Goldaktien: Warum trotz des Renditeanstiegs Kursgewinne von bis zu 100 Prozent winken - 10.03.21 - BÖRSE ONLINE
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Goldaktien: Warum trotz des Renditeanstiegs Kursgewinne von bis zu 100 Prozent winken

Goldaktien: Warum trotz des Renditeanstiegs Kursgewinne von bis zu 100 Prozent winken

WKN: 860325 ISIN: CA0084741085 Agnico-Eagle Mines Ltd.

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09.04.2021 - 15:30
10.03.2021 06:36:00

Der fallende Goldpreis hat auch die Kurse der Goldaktien spürbar gedrückt. Der US-Finanzdienstleister CFRA sieht daran aber eine zwingende Kaufgelegenheit bei Goldminen. Der jüngste Renditeanstieg sei nur ein vorübergehender Gegenwind. Vielmehr habe sich an der Aussicht auf negative Realrenditen nichts geändert. BÖRSE ONLINE berichtet und verrät auch, warum CFRA sieben führenden Goldproduzenten in Sachen Performance viel zutraut. Von Jürgen Büttner



Mit dem Goldpreis geht es seit einem im August 2020 noch markierten Rekordhoch abwärts. In diesem Jahr hat sich die Abwärtsbewegung noch beschleunigt. Verantwortlich dafür sind gestiegene Anleihenrendite bzw. die Angst der Goldinvestoren vor langfristig steigenden Realrenditen. Denn das ist traditionell eine schlechte Konstellation für das gelbe Edelmetall.



Wie der Goldpreis sind auch die Notierungen der Goldaktien im genannten Zeitraum abgesackt. Ablesen lässt sich das am NYSE ARrca Gold Bugs Index, der seit August von 363,86 Punkte auf 250,00 Zähler am 01. März zurückgefallen ist. Das bedeutet immerhin ein Minus von gut 31 Prozent und dieser Rückgang hat viel von der zuvor so konstruktiven charttechnischen Ausgangslage wieder zunichte gemacht.


In einer aktuellen Studie votieren die Analysten beim US-Finanzdienstleister CFRA aber die These, dass die jüngste Baisse eine sehr gute Kaufgelegenheit ist. Das hat damit zu tun, dass sie einfach nicht daran glauben, dass die Realrenditen positiv werden. Vielmehr spreche das Umfeld für deutlich negative Realrenditen. Und das wiederum dürfte den Goldpreis stärken und mit ihm die Kurse der Goldaktien wieder in Schwung bringen. Zu sieben führenden Goldproduzenten hat CFRA jedenfalls eine positive Meinung und BÖRSE ONLINE berichtet, wie die Empfehlungen sowie die Argumentationskette allgemein konkret lauten.

Die Konsensmeinung zu Gold ist bärisch geworden



Seit August 2020 steigt die nominale Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen, und im Jahr 2021 tut sie das sogar mit einem rasanten Tempo. Von 0,93 Prozent zu Beginn des Jahres bis auf zuletzt in der Spitze mehr als 1,5 Prozent.

Gold hat darauf wie erwartet reagiert und notiert angesichts der Opportunitätskosten für das Halten eines unverzinslichen Wertpapiers und der entsprechenden Aufwertung des US-Dollars nahe an einem Neunmonatstief. Die inflationsbereinigten Zinssätze (Realzinsen) haben sich ebenfalls nach oben bewegt, konstatiert dazu der US-Finanzdienstleister CFRA in einer aktuellen Studie.

Laut den dortigen Analysten sind die Realzinsen der wichtigste Indikator für Gold, da die reale Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen eine sehr starke negative Korrelation zu Gold aufweist. Man glaubt aber, dass der jüngste Anstieg der Realzinsen nur eine Täuschung ist und die Realrenditen sich bald weiter in den negativen Bereich bewegen werden, was einen positiven fundamentalen Hintergrund für Gold darstellen würde.

Ganz allgemein räumt man aber auch ein, dass es mit Blick auf diese Prognose gewisse Risiken gibt. Dazu gehöre eine Beeinflussung der Nachfrage nach Gold durch geopolitische Ereignisse und durch das makroökonomische Umfeld. Eine anhaltende Aufwertung des US-Dollars würde wahrscheinlich die Nachfrage nach Gold verringern. Man stellt auch fest, dass mehrere Goldminenunternehmen die Produktion von Minen hätten drosseln müssen, die von der Regierung im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zur Stilllegung aufgefordert worden seien. Bergbauunternehmen sähen sich auch höheren Risiken im Zusammenhang mit Soziallizenzen für den Betrieb in wichtigen Bergbauregionen gegenüber.

Losgelöst davon sei es aber mit Blick auf die Realwirtschaft so, dass sich sowohl die Beschäftigung als auch die Inflation nach wie vor deutlich unter den Zielen der Federal Reserve bewegten, was eine lockere Geldpolitik unterstütze. Obwohl die erhöhte Besorgnis über die Inflation mit einem akuten Anstieg der Anleiherenditen in diesem Jahr zusammengefallen sei, habe der Fed-Vorsitzende Jerome Powell die Inflation vor kurzem als weich bezeichnet und zudem gesagt, dass die Beschäftigungslage noch Hilfe benötige.

In seinen vorbereiteten Bemerkungen für den Bankenausschuss des Senats habe der Vorsitzende Powell außerdem folgendes von sich gegeben: "Die Wirtschaft ist weit von unseren Beschäftigungs- und Inflationszielen entfernt, und es wird wahrscheinlich noch einige Zeit dauern, bis substanzielle weitere Fortschritte erzielt werden." Er habe auch erklärt, dass die Fed entschlossen sei, ihr gesamtes Instrumentarium zur Unterstützung der Wirtschaft einzusetzen und dazu beizutragen, dass die Erholung von dieser schwierigen Phase so robust wie möglich ausfalle.

Aus der Sicht von CFRA ist damit klar, dass die Fed die Zinsen niedrig halten will, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen und die Beschäftigung zu maximieren. Die Fed habe auch gesagt, dass sie die Nominalzinsen über Jahre hinweg auf historisch niedrigen Niveaus halten werde. Während der Leitzins unverändert auf einem historisch niedrigen Niveau liege, sei vor allem die Rendite des 10-jährigen T-Bills stark gestiegen. Die steilere Renditekurve sei wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich die Anleger angesichts der beispiellosen geld- und fiskalpolitischen Anreize auf das Risiko einer deutlich höheren Inflation konzentrierten. Die Interpretation der steileren Renditekurve sei, dass die Anleger glaubten, dass die Fed die quantitative Lockerung aufgrund der höheren Inflation früher zurückfahren müsse, als sie es wolle.

Realrendite auf zehnjährige US-Staatsanleihen (invertierte Darstellung versus Goldpreis



Quellen: CFRA, Federal Reserve Bank of St. Louis

Der Ausblick für Gold im Jahr 2021 bleibt bullisch



Ein Frühindikator für Inflation könnte sich im Erzeugerpreisindex abzeichnen, der im Januar um 1,3 Prozent gestiegen sei, was die höchste Rate seit der Umstrukturierung des Index im Dezember 2009 dargestellt habe. Die Großhandelsinflationsrate der vergangenen zwölf Monate sei im Januar auf 1,7 Prozent von 0,8 Prozent Ende 2020 geklettert - und damit in die Nähe des Niveaus vor der Pandemie von zwei Prozent. Der Anstieg der Rohstoffpreise sei ebenfalls ein Indiz dafür, dass die Inflation an Fahrt aufnehme. Kupfer habe sich in den letzten zwölf Monaten fast verdoppelt und werde auf einem Neun-Jahres-Hoch gehandelt, und Rohöl der Sorte Brent liege wieder bei fast 65 Dollar pro Barrel. Im Januar habe der Index der Vereinten Nationen für die weltweiten Nahrungsmittelpreise den höchsten Stand seit 2014 erreicht, nachdem er neun Monate in Folge gestiegen sei - die längste Anstiegsreihe seit 2008.

Im vergangenen Jahr habe die Fed außerdem ihre Inflationsstrategie überarbeitet. In der Vergangenheit habe die Fed den Zinssatz erhöht, wenn die Arbeitslosigkeit gesunken sei, da ein stärkerer Arbeitsmarkt theoretisch zu höheren Preisen führte. Die politischen Entscheidungen der Fed orientierten sich an einer angestrebten maximalen Inflationsrate von zwei Prozent. Die neue Politik der Fed werde es zulassen, dass die Inflation über das erklärte Ziel von zwei Prozent hinausgehe, und stattdessen werde eome durchschnittliche Inflationsrate von zwei Prozent über einen bestimmten Zeitraum angestrebt, bevor man die Politik straffe. Als er diese Änderung angesprochen habe, habe Powell folgendes gesagt: "Diese Änderung bedeutet, dass wir die Geldpolitik nicht nur als Reaktion auf einen starken Arbeitsmarkt straffen werden."

Obwohl die Fed erklärt habe, dass sie nicht plane, Anleihen mit längerer Laufzeit zu den aktuellen Zinssätzen zu beeinflussen, könnte sich dies ändern, wenn die Renditekurve weiter steil werde. Während die Fed nur den kurzfristigen Leitzins festlege, könne sie Anleihen mit längeren Laufzeiten beeinflussen, indem sie in den Markt eingreife und Anleihen kaufe, um die Renditen nach unten zu drücken. Diese Käufe würden die aktuelle Stimmung am Markt überwältigen und die Zinskurve effektiv abflachen. Problem gelöst, aber woher bekomme die Fed das Geld, um die Anleihekäufe zu finanzieren? Sie druckt einfach mehr Geld, so CFRA, was natürlich inflationär wäre.

Die Geldmenge, gemessen an M2 (die Bargeld, Giroeinlagen und leicht konvertierbares nahes Geld umfasst), sei im vergangenen Jahr um vier Billionen Dollar gestiegen, ein Plus von 26 Prozent seit Februar 2020, der größte einjährige Anstieg seit 1943. Die Geldmenge werde im Jahr 2021 erneut deutlich zunehmen. Die Bankreserven würden 2021 allein durch die Fed-Käufe von Staatsanleihen und hypothekarisch gesicherten Wertpapieren in Höhe von 120 Mrd. Dollar pro Monat um etwa 1,4 Billionen Dollar zunehmen; wenn man die zusätzlichen 820 Mrd. Dollar hinzurechne, die durch fiskalische Programme der Bundesregierung zugesagt worden seien, werde die Geldmenge M2 im Jahr 2021 um mindestens weitere 2,3 Billionen Dollar wachsen, und zwar vor den Auswirkungen der wahrscheinlichen weiteren Konjunkturmaßnahmen.

Das Geldmengenwachstum aus der quantitativen Lockerung nach der Finanzkrise 2008 von 2010 bis 2019 im Durchschnitt habe nur 5,8 Prozent pro Jahr betragen. In China hingegen sei die Geldmenge in den Jahren 2009 und 2010 um durchschnittlich 23 Prozent gewachsen, was die Wirtschaft effektiv angekurbelt habe, aber auch zu einem Anstieg der Inflation geführt habe, und zwar von minus 1,8 Prozent im Juli 2009 auf 6,5 Prozent im Juli 2011. CFRA ist der Meinung, dass die aktuelle monetäre und fiskalische Situation in den USA ein extremes Niveau erreicht hat und eine deutliche Geldentwertung unvermeidlich ist. Gold sollte sich in diesem Umfeld gut entwickeln.

Während die Konsensmeinung für Gold angesichts des rasanten Anstiegs der Anleiherenditen bärisch geworden ist, bleibt man bei CFRA optimistisch. Man ist der Meinung, dass die Gründe für den Anstieg der Nominalzinsen vorübergehend nicht zusammenpassen. Mit anderen Worten: Die Nominalzinsen seien gestiegen, weil die Inflation deutlich ansteige. Die Fed sei gezwungen, die Zinsen niedrig zu halten, um die immer größer werdenden Haushaltsdefizite zu finanzieren und gleichzeitig eine höhere Inflation zu fördern. CFRA ist der Meinung, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die zehnjährige Realrendite wieder in den negativen Bereich fallen wird und für mehrere Jahre negativ bleiben dürfte. Dies sei ein sehr positiver fundamentaler Hintergrund für Goldbarren und Goldminenaktien.

Wachstum der U.S.-Geldmenge & U.S.-Bundeshaushaltsdefizit oder -überschuss (in % des nominalen BIP)



Quellen: CFRA, Federal Reserve Bank of St. Louis

Agnico Eagle Mines-Aktie



Die Aktien des kanadischen Goldproduzenten Agnico Eagle Mines Limited hält CFRA für einen starken Kauf. Das Kursziel beträgt 132,00 Kanada-Dollar, was gemessen am Schlusskurs vom Freitag von 72,38 Dollar einen Anstieg von gut 82 Prozent verspricht.

Das Unternehmen verfüge über acht Goldminen in Kanada, Finnland und Mexiko sowie über Explorations- und Erschließungsaktivitäten in jedem dieser Länder sowie in den USA und Schweden. Zum 31. Dezember 2020 Agnico Eagle nachgewiesene und wahrscheinliche (2P) Gesamtreserven von 24,1 Millionen Unzen Gold besessen. Im Jahr 2020 habe die Gesellschaft 1,74 Millionen Unzen Gold (versus 1,78 Millionen Unzen im Jahr 2019) zu All-in Sustaining Costs pro Unze (AISC) von 1.051 Dollar (versus 938 Dollar im Jahr 2019) produziert.

Die durchschnittliche verbleibende Minenlebensdauer basierend auf den 2P-Reserven von 2020 und der Produktionsrate von 2020 betrage 14 Jahre. Im Jahr 2020 habe Agnico Eagle den Umsatz um 26 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar gesteigert, das bereinigte EBITDA um 45 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar und den freien Cashflow von negativen einer Million Dollar im Jahr 2019 auf positive 433 Millionen Dollar.

Agnico Eagle habe das Jahr 2020 mit liquiden Mitteln in Höhe von 406 Millionen Dollar beendet und einer Nettoverschuldung (Schulden, abzüglich der liquiden Mittel) von 1,3 Milliarden Dollar. Agnico Eagle rechne für 2021 mit einer Goldproduktion von 2,05 Mio. Unzen bei Gesamtkosten von 950 bis 1.000 Dollar. Den Gewinn je Aktie taxiert man für 2021 auf 3,83 Kanada-Dollar und für 2022 auf 4,03 Kanada-Dollar, nach 1,86 Kanada-Dollar im Vorjahr.



Barrick Gold-Aktie



Bei Barrick Gold Corporation nennt CFRA als Kursziel 28,00 Dollar. Gegenüber der Schlussnotiz am Freitag von 19,84 Dollar verspricht diese Kaufempfehlung einen Anstieg von gut 41 Prozent.

Laut dem US-Finanzdienstleister handelt es sich bei Barrick Gold um den zweitgrößten Goldförderer der Welt, basierend auf der jährlichen Produktion und den Reserven. Barrick habe Gold- und Kupferbergbaubetriebe und -projekte in 13 Ländern in Nord- und Südamerika, Afrika, Papua-Neuguinea und Saudi-Arabien.

Zum 31. Dezember 2020 habe Barrick über 2P-Gesamtreserven von 68,0 Millionen Unzen Gold verfügt. Im Jahr 2020 habe Barrick 4,78 Millionen Unzen Gold (versus 5,46 Millionen Unzen im Jahr 2019) produziert zu Gesamtkosten (AISC) von 967 Dollar (versus 894 Dollar im Jahr 2019). Die durchschnittliche verbleibende Minenlebensdauer auf Basis der 2P-Reserven 2020 und der Produktionsrate 2020 betrage 14 Jahre.

Im Jahr 2020 habe die Gesellschaft den Umsatz um 30 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar gesteigert, das bereinigte EBITDA um 55 Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar und den freien Cashflow um 97 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar.

Barrick habe das Jahr 2020 mit liquiden Mitteln in Höhe von 5,2 Milliarden Dollar und einer Netto-Cash-Position (Barmittel abzüglich der Gesamtverschuldung) von 33 Millionen Dollar beendet. Barrick rechne für 2021 mit einer Goldproduktion von 4,4 bis 4,7 Millionen Unzen bei Gesamtkosten von 970 bis 1.020 Dollar. Die Schätzungen zum Gewinn je Aktie in den Jahren 2021 und 2022 betragen 1,38 Dollar und 1,55 Dollar, nach 1,15 Dollar in 2020.



Franco-Nevada-Aktie



Bei der Franco-Nevada Corporation hat CFRA eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 245,00 Kanada-Dollar verknüpft. Damit winkt bei einer Schlussnotiz von 138,65 Kanada-Dollar am Freitag im Falle einer Zielerreichung ein Kursanstieg von 76,7 Prozent.

Der US-Finanzdienstleister bezeichnet Franco-Nevada als das größte Royalty/Streaming-Unternehmen der Welt. Die Lizenz- und Streaming-Geschäftsmodelle böten Anlegern ein Goldpreis- und Explorationspotenzial, während sie gleichzeitig viele der Risiken von Betreibergesellschaften begrenzten.

Im dritten Quartal 2020 habe das Unternehmen seinem Portfolio 25 neue Royalties hinzugefügt, wodurch sich die Gesamtzahl der Bergbau-Assets auf 316 erhöht habe. Franco-Nevada werde voraussichtlich am 10. März nach Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2020 veröffentlichen. Die Gesellschaft sollte 2020 Lizenz- und Stream-Verkäufe in der Nähe des oberen Endes seiner Prognose von 475.000 bis 505.000 Unzen Goldäquivalent (GEOs) erzielt haben, und die Einnahmen aus den Energie-Assets sollten ebenfalls in der Nähe des oberen Endes der Prognose von 60 bis 75 Millionen US-Dollar liegen.

Im Jahr 2019 habe das Unternehmen 516.438 GEOs produziert. Im Jahr 2019 habe man 63 Prozent des bereinigten EBITDA aus Gold, 16 Prozent aus Energie, zehn Prozent aus Silber, acht Prozent aus Platingruppenmetallen und drei Prozent aus anderen Bergbauanlagen generiert.

Die durchschnittliche verbleibende Minenlebensdauer auf Basis der 2P-Reserven für 2019 und der Produktionsrate für 2019 betrage rund 19,0 Jahre. Franco-Nevada sei schuldenfrei und verwende seinen freien Cashflow, um sein Portfolio zu erweitern und Dividenden zu zahlen. Zum 30. September 2020 habe man über 467 Millionen Dollar an liquiden Mitteln verfügt.

Einer der wichtigsten Vermögenswerte von FNV sei Cobre Panama, eine der größten Kupfer-Gold-Silber-Lagerstätten der Welt. Cobre Panama habe 2019 die kommerzielle Produktion aufgenommen und die Hochlaufphase werde bis 2021 dauern. Die Schätzung zum Gewinn je Aktie für 2021 beträgt 3,30 Kanada-Dollar, nach geschätzten 2,57 Kanada-Dollar im Vorjahr.



Kinross Gold-Aktie



Die Aktien von Kinross Gold bezeichnet CFRA als einen starken Kauf. Das Kursziel beträgt 16,00 Kanada-Dollar. Bei einer Schlussnotiz von 8,31 Kanada-Dollar am Freitag rechnet man somit praktisch mit einer Verdoppelung.

Die Kinross Gold Corporation produziert nach Angaben von CFRA Gold und exploriert nach Goldvorkommen vor allem in Kanada, den USA, Russland, Brasilien, Chile, Ghana und Mauretanien. Zum 31. Dezember 2020 habe Kinross über 2P-Reserven von insgesamt 30,0 Millionen Unzen Gold verfügt.

Im Jahr 2020 habe Kinross 2,38 Millionen Unzen Goldäquivalent (versus 2,53 Millionen Unzen Goldäquivalent im Jahr 2019) zu Gesamtkosten von 987 Dollar (versus 983 Dollar im Jahr 2019) produziert. Die durchschnittliche verbleibende Minenlebensdauer auf Basis der 2P-Reserven 2020 und der Produktionsrate 2020 betrage 13 Jahre.

Im Jahr 2020 habe das Unternehmen den Umsatz um 20 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar gesteigert, das bereinigte EBITDA um 66 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar und den freie Cashflow von 120 Millionen Dollar im Jahr 2019 auf 994 Millionen Dollar im Jahr 2020.

Die Gesellschaft habe das Jahr 2020 mit liquiden Mitteln in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar beendet und einer Nettoverschuldung in Höhe von 713 Millionen Dollar. Kinross prognostiziere für 2021 eine Goldproduktion von 2,4 Millionen Unzen bei Gesamtkosten von 1.025 Dollar. Die Schätzung zum Gewinn je Aktie in 2021 beläuft sich auf 1,11 Kanada-Dollar und für 2022 auf 1,45 Kanada-Dollar, nach 0,77 Kanada-Dollar im Vorjahr.



Newmont-Aktie



"Starker Kauf" - so lautet das Anlagevotum von CFRA zu Newmont. Bei einem Schlusskurs von 56,74 Dollar am Freitag birgt ein Kursziel von 81,00 Dollar ein Aufwärtspotenzial von fast 43 Prozent.

Der US-Finanzdienstleister sieht in Newmont Corporation den größte Goldförderer der Welt (in Bezug auf Produktion und Reserven) mit bedeutenden Betrieben und/oder Vermögenswerten in den USA, Kanada, Mexiko, der Dominikanischen Republik, Peru, Surinam, Argentinien, Chile, Australien und Ghana.

Zum 31. Dezember 2020 habe die Gesellschaft über 2P-Gesamtreserven von 94,2 Millionen Unzen Gold verfügt. Im Jahr 2020 habe das Unternehmen 5,91 Millionen Unzen Gold (versus 6,29 Millionen Unzen im Jahr 2019) produziert zu Gesamtkosten von 1.045 Dollar (versus 966 Dollar im Jahr 2019). Die durchschnittliche verbleibende Minenlebensdauer auf Basis der 2P-Reserven 2020 und der Produktionsrate 2020 betrage 16 Jahre.

Im Jahr 2020 habe Newmont den Umsatz um 18 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar, das bereinigte EBITDA um 48 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar und den freien Cashflow um 154 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar gesteigert.

Newmont habe 2020 mit liquiden Mitteln von 5,5 Milliarden Dollar beendet sowie mit einer Nettoverschuldung von 1,2 Milliarden Dollar. Newmont rechnet für 2021 mit einer Goldproduktion von 6,5 Millionen Unzen bei Gesamtkosten von 970 Dollar. Die Schätzung zum Gewinn je Aktie beträgt für 2021 4,25 Dollar und für 2022 4,55 Dollar, nach 2,66 Dollar im Vorjahr.



Royal Gold-Aktie



Im Falle von Royal Gold hat CFRA eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 156,00 Dollar ausgestattet. Somit ergibt sich rund 49 Prozent Luft nach oben gemessen am Schlusskurs vom Freitag von 104,74 Dollar.

Royal Gold Inc. ist laut dem US-Finanzdienstleister ein Royalty- und Streaming-Unternehmen, das Bergbaubetreibern oder Explorationsunternehmen Kapital im Austausch für einen Stream- oder Royalty-Anteil zur Verfügung stellt. Zum 30. Juni 2020 habe das Portfolio insgesamt 187 Liegenschaften umfasst: 41 produzierende, 16 Entwicklungsprojekte, 49 in Evaluierung und 81 in der Explorationsphase.

Im Geschäftsjahr 2020 (Juni) hätten 79 Prozent des Gesamtumsatzes aus Gold, neun Prozent aus Silber, neun Prozent aus Kupfer und drei Prozent aus anderen Mineralien gestammt. Die wichtigsten Liegenschaften hätten im Durchschnitt eine verbleibende Lebensdauer der Reserven von mehr als 15 Jahren, wobei Mount Milligan und Pueblo Viejo eine Lebensdauer der Reserven von mehr als 20 Jahren aufwiesen. Das neueste Projekt sei das Projekt Khoemacau in Botswana, das 80 Prozent der zahlbaren Silberproduktion abdecke und dessen erste Konzentratverladung für Mitte des Kalenderjahres 2021 erwartet werde.

Im Geschäftsjahr 2020 habe Royal Gold den Umsatz um 18 Prozent auf 499 Millionen Dollar gesteigert und das bereinigte EBITDA um 24 Prozent auf 385 Millionen Dollar, während der freie Cashflow von 252 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2019 auf 185 Millionen Dollar zurückgegangen sei.

Der freie Cashflow werde im Geschäftsjahr 2021 deutlich steigen, da das Khoemacau-Projekt nun vollständig finanziert sei. Zum 31. Dezember 2020 habe das Unternehmen einen ausstehenden Saldo seiner revolvierenden Kreditfazilität von 200 Millionen Dollar und eine Netto-Cash-Position von 182 Millionen Dollar aufgewiesen. Die Prognose zum Gewinn je Aktie für 2021 beträgt 3,58 Dollar und für 2022 sind es 3,86 Dollar, nach 2,47 Dollar im Vorjahr.



Wheaton Precious Metals-Aktie



Bei Wheaton Precious Metals hat CFRA eine starke Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 84 Kanada-Dollar verbunden. Das ist eine Vorgabe, die auf Sicht von zwölf Monaten einen Anstieg von gut 83 Prozent gemessen am Freitags-Schlusskurs von 45,86 Kanada-Dollar verspricht.

Die Wheaton Precious Metals Corp. ist den Angaben des US-Finanzdienstleisters zufolge ein Edelmetall-Streaming-Unternehmen und hat 24 langfristige Kaufverträge mit 17 verschiedenen Bergbauunternehmen für den Kauf von Edelmetallen und Kobalt abgeschlossen, die sich auf 21 Bergbauanlagen beziehen, die derzeit in Betrieb sind, von denen sich neun in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden und eine, die in Pflege und Wartung gegeben wurde.

Wheaton werde die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2020 voraussichtlich am 11. März nach Börsenschluss veröffentlichen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2020 habe Gold 61 Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht, Silber 35 Prozent und Palladium vier Prozent. In den ersten neun Monaten des Jahres 2020 habe der gezahlte Preis pro Unze für die im Rahmen der Vereinbarungen erworbenen Metalle bei durchschnittlich 5,21 Dollar für Silber, 424 Dollar für Gold und 379 Dollar für Palladium gelegen. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Unze Gold für das Jahr 2020 (Stand: 30. September 2020) lag bei 1.731 Dollar (plus 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), 19,55 Dollar für Silber (plus 23 Prozent) und 2.134 Dollar für Palladium (plus 47 Prozent).

Mit einem Reservenlebensindex von 33 Jahren auf Basis der 2P-Reserven (Wert für 2019) und einem Anteil von 73 Prozent an der Produktion, der im ersten Quartil der jeweiligen globalen Kostenkurven liege, belege das Unternehmen einen guten Platz unter seinen Konkurrenten.

Wheaton habe einen Ausblick auf eine Goldproduktion für 2021 von 370.000 bis 400.000 Unzen abgegeben, was einem Anstieg von etwa 368.000 Unzen im Jahr 2020 entsprechen würde. Die Vorhersage zum Ergebnis je Aktie für 2021 beträgt 1,60 Kanada-Dollar, nach 1,16 Kanada-Dollar im Vorjahr.


Bildquelle: BÖRSEONLINE, BÖRSEONLINE, BÖRSEONLINE, BÖRSEONLINE, BÖRSEONLINE, BÖRSEONLINE, BÖRSEONLINE, BÖRSEONLINE, BÖRSEONLINE

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Agnico-Eagle Mines Ltd. 50,56 -0,94% Agnico-Eagle Mines Ltd.
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Wheaton Precious Metals 35,06 -0,03% Wheaton Precious Metals

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