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Türkische Lira in Turbulenzen: Wie Anleger profitieren

Türkische Lira in Turbulenzen: Wie Anleger profitieren
13.07.2019 04:50:00

Präsident Erdogan macht es den Fans der türkischen Lira nicht leicht. Nicht zuletzt die hohe Volatilität sorgt aber weiterhin für gute Konditionen im EUR/TRY-Capped-Put Bereich. Nachdem der im Juni vorgestellte Schein bereits deutlich vorne liegt, gibt es eine frische Empfehlung. Von Stefan Mayriedl



So turbulent es bei der türkischen Lira (TRY) auch zugeht: auch der vor drei Wochen an dieser Stelle vorgestellte EUR/TRY-Capped-Put PZ6XJ1 notiert bereits wieder mit etwa 15 Prozent im Plus und ist haltenswert. Wir legen mit einer frischen Empfehlung nach.

Letzte Woche erholte sich die Türkische Lira gegenüber dem Euro bis auf ein Dreimonatshoch, ehe Erdogan für neuerliche Unsicherheiten sorgte. Dass übers Wochenende der türkische Notenbankchef gefeuert wurde, hievte den Euro dann direkt einmal von etwa 6,32 Richtung 6,50er-Marke nach oben. Bis gestern Nachmittag waren zwei Drittel der Bewegung bereits wieder korrigiert, ehe heute neue Erdogan-Äußerungen für Unsicherheit sorgen: der türkische Präsident fordert eine komplette Erneuerung, sonst könnten "ernsthafte Probleme" folgen.

Wer mutig ist, greift auf dem aktuellen Niveau von 2,40 Euro zum EUR/TRY-Capped-Put PZ6XJ7. Der Schein steigt auf einen Gegenwert von 25 TRY (Stand jetzt wären das gut 60 Prozent Gewinn), wenn der Euro am 20. Dezember dieses Jahres bei maximal 6,75 TRY notiert. Der durch die Hochs von 2018 und 2019 definierte Abwärtstrend verläuft zurzeit um 6,82 TRY. Dieser Widerstand korrespondiert in etwa mit dem Zweimonatshoch von Ende Mai und dieses wiederum mit einem Derivatekurs bei gut einem Euro. Es wird ein erster tiefer Stop loss bei 1,00 Euro platziert und dieser wöchentlich um vier Cent angehoben.



Name EUR/TRY-Capped-Put
WKN PZ6XJ7
Aktueller Kurs 2,34 € / 2,40 €
Basis/Cap 7,00 TRY/6,75 TRY
Laufzeit 20.12.19
Stoppkurs 1,00 €
Anpassung Stoppkurs +0,04 € / Woche
Zielkurs 3,80 €


Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

www.smartanlegen.de

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Bildquelle: iStockphoto, BÖRSE ONLINE

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