Dieser Exchange Traded Fund (ETF) bietet ­Zugang zu 269 Unternehmen, deren ­Aktienkurse wenig schwanken. Kommen die Märkte unter Druck, spielt er seine Stärke aus.

Anleger suchen in turbulenten Zeiten nach Strategien, die Stabilität versprechen. Eine bewährte Option sind Low-­Volatility-ETFs. Diese Exchange Traded Funds bilden die Wertentwicklung von Aktien physisch ab, deren Kurse historisch nur geringe Schwankungen aufweisen. Sie eignen sich für Anleger, die wenig Risiko eingehen wollen, aber dennoch von den Chancen des Aktienmarktes profitieren möchten.

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Die Portfolios der ETFs bestehen aus Unternehmen, die defensiven Branchen wie etwa Konsum, Gesundheit oder Versorger zugerechnet werden. In der Regel verfügen die ausgewählten Firmen über stabile Geschäftsmodelle. Sie können daher auch in konjunkturell schwierigen Phasen Gewinne erzielen. Geht es an den Börsen bergauf, steigen ihre Kurse jedoch oft deutlich langsamer als die von Wachstumswerten. In Korrekturphasen fallen die Notierungen aber auch meist weniger stark ab.

Wie sich die Unterschiede in der Performance konkret auswirken, zeigt sich am Xtrackers MSCI World Minimum Volatility ETF. Der Exchange Traded Fund bildet die Wertentwicklung des MSCI World Minimum Volatility Index ab. Dieser umfasst 269 Unternehmen mit großer und kleiner Marktkapitalisierung aus 23 Industrieländern. Im Zeitraum von drei Jahren erzielte der ETF 30,1 Prozent. Damit liegt er rund 30 Prozentpunkte hinter dem MSCI ­World Index zurück. In den vergangenen vier Wochen legte er jedoch um 0,5 Prozent zu, während der über 1.300 Werte enthaltende und mittlerweile technologielastige MSCI World Index im gleichen Zeitraum 0,3 Prozent einbüßte. Sollte die Iran-Krise anhalten, dürfte sich der Performance-­Abstand ausweiten.

Johnson & Johnson (WKN: 853260)

Aktien wie diese machen den ETF so stabil

Ein Beispiel für die Qualität der im ­Xtrackers MSCI World Minimum Volatility ETF enthaltenen Werte ist Johnson & Johnson. Trotz politischer Herausforderungen — die US-Administration drängt auf eine nachhaltige Senkung der Medikamentenpreise — übertrafen die Gewinne des US-Pharmaunternehmens im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Analysten. In den zurückliegenden fünf Jahren legte die Aktie um 58 Prozent zu — bei einer immer noch vergleichsweise moderaten Volatilität von 17,7 Prozent.

Zu den weiteren Top-Ten-Werten des Xtrackers-ETF zählen die US-Titel Duke Energy, Microsoft und der Schweizer Pharmahersteller Novartis. Auch die Aktien dieser Unternehmen zeichnen sich durch relativ geringe Schwankungen aus. Zusammen bringen es die Werte im ­Xtrackers-ETF laut Morningstar auf Sicht von fünf Jahren auf eine Volatilität von 10,9 Prozent. Im Vergleich dazu kommen die Titel im MSCI Welt auf 14,6 Prozent.

Dieser Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe von BÖRSE ONLINE (13/2026)

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