Wie beugen Anleger dem Szenario vor, das sich US-Aktien im nächsten Jahr doch nicht so fulminant entwickeln, wie alle sagen? Sie blicken auf die andere Seite des Pazifiks und investieren dort breit gestreut - mit Währungsabsicherung.
Japans neue Premierministerin Sanae Takaichi setzt mit ihrem ersten Konjunkturprogramm gleich ein ordentliches Zeichen: Die Wirtschaft soll mit ultralockerer Geldpolitik und massiven Staatsausgaben angekurbelt werden — ganz nach dem Vorbild des einstigen Premiers Shinzo Abe und dessen „Abenomics“. Das aktuelle Paket, das umgerechnet 120 Milliarden Euro umfasst, und etwa Steuersenkungen sowie erhöhte Verteidigungsausgaben vorsieht, ist das größte seit der Corona-Pandemie und wird vor allem über Staatsanleihen finanziert.
Tolle Kurschancen - aber Vorsicht vor Währungsverlusten
Dies bleibt am Markt nicht ohne Folgen. Die Renditen für japanische Bonds sind auf Rekordhöhen gestiegen, was die Sorgen um die ohnehin hohe Staatsverschuldung verstärkt — Japans Schuldenquote liegt bei 240 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Gleichzeitig verliert der Yen an Wert: Gegenüber dem Dollar und dem Euro erreichte die japanische Währung zuletzt neue Rekordtiefs. In den vergangenen fünf Jahren büßte der Yen rund 50 Prozent seines Werts ein. Für Anleger, die in japanische Aktien investieren, ist das ein ernstzunehmendes Risiko: Kursgewinne könnten durch Währungsverluste zunichte gemacht werden.
Spezial-ETF ohne Wechselkursrisiko
Nach einer Phase der Euphorie, in der der Leitindex Nikkei 225 ein Rekordhoch erreichte, folgte passend dazu zuletzt eine Korrektur. Doch so oder so empfiehlt sich für Anleger, die von den Chancen des japanischen Aktienmarkts profitieren wollen, ein währungsgesicherter Zugang. Der ETF Xtrackers Nikkei 225 € Hedged bietet genau das: Er investiert in die wichtigsten japanischen Aktien — aber ohne Wechselkursrisiko. Zu den größten Positionen des ETF gehören aktuell Advantest, Softbank, Fast Retailing, Tokyo Electron und TDK. Der japanische Leitindex und damit der ETF ist ausgesprochen technologielastig mit insgesamt fast 26 Prozent Anteil am Gesamtvolumen.
Japan hat die Lähmung überwunden
Die Unternehmenswelt spiegelt die an sich vielversprechenden Aussichten Japans wider. Seit rund zehn Jahren treiben Regierung und Börsenbetreiber tiefgreifende Reformen der Unternehmensführung voran. Ziel ist es, Kapitaleffizienz und Transparenz zu erhöhen, den Stakeholder- Kapitalismus zu fördern und Unternehmen zu mutigen Innovationen zu bewegen. Die Zahl unabhängiger Verwaltungsräte ist stark gestiegen, die M & A-Aktivitäten nehmen zu und immer mehr Unternehmen legen konkrete Pläne vor, um die Bewertung ihrer Aktien zu verbessern. Diese Governance-Fortschritte sind ein wichtiger Treiber für den japanischen Aktienmarkt und haben letztlich auch dazu beigetragen, dass der Nikkei 225 seinen Uraltrekord von 1989 deutlich hinter sich gelassen hat.
AKTION
Dieser Artikel stammt aus BÖRSE ONLINE, Heft 48/2025 (hier als E-Paper hier kaufen).
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