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Platinpreis: Auf eine neue Korrektur setzen

Platinpreis: Auf eine neue Korrektur setzen
20.05.2020 03:50:00

Nach dem starken Absturz hat sich der Platin-Preis bereits wieder um fast 250 Dollar erholt. Da nun eine robuste Widerstandszone erreicht wurde, bietet sich der Einstieg in eine Short-Position an. Von Stefan Mayriedl



Während der Goldpreis soeben schon wieder auf ein neues zyklisches Hoch geklettert ist, sieht es beim Platin düsterer aus. Im Februar und März hat sich der Preis für das Edelmetall in etwa halbiert und damit mehr verloren, als beispielsweise der abgestürzte DAX in diesem Zeitraum. Ein wichtiger Grund natürlich: als Industriemetall ist Platin stark konjunkturabhängig, etwa von der Nachfrage nach Dieselkatalysatoren. Für die Weltwirtschaft wird 2020 aber ein miserables Jahr werden.

Auf der anderen Seite hat Platin als Edelmetall aber Investment-Charakter, so dass ein 17-Jahres-Tief bei 576 Dollar durchaus als Schnäppchen aufgefasst werden konnte. Daher kam es zu einer rasanten Erholung des Platinpreises, die letztlich aber an einem massiven Widerstandsniveau wieder zum Erliegen kam.

Zwischen etwa 823 und 880 Dollar ballen sich Hürden unterschiedlichster Herkunft. Zu nennen sind das Zweimonatshoch, die Gleitenden Durchschnitte der vergangenen 90 und 200 Börsentage, eine waagrechte Zone und das bedeutende 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracment der Januar-März-Abwärtswelle. Die Barriere dient als Orientierung für den Stop loss einer Platin-Turbo-Short-Position, die Kursveränderungen des Basiswerts mit einem negativen Hebel von etwa sechs umsetzt. Auf der Unterseite kann man darauf setzen, dass die über 200 Dollar umfassende Erholungsbewegung zumindest zu gut der Hälfte wieder korrigiert wird und Platin in die Range 675/705 Dollar zurück fällt. Das Kursziel wird entsprechend angesetzt.



Name Platin-Turbo-Short
WKN CL32GW
Aktueller Kurs 1,24 € / 1,26 €
Hebel 6,0
Stoppkurs 0,60 €
Zielkurs 2,50 €


Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

www.smartanlegen.de


Bildquelle: Ilya Naymushin/Reuters, BÖRSE ONLINE

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