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Der große Test: Die besten Gold-Kreditkarten

Der große Test: Die besten Gold-Kreditkarten
16.04.2019 03:20:00

Kreditkarten ermöglichen bargeldloses Bezahlen auf Darlehensbasis. Doch das Plastikgeld kann oft noch viel mehr, wie unser Test zeigt. Teil 2: Goldkarten. Von Bernhard Bomke, Euro am Sonntag

Gold-Kreditkarten sind nicht nur etwas für Leute mit Rolex am Handgelenk, sondern für jedermann. Sie sind zwar im Schnitt teurer als Standardkarten, aber sie können auch viel mehr. Insbesondere mit zahlreichen Versicherungen, die in den Gebühren inbegriffen sind, punkten die Karten dieser Kategorie. Wer sich also nicht längst anderweitig mit einer Auslandsreisekrankenversicherung, einem Schutzbrief fürs Auto oder für das Handy eingedeckt hat, kann solcherlei nicht mit allen, aber doch mit zahlreichen Goldkarten abdecken. Gleiches gilt für Reiserücktritts-, Reiseabbruch- und Reisegepäckversicherungen. Die güldenen Plastikkarten haben also je nach Anbieter das Zeug zur Kredit- und Versicherungskarte.

Wie groß die Unterschiede zwischen den Karten ausfallen, förderte der Test "Beste Gold-Kreditkarte 2019" zutage, bei dem das Deutsche Kundeninstitut (DKI) für €uro am Sonntag 23 Goldkarten untersucht hat. Am Ende der Prüfung, die anhand von 250 Einzelkriterien und mittels 750 Kundenkontakten vorgenommen wurde, landete - wie schon im Vorjahr - die Visa Card Gold der Consorsbank mit der Note "sehr gut" auf Platz 1. Die Mastercard Gold der Sparkasse KölnBonn, die erstmals getestet wurde, belegte aus dem Stand Rang 2. Am Tabellenende findet sich einmal mehr die Visa Gold Card der Bank Santander. Sie verbesserte sich im Jahresvergleich aber immerhin von "ausreichend" auf "befriedigend". Worauf die Tester besonders achteten und wie die gecheckten Kategorien "Konditionen", "Angebot" und "Kundenservice" gewichtet wurden, lesen Sie unten "So wurde getestet".

Versicherungspakete entscheidend


Testsieger Consorsbank Visa Card Gold schaffte zwar in keiner Einzelkategorie einen ersten Platz, schnitt aber in allem mit "sehr gut" ab. So ist die Karte mit einer Jahresgebühr von 60 Euro zwar nicht die günstigste, aber die Gebühr liegt unter dem Durchschnitt, der für die getesteten Karten alljährlich fällig ist. Bargeld abheben und bezahlen geht mit der Consorsbank-Karte weltweit kostenlos.

Zu den weiteren Vorzügen gehören zum Beispiel: Besitzer der Karte können im Ausland einen Notfall-Bargeldservice in Anspruch nehmen, und an die Karte ist ein umfangreiches Versicherungspaket geknüpft. Karteninhaber können unter anderem eine Auslandsreisekranken-, eine Reiserücktritts-, eine Reiseabbruch- und eine Reise­gepäckversicherung in Anspruch ­nehmen. Gleiches gilt für einen Handyschutzbrief und einen Warenlieferschutz. Beim Kundenservice überzeugte die Tester, dass Consors­bank-Mitarbeiter vergleichsweise schnell ans Telefon gingen. Die Testkunden erlebten die Mitarbeiter als überdurchschnittlich freundlich, hilfsbereit und kompetent. Wer es per E-Mail versuchte, wurde ebenfalls zügig mit einer Antwort versorgt. Hier allerdings nicht ­immer dergestalt, dass die Mail eine Antwort auf die Frage enthielt.

Schlusslicht Santander Visa Gold Card kam in der Tabelle vor allem deswegen nicht weiter nach vorne, weil das Angebot nur "mangelhaft" war. Nur zwei Anbieter, namentlich International Card Services (ICS) und die Wüstenrot Bank, schnitten hier mit der Note "ungenügend" noch schlechter ab.

Abzüge bekam die Santander-Karte unter anderem dafür, dass kontaktloses Bezahlen mit ihr nicht möglich ist. Das ist ansonsten nur bei der MasterCard Gold der schwedischen TF Bank der Fall, die seit 2017 in Deutschland präsent ist. Negativ schlug das Versicherungspaket der Santander-Karte zu ­Buche, das, so urteilt das DKI, "im Vergleich nicht das wertigste" sei. Das Paket enthält zwar eine Kaufschutz-, eine Insassen-Tank-Unfall-, eine Verkehrsmittel-Unfall-, eine Auslandsreisekranken- sowie eine Auslandsreise-Privathaftpflicht-Versicherung, was auf den ersten Blick opulent klingt. Doch die Mehrheit der Versicherungen greift nur in wenigen Fällen, monieren die Tester.

Die Jahresgebühr von 90 Euro liegt über dem Durchschnitt, allerdings wird der Betrag je nach Umsatz teilweise oder sogar vollständig erstattet. Bargeldabhebungen sind vergleichsweise teuer. Sie kosten weltweit 3,5 Prozent des Betrags, mindestens jedoch 5,75 Euro. Hinzu kommt noch ein Auslandsentgelt von 1,5 Prozent der abgehobenen Summe. Den Kundenservice erlebten die Testpersonen als eher weniger freundlich und hilfsbereit als woanders - und im Vergleich aller 23 Anbieter als am wenigsten kompetent.

Auf Seite 2: Sparkasse KölnBonn fällt positiv auf

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Bildquelle: Yaroslav Astakhov/AdobeStock, Finanzen Verlag, Finanzen Verlag, Finanzen Verlag, Finanzen Verlag, Finanzen Verlag, BÖRSE ONLINE

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