Rheinmetall-Aktionäre werden langsam nervös. Nach dem steilen Kursanstieg von 470 Euro auf nahezu 2.000 Euro im September 2025 wurde kein weiteres Hoch mehr erreicht. Im Gegenteil: Der Kurs bröckelt seitdem stetig ab. Fällt jetzt gar die 1000-Euro-Marke?
Die jüngsten Quartalszahlen von Rheinmetall konnten den Kursrückgang nicht aufhalten - im Gegenteil. Nun strich sogar einer größten Fans der Aktie seine Kaufempfehlung: Analyst David Perry von J.P Morgan hat sein Kursziel für den Rüstungskonzern deutlich von 2.130 auf 1.500 Euro reduziert und die Einstufung von „Overweight“ auf „Neutral“ gesenkt.
Auch charttechnisch wird es jetzt gefährlich. Die Chartanalyse zeigt im 5-Jahres-Chart auf Wochenbasis ein Rounding Top. Diese klassische Trendwende-Formation ist gekennzeichnet durch einen nahezu symmetrischen An- und Abstieg an den Rändern sowie einer mehrfachen Top-Struktur. Im Fall von Rheinmetall handelt es sich dabei um ein Triple-Top in der Region um 2.000 Euro.
Deshalb ist ein Fall unter 1.000 Euro möglich
Die 50-Tage-Linie als erste unterstützende Auffangmarke wurde bereits gerissen, die nächsten wichtigen Marken liegen bei 939 Euro (150-Tage-Linie) und 760 Euro (200-Tage-Linie).
Die klassische Kurszielberechnung erfolgt in diesem Fall so:
Bilden Sie die Differenz zwischen Top-Marke und Nackenlinie und subtrahieren Sie die gewonnene Zahl vom Wert der Nackenlinie. Vereinfacht mit gerundeten Werten gerechnet heißt das: 1.987 Euro (Top-Wert) minus 1.408 Euro (Wert Nackenlinie) ergibt 579 Euro. 1.408 Euro minus 579 Euro ergibt 830 Euro. An dieser Stelle befindet auch das in der steilen Anstiegsphase im Februar 2025 aufgerissene Gap. Da Gaps in der Regel geschlossen werden, ist tatsächlich ein Fall in diese Region und damit unter 1.000 Euro bei Rheinmetall nicht ausgeschlossen.
Wie können Aktionäre reagieren?
Investoren können den Drawdown einfach aussitzen. Tradingaffine Anleger warten auf den Pullback in Richtung Nackenlinie, um dort nochmal Gewinne mitzunehmen. Dieser Pullback (Spike) tritt bei Topformationen häufig auf und ist eine gute Möglichkeit, sich vor weiteren Abwärtsbewegungen von einer Position zu trennen.
Hinzu kommt: Der RSI-Indikator steht aktuell bei 37,5. Die Rheinmetall-Aktie hat diesen Wert auf Wochenbasis in den letzten 5 Jahren nie unterschritten. Ein Pullback könnte demnach bald anstehen. Gemäß dem Gesetz des Wechsels von Widerstand und Unterstützung fungiert die Nackenlinie dann nicht mehr als Unterstützung, sondern als Widerstand.
Dieser Kurs gehört auf die Einkaufsliste
Nicht investierte Anleger können sich die Region um 830 Euro als günstigen Einstieg vormerken und die Aktie bis dahin auf die Watchlist legen und mit Kurs-Alarm versehen.
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