(neu: Schlusskurs)
PARIS (dpa-AFX) - Alstom-Anleger
Die Alstom-Aktien reagierten mit den Kurseinbußen vor dem Wochenende auf die Rücknahme von Finanzzielen für das laufende Geschäftsjahr. So wurden sowohl der Ausblick für den angestrebten freien Barmittelzufluss als auch für die operative Marge vom Unternehmen gekappt. Der seit diesem Monat amtierende Konzernchef Martin Sion begründete das mit dem schleppenden Fortschritt bei wichtigen Projekten. Alstom machte keine Angaben dazu, welche Projekte und Regionen von den Verzögerungen betroffen sind.
Analyst Martin Wilkie von der Citibank sprach von einem Rückschlag. Trotzdem will er an seiner Kaufempfehlung festhalten. Die Warnung bedeute eine Verzögerung, nicht jedoch ein Ende der Kehrtwende. Auch bei Jefferies änderte man die bestehende Kaufempfehlung nicht. Die Nachfrage bleibe hoch und die Auftragsbestände stiegen. Was derzeit stocke, sei die Ausführung der Projekte.
Gael de-Bray von der Deutschen Bank stufte Alstom wiederum auf "Hold" ab und kappte seine Schätzungen für das Ergebnis je Aktie für die nächsten Jahre im Schnitt um 18 Prozent. Außerdem erwartet er einen deutlichen Anstieg der Verschuldung. Der Konzern teste die Geduld der Investoren erheblich. Langfristig sieht aber auch de-Bray signifikantes Wertpotenzial./mf/niw/stk/ajx/stw
Quelle: dpa-Afx