Dieser Medienkonzern hält Wort. Die freien Mittel aus dem Verkauf einer Tochter in den Niederlanden gehen zu einem großen Teil an die Aktionäre. Dadurch beträgt die Rendite rekordverdächtige 15,9 Prozent.
Der Medienkonzern RTL Group gehört zu den fleißigsten Zahlern hoher Dividenden. In guten Jahren fällt ein hoher Cashflow ab. Der Konzern hat zudem eine sehr stabile Bilanz. Und letztlich ist Bertelsmann mit einem Anteil von gut 76 Prozent der größte Aktionär. Der Medienriese aus Gütersloh benötigt die Dividende zur eigenen Finanzierung.
RTL ist seit 2000 an der Börse notiert. Eigentlich gab es in jedem Jahr eine hohe Dividende. Fiel sie mal aus, wie 2020 in der Corona-Pandemie, wurde sie nachgeholt. Und wenn ein Sonderertrag zugeflossen war, gab es einen Zuschlag. Das ist nun der Fall. 2025 wurde der Verkauf von RTL Nederland genehmigt. Der Konzern verbuchte einen Gewinn von 956 Millionen Euro aus aufgegebenen Geschäftsbereichen. Die Mittel nutze RTL auch für den Umbau. Es gab Sonderabschreibungen bei der deutschen Sendergruppe und auch bei der Produktionsfirma Fremantle.
Die höchste Dividendenrendite im Stoxx
Zusammen senkte das den Gewinn um 326 Millionen Euro. Am Ende blieb ein Überschuss von 6,36 Euro pro Aktie. Der Löwenanteil davon wird ausgeschüttet. Die Hauptversammlung am 29. April wird über eine Dividende von 5,50 Euro beschließen. Damit ist die Aktie mit einer Dividendenrendite von 15,9 Prozent der Renditespitzenreiter aller Indexwerte in der Ausschüttungssaison 2026. Die hohe Ausschüttung dürfte Dividendenjäger anlocken. Die Redaktion kann sich vorstellen, dass die Aktie im Vorfeld das Kursziel erreichen könnte.
Klar ist natürlich, dass RTL im kommenden Jahr viel weniger ausschütten wird. Der Gewinn pro Aktie aus fortgeführten Aktivitäten lag 2025 bei 16 Cent. Allerdings fallen die außerordentlichen Aufwendungen weg. Der Konzern rechnet für 2026 mit dem Anstieg des Ertrags vor Firmenwertabschreibungen auf 725 Millionen Euro. Das entspräche etwa einem Gewinn pro Aktie von rund 2,20 Euro. Wird die Ausschüttungsquote beibehalten, brächte die Aktie im kommenden Jahr dann rund fünf Prozent Rendite. Nicht schlecht.
Mittelfristig hat sich das Management das Ziel gesetzt, den Ertrag auf eine Milliarde Euro zu steigern. Der Weg: Im Streaminggeschäft baute RTL schon 2025 die Verluste ab. Der Bereich wird bald Deckungsbeiträge bringen. Zudem ist die Übernahme von Sky Deutschland geplant. Das bringt zusätzliche Erträge. Bei einer Milliarde Gewinn wäre bei bestehender Anzahl der Aktien und dem Ausschüttungsmodell eine Dividende von vier Euro pro Aktie möglich.
Fazit
RTL ist der Renditespitzenreiter des Jahres. Durch den Sonderertrag hat der Medienkonzern den Umbau beschleunigt. Das bringt zukünftiges Potenzial.
Hier bekommen Sie noch mehr spannende Dividendenaktien
Gleich 25 globale Dividenden-Titel auf einen Schlag bietet der „Globale Dividenden-Stars“-Index von BÖRSE ONLINE. Hier finden Sie weitere Informationen dazu sowie die Zertifikate, über die Sie den Index kaufen können.
Hinweis auf Interessenskonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: RTL Group.