DAX erholt sich - Einigung im Asylstreit - Allianz-Aktie der Favorit unter den Anlegern
· Börse Online Redaktion
Die vorläufige Einigung im Asylstreit hat dem DAX ordentlich Aufwind eingebracht. Der Bruch zwischen CDU und CSU wurde dadurch abgewendet. Analyst Milan Cutkovic vom Broker Axitrader warnte allerdings vor zu viel Euphorie. Am Freitag treten die ersten amerikanischen Sonderzölle auf chinesische Waren im Wert von 34 Millionen US-Dollar in Kraft. China hatte ähnlich hohe Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. Die chinesische Landeswährung Yuan steht seit den verhängen Zöllen unter Druck.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer hatten am Dienstag ihren erbitterten Asylstreit beendet. Die Parteien wollen nun ein Transitzentrum für bereits in anderen EU-Ländern registrierten Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze einrichten. Asylbewerber sollen von dort direkt in die zuständigen Länder zurückgewiesen werden oder bei einer fehlenden Vereinbarung nach Österreich geschickt werden.
An der Wall Street befinden sich die Börsen vor dem "Independence Day" im Aufschwung. Dennoch blicken die Aktionäre skeptisch auf die kleinen Kursgewinne. Der Handelskonflikt mit China belastete weiter. Auch im Vorfeld der nächste Woche beginnenden Bilanzsaison hielten sich viele Anleger bedeckt, sagte ein Händler. Sie fürchteten, dass mit den Zöllen die Gewinnmargen der Konzerne schmelzen könnten. Daher werde man vor allem auf die Prognosen der Unternehmen schauen. Zur Stunde notiert der amerikanische Leitindex Dow Jones mit 0,2 Prozent im Plus bei 24.348,47 Punkten.
Auf Unternehmensseite sorgten vor allem die Allianz-Papiere für gute Laune unter den Anlegern. Mit 3,3 Prozent im Plus notiert die Aktie an der DAX-Spitze. Sie profitierte von der Ankündigung des Versicherungskonzerns, bis Ende September eigene Aktien für bis zu eine Milliarde Euro zurückzukaufen.
Die Analysteneinstufung von Charlotte Friedrichs bescherten der Osram-Aktie Kursverluste von fast fünf Prozent. Sie strich ihr Kaufvotum für den Titel wegen den Risiken, die durch die Abhängigkeit von der Autobranche entstehen.
Auch bei Merck KGaA-Anlegern gab es Grund zur Freude: Der Pharma- und Chemiekonzern verbuchte will sein schwächelndes Geschäft mit Spezialmaterialien in den kommenden Jahren wieder auf Wachstumskurs bringen. Die Aktie stieg daraufhin um ein Prozent.
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