Im Dezember sind fast zehn Milliarden US-Dollar in Schwellenländer-ETFs geflossen. Nach US- und globalen ETFs lagen sie damit auf Rang 3 der Zuflüsse bei Aktien-ETFs. Nach jahrelanger Abstinenz fließt also nun wieder verstärkt Geld in die Schwellenländer. In erster Linie natürlich in die Standard Indizes und weniger in Smart-Beta-Konstruktionen. Dennoch lohnt ein Blick auf sie. Das belegt der Invesco FTSE Emerging Markets High Dividend Low Volatility ETF. Er kombiniert zwei Faktoren, die eine Outperformance versprechen - Dividenden und geringe Volatilität. Beim Emerging Markets ETF werden im ersten Schritt aus dem FTSE Russell Schwellenländerindex die 150 Aktien mit der höchsten Dividendenrendite der letzten zwölf Monate ausgewählt. Um eine ausreichende Streuung zu gewährleisten, wird ein Sektor auf maximal 25 Prozent begrenzt. Einschränkungen auf Länderebene gibt es hingegen nicht. Im ETF bleiben von den 150 Titeln dann die 100 Aktien übrig, welche die geringste Schwankungsbreite aufweisen. Die Gewichtung erfolgt auf Basis der Dividendenrendite und beträgt maximal drei Prozent pro Aktie. Jedes Jahr im Mai wird die Zusammensetzung überprüft und entsprechend angepasst. Die Gewichtungen der einzelnen Werte bewegen sich aktuell zwischen 0,2 und 4,5 Prozent. Die Struktur des Index verändert sich durch die Smart- Beta-Strategie deutlich. Eher volatile Märkte wie China, die zudem kaum Werte mit hohen Dividendenrenditen aufweisen, sind stark untergewichtet. Im Fall von China sind es 18 Prozentpunkte. Günstige Märkte mit hohen Dividendenrenditen wie Taiwan und Russland sind dagegen stark übergewichtet. Überdies ist die Dividendenrendite mit 7,7 Prozent extrem hoch. Im normalen FTSE-Index sind es nur 3,1 Prozent.

Fazit:

Der ETF überzeugt mit einer sehr hohen Dividendenrendite. Zudem sind die Schwankungen und Drawdowns des Fonds deutlich niedriger als bei einem Standardindex.