Hierzulande gibt es rund 25 börsennotierte Firmen, die 2026 ihre Dividenden ganz oder teilweise ohne Abzug von Abgaben ausbezahlen wollen. Ein der ersten ist nach der Hauptversammlung am 1. April das DAX-Schwergewicht Deutsche Telekom. Wann die Ausschüttung für Aktionäre dauerhaft steuerfrei bleibt.
Details zur geplanten Dividendenzahlung
Auf der Hauptversammlung (HV) der Deutschen Telekom am 1. April 2026 soll eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie beschlossen werden. Gegenüber der Vorjahresdividende in Höhe von 90 Cent bedeutet das eine Steigerung um elf Prozent. Die Ausschüttung soll ohne Abzug von Abgaben erfolgen. Der Ex-Tag für den Kurs ist der 2. April, Zahltag ist aber erst am 8. April. Dividendenberechtigt sind Anleger, die den Titel bis zur HV im Depot haben. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 3,0 Prozent.
Steuerfreie Ausschüttung
"Die Dividende der Deutschen Telekom wurde für das Geschäftsjahr 2024 steuerfrei ausgeschüttet. Auch für die folgenden Jahre erwarten wir eine steuerfreie Ausschüttung unserer Dividende", ist auf den Investor-Relations-Seiten des DAX-Schwergewichts zu lesen. Basis für diese steuerliche Gestaltung sind bilanzrechtliche Umstrukturierungen in der Vergangenheit. Dreh- und Angelpunkt ist das sogenannte Einlagekonto, das steuerlich dafür sorgt, dass die von den Anteilseignern selbst geleisteten Gesellschaftereinlagen von den durch die Gesellschaft erwirtschafteten Gewinnen getrennt werden. Wird die Dividende aus dem Einlagenkonto gezahlt, bekommen Aktionäre die Ausschüttung „brutto für netto“ überwiesen, ohne dass der Sparpauschbetrag (1000 Euro Singles, 2000 Euro zusammenveranlagte Partner) belastet wird.
Wann die Telekom-Dividenden dauerhaft steuerfrei bleibt
Langfristig profitieren bei Ausschüttungen von Einlagekonten nur Anleger, die entsprechende Dividendenpapiere bereits vor Einführung der Abgeltungsteuer 2009 gekauft haben und seitdem ununterbrochen halten: Sie kassieren bei späteren Verkäufen Kursgewinne ohne Abzug steuerfrei. Der erste Börsengang der Deutschen Telekom erfolgte am 18. November 1996 (Emissionspreis: 28,50 Deutsche Mark (14,57 Euro) pro Aktie. Der zweite Börsengang war am 28. Juni 1999 (Emissionspreis: 39,50 Euro pro Aktie) und der dritte Börsengang fand am 19. Juni 2000 (Emissionspreis: 66,50 Euro pro Aktie) statt.
Steuerstundungs-Effekt
Alle Telekom-Aktionäre, die später, also seit 2009, eingestiegen sind, erzielen bei Dividendenzahlungen vom Einlagekonto zumindest einen „Steuerstundungs“-Effekt: Beim Verkauf werden die steuerfreien Ausschüttungen vom Kaufkurs abgezogen, die Differenz zwischen reduziertem Einstandspreis und Verkaufskurs ist dann kapitalertragsteuerpflichtig.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Telekom.