TAN-VERFAHREN

Das Smartphone als TAN-Generator

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19.06.2019 03:30:00

Zum 14. September heißt es bei Überweisungen Abschied nehmen von der iTAN. Man braucht ihr nicht nachzuweinen, denn neue Verfahren bieten mehr Sicherheit. Von Brigitte Watermann

Hand aufs Herz: Gehören Sie auch noch zu jenen Onlinebanking-Nutzern, die eine papierene Liste mit fortlaufenden Transaktionsnummern (TAN) in der Schublade liegen haben? Dann bekommen Sie in diesen Wochen Post von Ihrer Bank, dass dieses sogenannte iTAN-Verfahren ab dem 14. September 2019 nicht mehr erlaubt ist - und Sie auf ein neues Sicherungsverfahren umsteigen müssen.

Schon lange galt das iTAN-Verfahren sicherheitstechnisch als überholt, die Consorsbank hat es schon vor mehr als zehn Jahren abgeschafft, die Postbank vor acht, die Sparkassen ebenso, die Volks- und Raiffeisenbanken vor mehr als fünf Jahren. Doch ausgerechnet bei vielen Onlinebanken hält es sich bis heute. Damit ist ab dem Herbst Schluss: Die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD II schreibt vor, dass das Verfahren zum 14. September ersetzt werden muss - zumindest im Zahlungsverkehr. Die PSD II erhöht das Sicherheitsniveau bei Online-Bankgeschäften, die inzwischen jeder zweite Deutsche tätigt.

Gut zu wissen: Wertpapiertransaktionen fallen nicht unter den Geltungsbereich der PSD II, daher wären dort Orderfreigaben mit iTAN weiterhin möglich. Reine Onlinebroker, die keine Girokonten im Angebot haben, werden das Verfahren daher zum Teil weiternutzen, wie eine exklusive BÖRSE ONLINE-Umfrage zeigt. Bei Filial- und Direktbanken indes wird das iTAN-Verfahren üblicherweise für alle Geschäftsvorgänge abgeschafft, die Kunden auf neue Sicherheitsverfahren (Details dazu siehe Seite 3) umgestellt.

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"Wir haben einige Beschwerden von Kunden, die gern an dieser Offlinelösung festhalten möchten", erzählt Sascha Straub, Referatsleiter Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Bayern. Aber das ist per Gesetz nicht mehr möglich. Elektronische Geldtransfers funktionieren künftig nur noch mithilfe moderner TAN-Verfahren, die jeweils dynamisch auf Anforderung neu erzeugt werden und die wichtige Transaktions­daten mit eincodiert haben, zum Beispiel die Zielkontonummer und den Überweisungsbetrag. Der Kunde kann die angezeigten Daten mit seinem ursprünglichen Auftrag vergleichen und eine Manipulation erkennen. Das ermöglichen indexierte TANs auf Papier eben gerade nicht.

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