Das sind 2378 Dollar pro Sekunde. Amazon wiederum ist dank eines rasanten Expansionskurses nicht nur zum weltgrößten Onlinehändler, sondern auch zu einem der wichtigsten Dienstleister im Geschäft mit Rechendienstleistungen aus dem Internet (Cloud) aufgestiegen. Facebook schließlich hat sich vorgenommen, mit seiner Social-Media-Plattform die ganze Welt zu vernetzen. 1,71 Milliarden Menschen hat der Konzern bereits erreicht.

Was weitaus weniger bekannt ist: In China genießen westliche Marken zwar noch immer hohes Ansehen, aber gerade in der Onlinewelt haben die heimischen Alternativen enorm an Bedeutung gewonnen. Dadurch sind im Reich der Mitte Internetkonzerne herangewachsen, die ihren US-Vorbildern weder in puncto Marktstellung noch beim Ansehen an der Börse nachstehen.

Drei Konzerne dominieren



Vor allem an Alibaba scheint kein Weg vorbeizuführen. Der Handelskonzern mit seinen rund 36 000 Mitarbeitern zählt fast eine halbe Milliarde Menschen zu seinen Kunden, die Jahr für Jahr mehr als 50-mal über die Plattformen einkaufen. Zudem treibt, ähnlich wie bei Amazon, das Cloud-Geschäft das Wachstum an. Trumpf im Ärmel ist der mögliche Börsengang des Bezahldienstleisters Alipay Anfang 2017.

Auch Tencent gehört zu den Internetriesen. "Die chinesische Version von Facebook ist so weit mit dem täglichen Leben der Menschen verwoben, dass die Datenmengen und Informationen, die Tencent über die Menschen in China besitzt, massiv sind", so die Experten von Jefferies. Die Gesellschaft hat die Chat-Applikation WeChat entwickelt, mit der Nutzer nicht nur Nachrichten und Familienfotos verschicken können, sondern vor allem auch spielen - bevorzugt online mit Freunden.

Als Pendant zur US-Suchmaschine Google gilt Baidu. Der Konzern profitiert wie kaum ein anderer vom Trend zur Onlinewerbung. Jefferies schätzt, dass bis 2020 in China rund 80 Prozent der gesamten Werbeausgaben auf den Onlinemarkt entfallen werden. Ganz nebenbei forscht Baidu - wie das US-Vorbild - an innovativen Technologien wie dem autonomen Fahren und künstlicher Intelligenz.



Zehn Aktien in einem Index

Kurzum: Wer von den hervorragenden Wachstumsaussichten der chinesischen Internetbranche profitieren will, kommt an dem Trio nicht vorbei. Der Solactive China Internet Index enthält neben Alibaba, Baidu und Tencent die Aktien von sieben weiteren Unternehmen, die ebenfalls zu Chinas führenden Internetkonzernen zählen. Das passende Indexzertifikat liefert die Deutsche Bank.