FRANKFURT (dpa-AFX) - Das volatile Marktumfeld und Spekulationen um einen Großaktionär haben die Aktien der Deutschen Börse
Im bisherigen Jahresverlauf steht für die Deutsche Börse mittlerweile wieder ein Kursplus von rund 12 Prozent zu Buche. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar haben die Aktien knapp 8 Prozent zugelegt. Denn der Börsenbetreiber profitiert von hohen Handelsvolumina bei starken Kursschwankungen in Krisenzeiten. Neben dem Xetra-Geschäft und der Derivatebörse Eurex gilt das auch für die Energiebörse EEX. Hier ist die Deutsche Börse Nutznießer der immensen Bewegungen beim Gaspreis.
Zum Wochenstart sorgte außerdem ein Großaktionär für Gesprächsstoff. Bereits am Freitagabend wurde offengelegt, dass der britische Hedgefonds TCI seinen Anteil an der Deutschen Börse jüngst auf 5,15 Prozent aufgestockt hatte. Zwar seien die Ziele von TCI-Chef Chris Hohn noch nicht klar, schrieb Experte Tom Mills vom Analysehaus Jefferies. Er glaubt aber nicht, dass es sich bei Hohn nur um einen Mitläufer handele.
Vor über zwanzig Jahren hatte Hohn die Deutsche Börse scharf für die damals geplante Übernahme der London Stock Exchange
Bereits im Januar hatte die Deutsche Börse mitgeteilt, Allfunds für etwas mehr als fünf Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Das wäre die größte Übernahme in der Geschichte des Unternehmens. Der Vollzug wird allerdings wegen notwendiger aufsichtsrechtlicher Genehmigungen erst für 2027 erwartet./niw/ag/nas
Quelle: dpa-Afx