Nach ihrem deutlich Fall suchen Rüstungsaktien nach Halt: Positive Analystenstimmen und die Charttechnik machen jetzt Hoffnung. Doch ein Ausbruch steht bei Titeln wie Rheinmetall und Renk noch aus. Darauf müssen Anleger achten.
Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Renk nach einem Analysten-Call im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Es sei durchgesickert, dass die Zahlen für das vierte Quartal die Erwartungen erfüllen oder sogar überschreiten sollten, schrieb Chloe Lemarie in einer am Freitag vorliegenden Studie. Solche Aussagen seien beruhigend nach zuletzt enttäuschten Reaktionen auf Äußerungen von Rheinmetall.
Die aktuellen Kursziele für Rheinmetall, Renk und Hensoldt
Das Konsenskursziel für die Renk-Aktie (ISIN: DE000RENK730) war in den letzten drei Monaten mit 69,17 Euro (betrachtet auf die kommenden zwölf Monate) bisher weniger euphorisch, auch wenn von 15 Analysten immerhin zwölf das Votum «starker Kauf» ausgegeben haben. Ihre drei Kollegen kamen zum Ergebnis «Halten». Anhebungen des Konsenskurszieles erscheinen möglich, sofern sich die eingangs erwähnten Aussagen zur Renk-Aktie bewahrheiten sollten.
Davon könnten dann auch die Kurse der Konkurrenten Rheinmetall und Hensoldt profitieren. Deren Konsenskursziele für die nächsten zwölf Monate lauten wie folgt:
Rheinmetall (ISIN: DE0007030009): 2.193 Euro (16 x «starker Kauf», je 4 x «Kauf», bzw. «Halten»)
Hensoldt (ISIN: DE000HAG0005): 91,10 Euro (4 x «starker Kauf», 1 x «Kauf», 8 x «Halten» und sogar 2 x «starker Verkauf»)
Davon ausgehend präsentiert sich die Lage aktuell so: Die Analysten trauen der Rheinmetall-Aktie das größte Kurspotenzial zu (33 Prozent), gefolgt von der Renk-Aktie (22 Prozent) und der Hensoldt-Aktie (14 Prozent).
Der charttechnische Kampf von Rheinmetall, Renk und Hensoldt
In charttechnischer Hinsicht haben alle drei Titel bereits den Kampf um die 50- und die 100-Tage-Linien verloren. Sie sind nun von Unterstützungslinien zu Widerstandslinien mutiert. Die drei Aktien versuchen derweil, die 200-Tage-Linie (Rheinmetall), bzw. die 50 Wochen-Linie (Renk und Hensoldt) zu halten.
Bei den technischen Indikatoren sieht man ebenfalls einen gewissen Gleichklang: Bei allen drei Werten ist die MACD-Linie auf Tagesbasis im überkauften Bereich, allerdings mit ersten Anzeichen für ein Ansetzen zur Gegenbewegung. Dies könnte den Titeln bei einer Rückeroberung und dem Ausbruch über die verlorenen, aber sehr bedeutsamen Tages-Linien helfen. Die Lage ist jedoch derzeit noch fragil und das Gelingen eines Turnarounds ungewiss. Anleger sollten diesen Kampf und die anstehenden Publikationen der Geschäftsergebnisse (Hensoldt: 26.2.2026, Renk: 5.3.2026 und Rheinmetall: 11.3.2026) im Auge behalten.
Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen wollen, werden vermutlich mit dem «Stabile Werte Index» glücklicher.
Sie wollen wissen, wo sie Aktien am günstigsten handeln können? Dann ist unser Broker-Vergleich Ihre nächste Lektüre.
Lesen Sie auch:
Mehrere Megatrends in einer einzigen MDAX-Aktie: Hier zahlt sich der Aufschwung so richtig aus
oder
Aktie fast acht Prozent im Minus! Das sind die neuen Kursziele für Rheinmetall
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Renk.