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Onlinebroker des Jahres: Degiro verdrängt ING von der Spitze

Onlinebroker des Jahres: Degiro verdrängt ING von der Spitze

WKN: A2AJ0M ISIN: US34634E1029 FORM Holdings Corp

09.04.2019 05:50:00

Broker des Jahres 2019: Siegesserie des langjährigen Lieblings der Onlinebroker-Kunden beendet - vor allem dank günstiger Konditionen der neuen Nummer 1. Konkurrenz mit Kampfpreisen am Start. Von Brigitte Watermann

Denkbar knapp musste sich die niederländische Degiro im vergangenen Jahr noch geschlagen geben. Doch 2019 ist es ihr gelungen, den Wettlauf bei unserer Brokerwahl für sich zu entscheiden - und damit den neunmaligen Seriensieger ING im Zieleinlauf abzuhängen. Die Comdirect landet erneut auf Rang 3. "Uns freut es sehr, schon im dritten Jahr unserer Teilnahme den ersten Platz einzunehmen", sagt der Deutschland-Verantwortliche Jan Jirsa. "Vor allem die Topnoten in der Teilkategorie ‚Kosten und Zinsen‘ dank günstiger Orderspesen sind wohl der ausschlaggebende Grund für den ersten Platz bei der Gesamtzufriedenheit", erläutert Stefan Henrichsmeier vom Aachener Marktforschungs- und Beratungsunternehmen AC Research, der die Studie für BÖRSE ONLINE betreut hat. "Auch mit einer guten App und unkomplizierter Kontoeröffnung vermag der Broker zu punkten."

Tatsächlich hat Degiro, seit Herbst 2014 in Deutschland am Markt, seine Kunden aber nicht in allen Dimensionen überzeugt - insbesondere beim Produktangebot attestieren sie dem Broker Nachholbedarf. So offeriert Degiro zum Beispiel keinen außerbörslichen Handel oder Sparpläne. Andere Anbieter haben gerade diesen Bereich häufig weiter ausgebaut.

Deutschland ist nach den Niederlanden für den Broker zwar der wichtigste Markt, bei Produkteinführungen konzentriert er sich aber darauf, Angebote herauszubringen, die in den meisten der 18 Länder gefragt sind, in denen er aktiv ist. "ETF-Sparpläne stehen bei uns dieses Jahr nicht im Fokus. Unsere Kunden können aber jeden Monat einmal kostenlos in 200 ETFs investieren, wenn auch nicht automatisiert", erläutert Jirsa. Klar ist aber auch, dass Degiro nicht mehr nur auf den Preis setzen, sondern auch sein Leistungsangebot weiter verbessern muss. "2019 werden wir unser Informationsangebot ausbauen, auf unserer englischen Website gibt es schon unser neues Wissenscenter", erzählt Degiro-Sprecher Manuel Suckart.

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Wichtig zu wissen: Als Auslandsbroker behält Degiro keine Abgeltungsteuer für deutsche Kunden ein. Sie müssen sich selbst um die korrekte Angabe in der Steuererklärung kümmern. Dafür gibt ihnen der Broker ein detailliertes Reporting an die Hand. Das Ziel für 2019: Man möchte die Marke von insgesamt 500 000 Kunden europaweit knacken - und bei der nächsten Brokerwahl den Titel verteidigen. Das würde die ING gern verhindern: "Das Ergebnis ist für uns ein Ansporn, uns 2020 die Krone zurückzuholen", zeigt sich Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen, kämpferisch. Bei der Gesamtzufriedenheit bekam die ING eine um 0,1 Punkte schlechtere Bewertung als 2018 - klingt nach wenig, ist aber bei unserer Leserwahl vergleichsweise viel.

Auf Seite 2: Apple Pay "nicht erst Ende 2019"

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Bildquelle: Bernd Roselieb für Börse Online, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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