unverändert?

Ja, der Investmentcase für den Vanguard FTSE All-World bleibt unberührt, da der ETF weiterhin rund 85 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung abbildet. Da der zugrunde liegende Index sowohl Industrie- als auch Schwellenländer umfasst, verschieben sich Griechenland und Vietnam lediglich innerhalb des Gesamtgefüges, ohne dass die breite Diversifikation oder die grundsätzliche Ausrichtung des „Heiligen Grals“ beeinträchtigt wird.