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Deutsche Börse: Das Corona-V - das sollten Anleger jetzt wissen

Deutsche Börse: Das Corona-V - das sollten Anleger jetzt wissen

WKN: 581005 ISIN: DE0005810055 Deutsche Börse AG

167,30 EUR
-0,15 EUR -0,09 %
09.07.2020 - 16:01
08.06.2020 04:40:00

In der Vergangenheit war ein freundliches Börsenumfeld ein guter Nährboden für steigende Umsätze an den Börsen. Von dieser höheren Aktivität profitierte auch der Kurs des Börsenbetreibers Deutsche Börse. Allerdings gab es auch Zeiträume, die für massiv fallende Kurse sorgten. Bestes Beispiel ist die jüngste Finanzkrise. In dieser Zeit sank der Wert der Aktie vom damaligen Rekordhoch bei 136 Euro bis auf 38 Euro. Von Wolfgang Raum

Schon im vergangenen Jahr zeigte sich allerdings, dass inzwischen Trader in volatilen Börsen eine deutlich höhere Aktivität an den Tag legen. Dies führte zu guten Quartalszahlen bei den Frankfurter. Lohn war ein neues Rekordhoch der Aktie bei 158,90 Euro. Im Corona-Crash musste aber auch diese Aktie zunächst Federn lassen. Bis auf 92,92 Euro rauschte der Kurs in den Keller.

Genau so schnell, wie es nach unten ging, erholte sich der Titel. Die Begründung liegt auf der Hand: Die Trader waren in der Crash-Phase noch handelsfreudiger. Daher stürmte der Kurs zügig wieder nach oben. Er bewegt sich nun auf das Rekordhoch zu. In dieser V-Formation hat das Papier einen Aufwärtstrend ausgebildet.

Starkes Quartal


Mit Blick auf die Zahlen für das erste Quartal ist ein neues Rekordhoch realistisch: Die Nettoerlöse kletterten um 27 Prozent auf 915 Millionen Euro und das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 30 Prozent auf 620 Millionen Euro. Damit übertraf der Börsenbetreiber die Markterwartung. Ein wichtiger Faktor in der Erfolgsgeschichte der Deutschen Börse ist aber auch Vorstandschef Theodor Weimer, der 2018 den Chefsessel übernahm. Er führte das Börsenschiff in ruhigere Gewässer, nachdem sein Vorgänger Carsten Kengeter über Insidergeschäfte gestolpert war.

Erst vor wenigen Tagen bestätigte Weimar, dass die Corona-Krise kaum Auswirkungen auf das Geschäft der Börse haben wird. Daher schüttete der Konzern auch die vor Covid-19 angekündigte Dividende von 2,90 Euro nach der Hauptversammlung Mitte Mai aus. Finanzchef Gregor Pottmeyer kündigte dabei schon an, dass die Dividendenpolitik auch in den kommenden Jahren so fortgesetzt werden soll.

CEO Weimer sprach zudem von 2 Milliarden Euro an frei verfügbaren Mitteln für mögliche Zukäufe. Im Programm "Compass 2023" sind offensichtlich schon klare Akquise-Ziele enthalten. Schade nur, dass der Börsendienstleister die Pläne erst im vierten Quartal vorstellen wird. Ein entsprechender Investorentag wurde aufgrund der Pandemie bis dahin verschoben. Dies sorgt nun aber für Fantasie. Daher können Anleger mit einem Turbo Bull ohne Laufzeitbeschränkung auf den intakten Aufwärtstrend aufspringen.

Chart: In einer klassischen V-Formation hat sich die Börsen-Aktie zuletzt bewegt. Vollendet wird die Entwicklung mit einem neuen Rekordhoch, dass in direkter Sichtweite ist.

Name Turbo Bull
WKN KB1S13
Aktueller Kurs 2,52 € / 2,57 €
Basispreis 124,18 €
Laufzeit Open End
Hebel 5,8
Stoppkurs 1,88 €


Bildquelle: Wolfgang Kriegbaum

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