MOBILES BEZAHLEN

Google Pay, Sparkasse Play: Kommt jetzt die Bezahl-Revolution?

Google Pay, Sparkasse Play: Kommt jetzt die Bezahl-Revolution?

WKN: A0F602 ISIN: US57636Q1040 MasterCard Inc.

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17.12.2018 - 13:53
31.07.2018 04:40:00

Mobiles Bezahlen: Geld vergessen, Handy dabei? Google Pay will den Markt für das Bezahlen per Handy aufrollen. Dabei könnten andere Lösungen für Verbraucher viel attraktiver sein. Von Brigitte Watermann

Mit Marketing-Getöse ist Google Pay in Deutschland gestartet. Und nun geht es Schlag auf Schlag: Ende Juli bringen die Sparkassen ihre eigene Bezahl-App auf den Markt, Anfang August folgen die Genossenschaftsbanken. Steht nun endlich die schon oft beschworene Bezahlrevolution bevor? Der Dreifachschlag binnen weniger Wochen könnte dem Thema Auftrieb verleihen.



Fakt ist aber: Es wurde schon viel gemutmaßt, wann der Durchbruch für das mobile Bezahlen per Smartphone in Deutschland nun endlich kommt. Tatsächlich geändert hat sich bislang wenig: Die Deutschen zahlen nach wie vor am liebsten bar, anders als etwa die Skandinavier. Mobiles Bezahlen steckt noch in der Nische - wer im Supermarkt sein Handy zückt, darf damit rechnen, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Laut der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers haben bisher nur 13 Prozent der Smartphone-Nutzer auch schon mal mit dem Handy bezahlt. 42 Prozent können es sich immerhin vorstellen.


Google Pay nur mit Kreditkarte



Seit Ende Juni gibt es bei der Commerzbank, ihrer Onlinetochter Comdirect, N26 und Boon das Bezahlverfahren Google Pay, bald folgen wollen die Landesbank Baden-Württemberg/BW-Bank und Revolut. Doch um es nutzen zu können, müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt sein: Man benötigt dafür ein Smartphone mit dem Google-Betriebssystem Android und NFC-Technik, außerdem eine Visa- oder Mastercard der genannten Banken sowie die Google-Pay-App, die man aus dem Play Store herunterladen kann; bei der Commerzbank ist Google Pay auch in die Banking-App integriert. Die Kreditkarte wird virtualisiert im Smartphone hinterlegt. Die virtuelle Kopie ist nur im Zusammenspiel mit dem Smartphone gültig, auf dem das mobile Bezahlen eingerichtet wurde. Sollte das Handy abhanden kommen, muss die physische Kreditkarte nicht gesperrt oder ausgetauscht werden; es wird einfach nur die virtuelle Kopie deaktiviert.

Fortan kann man an Kassen, die für das kontaktlose Bezahlen mit der NFC-Funktechnik ausgerüstet sind, direkt mit dem Smartphone bezahlen. Auch in Handyfunklöchern funktioniert die Technik. Bis Ende 2018 soll das laut Handelsverband HDE an 80 Prozent aller deutschen Kassenterminals gehen. NFC steht für Near Field Communication. Damit bezeichnet man einen Funkstandard zur drahtlosen Datenübertragung, die nur auf wenige Zentimeter Entfernung möglich ist. Diese Technologie kommt schon heute beim kontaktlosen Bezahlen mit physisch vorhandenen Kredit- und Girokarten zum Einsatz.

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Bildquelle: Sam Mircovich/Reuters

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