Die Deutsche Telekom war am Mittwoch Tagessieger im DAX . Am Donnerstag jedoch verlor die Aktie plözlich deutlich. Auslöser ist offenbar ein Bericht des Wall Street Journal zu einer möglichen Fusion mit der US-Tochter T-Mobile.

Am Mittwoch beendete die Deutsche Telekom-Aktie den Handelstag mit einem Plus von knapp drei Prozent und war damit der Tagessieger im DAX . Am Donnerstag verlor der Titel dann allerdings schon im Laufe des Vormittags sein Momentum. Am Abend schloss die Telekom-Aktie auf Xetra bei 27,74 Euro, was einem Verlust von 3,07 Prozent entsprach. Denn neue Spekulationen rund um eine Fusion mit T-Mobile US belasten die Papiere.

Artikel im Wall Street Journal belastet Telekom-Aktie

Ein Artikel im "Wall Street Journal" (WSJ) sorgte für die negative Grundstimmung. Bereits Ende April hatten die Märkte negativ auf Gerüchte um eine mögliche Fusion reagiert. Nun meldet die angesehene US-Wirtschafstzeitung, dass Telekom-Chef Tim Höttges plane, den Prozess voranzutreiben. Das lässt frühere Berichte über einen allenfalls vagen Plan für eine Übernahme in anderem Licht erscheinen.

Höttges müsse nicht nur den deutschen Staat in seiner Rolle als Großaktionär der Telekom von seinem Vorhaben überzeugen, sondern auch die Anleger und Investoren von T-Mobile, schrieb das WSJ. Letztere sähen in der Übernahme jedoch keine Vorteile, was unter anderem an der schwächeren Profitabilität des deutschen Mutterkonzerns liege. Das regulatorische Umfeld gestaltet sich ebenfalls komplex. 

Bereits im April äußerten Experten die Vermutung, dass die Telekom mit einer Fusion vor allem ihren eigenen Bewertungsabschlag im Vergleich zur US-Tochter beseitigen möchte, um einfacher an Kapital heranzukommen und den weltgrößten Telekommunikationskonzern zu schaffen.

Passives Einkommen

Wer auf Dividendenaktien setzt, kommt an der Aktie der Deutschen Telekom kaum vorbei. Im Globale-Dividenden-Stars-Index von BÖRSE ONLINE finden Anleger noch weitere Investitionsideen für lohnende Dividendenwerte.

Das müssen Anleger jetzt wissen

Die Telekom zahlte für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von einem Euro je Aktie, was einer Dividendenrendite von 3,5 bis 3,6 Prozent entspricht. Diese sichert den Kurs nach unten ab. Daher dürfte der Kursverlust am Donnertag allenfalls eine Momentaufnahme sein. Dementsprechend sollten Anleger Ruhe bewahren.

Der WSJ-Artikel thematisiert zudem lediglich den Plan einer Fusion, die Höttges offenbar gerne vorantreiben möchte. Damit diese Form annimmt, muss das Bonner Unternehmen aber noch zahlreiche Hürden nehmen. Nicht zuletzt müssten die Aktionäre auf einer Hauptversammlung mehrheitlich zustimmen. Mit Blick auf langfristige Anlagestrategien ist der Titel nach wie vor interessant - selbst wenn die Telekom-Aktie einmal kurzzeitig Verluste einsteckt.

Lese-Tipp: Die Telekom-Aktie ist eine laufende Empfehlung der BÖRSE ONLINE-Redaktion. Alles zu Kursziel und Stoppkurs können Sie in Heft 16/26 nachlesen.

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Häufig gestellte Fragen

Was würde eine Fusion mit T-Mobile für die Deutsche Telekom bedeuten?

Eine Fusion könnte die Konzernstruktur vereinfachen und strategische Vorteile bringen. Für Anleger wären vor allem Bewertung, Regulierung und mögliche Steuerungseffekte entscheidend.

Warum reagieren Anleger so sensibel auf Fusionsspekulationen bei der Telekom?

Weil solche Meldungen die Bewertung und die langfristige Konzernstrategie beeinflussen können. Gerade bei großen Telekom-Werten spielt die Erwartung an Skaleneffekte und Kapitalzugang eine wichtige Rolle.

Wie wichtig bleibt die Dividende für die Telekom-Aktie?

Die Dividende ist für viele Anleger ein zentraler Stabilitätsfaktor. Sie kann kurzfristige Kursschwankungen zwar nicht verhindern, macht die Aktie für langfristig orientierte Investoren aber weiterhin interessant.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Telekom.