Bis Ende Januar 2026 schien der Goldpreis nur noch eine Richtung zu kennen: Ab nach oben! Darauf folgte das böse Erwachen. Wie geht’s nun weiter?

Nach dem Rekordhoch von 5.599 US-Dollar am 29. Januar 2026 kam es am Folgetag zum abrupten Kurssturz und der Goldpreis stand schon am 2. Februar mehr als 1.000 US-Dollar tiefer bei nur noch 4.402 US-Dollar. Seither erkämpfte er sich stückweise wieder Terrain zurück. Auf diese Marken kommt es nun an.

(Chart-)technisches Unterstützungen

Aktuell (26. Februar 2026) steht der Goldpreis bei 5.165 US-Dollar. Damit liegt er knapp über der Unterstützung bei 5.100. Darunter würde er wieder Support bei 4.850 US-Dollar bekommen. Schlusskurse über diesem Level sind für die Inangriffnahme des Allzeithochs wichtig, da sonst die Erholung seit dem Kurssturz von Ende Januar/Anfang Februar als vorübergehend gescheitert zu betrachten wäre.

Weiter nach unten hin kann der Goldkurs auf nennenswerte, charttechnische Unterstützungen im Bereich von 4.550 , 4.375 , 3.900 und 3.450 US-Dollar bauen.

Außerdem bieten ihm derzeit die 50-, 100- und 200-Tage-Linien sowie die 50- und 200-Wochen-Linien, die allesamt unter dem aktuellen Kurs liegen, nach unten Unterstützung, wobei die 50-Tage-Linie bei 4.788 US-Dollar die derzeit wichtigste ist.

Was steht dem Goldpreis auf dem Pfad zu neuen Allzeithochs im Wege?

Um das bisherige Allzeithoch von 5.599 US-Dollar neuerlich zu erklimmen, muss der Goldpreis zuerst noch den Widerstand bei knapp 5.420 US-Dollar überwinden, der aus den Tagen kurz vor dem heftigen Einbruch von Ende Januar/Anfang Februar 2026 datiert.

Bei für die Messung der Trendstärke wichtigen Trendfolgeindikator ADX, sieht man allerdings auf Tagesbasis seit dem Kurssturz eine deutliche Eintrübung: vom vormals sehr bullischen Wert 46 auf derzeit nur noch 19. Dazu muss man wissen, dass sich ein starker Trend durch einen Wert von über 25 auszeichnet. Daher ist die beschriebene Eintrübung von Relevanz: Der Trendfolgeindikator ADX weist beim Goldpreis keinen klar bullischen Trend mehr auf, weshalb die Überwindung des Widerstand bei knapp 5.420 US-Dollar eine echte Herausforderung für den Goldpreis werden könnte. Sollte in der Geopolitik jedoch neue Konflikte aufbrechen, dürfte das Erreichen eines neuen Allzeithochs dem Goldpreis relativ leicht fallen.

Fazit:

Die (chart-)technischen Gegebenheiten sprechen also weiterhin für den Kauf von Gold. Der Trendfolgeindikator ADX mahnt aber zur Vorsicht. Es zeigt sich somit ein gemischtes Bild: Ein Einstieg in Gold zum aktuellen Zeitpunkt ist klar spekulativ. Anleger, die lieber vorsichtig agieren, warten auf Kurse nach Erreichen eines neuen Allzeithochs.

Anleger, die nicht auf Rohstoffe setzen wollen, werden vermutlich mit dem «Stabile Werte Index» glücklicher.

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