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Tesla-Aktie: Auf den Absturz setzen

Tesla-Aktie: Auf den Absturz setzen

WKN: 710000 ISIN: DE0007100000 Daimler AG

49,68 EUR
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16.01.2019 - 09:42
30.01.2015 12:54:00

Zwei Jahre lang war Tesla der Megastar an der Börse. Alle Hoffnungen der Umweltschützer und Politiker fokussierten sich auf die E-Autos des US-Konzerns. Jetzt bekommt der Hersteller aus Kalifornien operativ reichlich Gegenwind zu spüren. Absatzziele werden nicht erreicht und wegen des fallenden Ölpreises steigen viele Autofahrer wieder auf Spritfresser um. Die Aktie stürzt ab und steht jetzt vor zwei wichtigen Charthürden. Anleger spekulieren auf weitere Kursverluste. Von Georg Pröbstl.

Tesla, immer wieder Tesla. Vor zwei Jahren und auch vor einem Jahr noch überschlugen sich die Medien. Tesla baut sein weltweites Servicenetz rasant aus, Tesla bietet einen ultraschnellen E-Flitzer, Tesla baut eine Batteriefabrik. Auch die Entwicklung der Zulassungszahlen des Herstellers von Elektroautomobilen war enorm. Es ist nicht lange her, da belegte der Konzern aus Palo Alto in Kalifornien bei den Neuzulassungen in einem Monat etwa in Norwegen den ersten Platz.

Mit der Publicity zog es auch den Kurs der Aktie steil nach oben. Zwischen September 2012 und 2014 kletterte die Notierung auf das Zehnfache. Wie so oft bei neuen Technologien wird und wurde in der Euphorie da aber jeder Preis bezahlt. Immerhin bringt es Tesla auf einen Börsenwert von 22 Milliarden Euro. BMW beispielsweise kostet mit 62 Milliarden Euro auch nur dreimal so viel. Der Unterschied ist aber: Während BMW im vergangenen Jahr rund 2,1 Millionen Fahrzeuge verkauft hat, waren es bei Tesla geschätzt 33000 Elektroautos. Dabei muss Tesla seit mehreren Monaten seine Prognosen zurücknehmen. Ursprünglich sollten beispielsweise im vergangenen Jahr 35000 Autos verkauft werden.

Dann sind da hohe Investitionen. Die geplante Batteriefabrik verschlingt Milliarden. Dann ist da die Bewertung. Während normale Autohersteller wie BMW, VW oder Daimler auf Kurs/Buchwert-Verhältnisse irgendwo im Bereich von eins oder zwei kommen, bringt es Tesla dagegen auf einen Wert irgendwo um 30. Und jetzt bekommt der Experte für Elektromobilität auch noch massiven Gegenwind vom Ölpreis. Da die Tankkosten nach der Halbierung beim Rohölpreis das Budget der Autofahrer nicht mehr so sehr strapazieren, wie noch vor sechs oder zwölf Monaten, steigen viele vor allem in den USA wieder auf Spritfresser um: Grosse SUVs, Trucks oder Vans.

Das Zulassungsziel von US-Präsident Barack Obama von einer Million E-Autos in den Staaten per Ende 2015 rückt damit in weite Ferne. Derzeit sind es nur 280000. Damit aber immer noch nicht genug: Porsche will ins E-Geschäft verstärkt einsteigen und in ein paar Jahren ein eigenes komplettes E-Auto auf die Strasse bringen, Audi und BMW beispielsweise schlafen auch nicht und GM will 2017 ein günstiges E-Fahrzeug vorstellen.

Auf Seite 2: Wie Anleger auf den Absturz der Aktie setzen können

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Bildquelle: Stephen Lam / Reuters

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