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Medien: Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognosen kräftig

Medien: Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognosen kräftig

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07.11.2018 01:36:26

Angesichts des Brexit und der internationalen Handelsstreitigkeiten blicken die Wirtschaftsweisen Presseberichten zufolge pessimistischer auf die Konjunktur. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt werde laut ihrer Prognose in diesem Jahr um 1,6 Prozent und 2019 nur noch um 1,5 Prozent wachsen, meldeten die "Neue Berliner Redaktionsgesellschaft" und die "FAZ" laut Vorabbericht am Dienstag übereinstimmend.

Bislang war der Sachverständigenrat, der Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch sein Gutachten übergibt, von 2,3 und 1,8 Prozent ausgegangen. Das fünfköpfige Gremium wäre damit pessimistischer als die Bundesregierung, die für beide Jahre 1,8 Prozent vorhersagt.



Als Grund für das nachlassende Wachstum werden den Berichten zufolge ungünstigere außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen genannt, darunter Befürchtungen über einen Handelsstreit mit den USA und einen ungeordneten EU-Ausstieg Großbritanniens. "Die deutsche Volkswirtschaft steht vor großen Herausforderungen", warnen die Ökonomen laut "FAZ". Auf internationaler Ebene sei dies vor allem die ungewisse Zukunft der multilateralen globalen Wirtschaftsordnung. Die Situation sei jedoch bislang nicht mit einem Handelskrieg wie in den 1920er- und 1930er-Jahren zu vergleichen. Auf nationaler Ebene stelle der demografische Wandel die größte Herausforderung dar. Es bedürfe einer allmählichen Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters.


Der Sachverständigenrat empfiehlt der Bundesregierung zudem, den Solidaritätszuschlag ganz abzuschaffen. Die gewählte Form der Entlastung über eine Freigrenze sei "ausgesprochen anreizfeindlich", heißt es laut "FAZ" in dem Gutachten. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde 1963 per Gesetz eingerichtet, um die Politik zu beraten. Vorsitzender ist der Ökonom Christoph Schmidt. Dem Gremium gehören außerdem Peter Bofinger, Lars Feld, Isabel Schnabel und Volker Wieland an.


Bildquelle: iStockphoto

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