Mark Zuckerberg hat ein neues Ziel. Der Meta-Chef will den Boom der Vorhersage-Plattformen nutzen und ein eigenes Produkt für den wachsenden Markt der Prognose-Wetten aufbauen. Wie die New York Times berichtete, arbeitet der Facebook-Mutterkonzern intern bereits unter Hochdruck an einer entsprechenden App mit dem Codenamen „Arena“.
• Meta will laut Medienberichten in das Segment Prognosemärkte vordringen.
• Das Projekt trägt laut Insidern den Codenamen „Arena“.
• Vorerst soll kein Einsatz von Echtgeld geplant sein.
Während die Konkurrenten Polymarket und Kalshi auf echtes Geld setzen, verfolgt Meta zunächst einen anderen Weg. Die aktuelle Strategie für Arena sieht vor, dass Nutzer nicht mit realen Dollar hantieren, sondern ein Punktesystem nutzen, das an Videospiele erinnert. Der Grund: Meta will rechtliche Hürden und komplexe Regulierungsfragen, die mit Glücksspiel verbunden sind, vorerst umgehen. Dennoch halten sich die Entwickler die Tür offen, das Modell später auf echte Einsätze umzustellen.
Die App soll als eigenständiges Projekt laufen und nicht direkt in den bestehenden Giganten wie Instagram oder WhatsApp integriert werden. Intern gilt das Projekt als Top-Priorität. Zuckerberg will damit den Trend einfangen, dass sich Nutzer zunehmend über aktuelle Ereignisse austauschen und diese bewerten wollen.
Der Druck auf die Platzhirsche wächst
Die Branche der Prognose-Märkte hat sich in kürzester Zeit von einer Nische zu einem Milliardengeschäft entwickelt. Polymarket und Kalshi werden mittlerweile mit Milliarden-Beträgen bewertet, während Anleger massiv in den Sektor drängen. Doch das Wachstum hat eine Kehrseite.
Die Plattformen stehen weltweit unter Beobachtung. Regulierungsbehörden hinterfragen zunehmend, ob Handelsaktivitäten auf Basis von Insiderinformationen stattfinden. Auch das Image hat gelitten: Zuletzt sorgte ein Bericht des Wall Street Journal für Aufsehen, wonach Polymarket Social-Media-Influencer dafür bezahlte, gefälschte Wetten und scheinbare Gewinne zu inszenieren.
Fazit
Nach zuletzt mehreren kostspieligen Patzern wie dem Milliardenfiasko Metaeverse und den Ray-Ban-Brillen, die dem Smartphone den Rang auch noch nicht abgelaufen haben, versucht Zuckerberg Meta nun mit Prognosemärkten zurück in die Erfolgsspur zu lenken. Ob der Vorstoß gelingt und eine Appl mit „Glücksspiel light“-Funktionen ohne Geldfluss jedoch den selben Reiz wie echte Fußballwetten bieten kann, bleibt abzuwarten. Die Aktie ist aktuell keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR.
FAQs
1. Was ist der Unterschied zwischen „Meta“ und „Facebook“?
Meta Platforms (kurz Meta) ist der Mutterkonzern, zu dem mehrere soziale Netzwerke und Dienste gehören, darunter Facebook, Instagram, WhatsApp und Threads. „Facebook“ bezeichnet heute sowohl das ursprüngliche soziale Netzwerk als auch die spezifische Marke unter dem Dach von Meta. Meta hat sich 2021 umbenannt, um den Fokus des Unternehmens über soziale Medien hinaus auf die Entwicklung des Metaverse zu unterstreichen.
2. Wie verdient Meta Geld?
Der Großteil des Umsatzes von Meta stammt aus digitaler Werbung. Unternehmen bezahlen Meta dafür, zielgerichtete Anzeigen auf den Plattformen Facebook, Instagram und Messenger zu schalten. Da Meta über eine enorme Menge an Daten über Nutzerinteressen und Demografie verfügt, können Werbetreibende ihre Zielgruppen sehr präzise erreichen. Daneben generiert Meta Einnahmen durch Hardware-Verkäufe (z. B. Meta Quest VR-Headsets) und Business-Lösungen für WhatsApp.
3. Wann wurde Facebook gegründet?
Facebook wurde am 4. Februar 2004 gegründet. Es wurde von Mark Zuckerberg zusammen mit seinen Mitbewohnern Eduardo Saverin, Andrew McCollum, Dustin Moskovitz und Chris Hughes an der Harvard University ins Leben gerufen.