Auftragslage auf Rekordniveau unterstreicht anhaltend hohe Marktnachfrage - Vossloh bestätigt Ausblick für 2026

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23.04.2026 / 07:30 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Auftragslage auf Rekordniveau unterstreicht anhaltend hohe Marktnachfrage - Vossloh bestätigt Ausblick für 2026

* Auftragseingang steigt deutlich auf 420,2 Mio.EUR, Book-to-Bill bei 1,34

* Auftragsbestand mit 1.137,1 Mio.EUR auf neuem Höchststand

* Umsatzwachstum von 25,3 % auf 314,6 Mio.EUR

* EBITDA auf 24,3 Mio.EUR gegenüber 21,7 Mio.EUR im Vorjahr verbessert - EBIT durch PPA-Effekte für Vossloh Tie Technolgies Europa (Sateba) belastet

* Vossloh bestätigt Prognose für 2026 mit deutlichem Wachstum bei Umsatz und operativem Ergebnis

Die Vossloh AG ("Vossloh") ist auch dank der Akquisition von VTT Europa (Sateba) mit neuen Höchstwerten bei wesentlichen Kennzahlen in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der Auftragsbestand stieg gegenüber dem Vorjahr um 22,7 % an und erreichte zum Ende des ersten Quartals 2026 mit 1.137,1 Mio.EUR ein neues Allzeithoch - auch ohne Berücksichtigung der Sateba-Akquisition wäre ein neuer Rekordwert erzielt worden. Der Auftragseingang lag mit 420,2 Mio.EUR deutlich über dem Vorjahreswert (339,2 Mio.EUR), das Book-to-Bill-Verhältnis belief sich auf 1,34. Die erfreuliche Auftragslage bestätigt die unverändert sehr hohe Marktnachfrage im globalen Bahninfrastrukturmarkt.

"Wir sind angesichts der Witterungsverhältnisse in weiten Teilen Europas solide in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Die über alle Geschäftsbereiche spürbar positive Auftragsentwicklung stimmt uns trotz der bestehenden geopolitischen Unsicherheiten für das Gesamtjahr 2026 zuversichtlich, beim Umsatz und operativen Ergebnis erneut deutlich zulegen zu können", kommentiert Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG.

Die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2026 waren durch die Akquisition von VTT Europa (Sateba) geprägt und stiegen um 25,3 % auf 314,6 Mio.EUR an - ein neuer Rekordwert in einem Auftaktquartal. Akquisitionsbereinigt war die Umsatzentwicklung in den ersten drei Monaten trotz schwieriger Witterungsbedingungen erwartungsgemäß in etwa auf dem Vorjahresniveau. Das EBITDA wurde im Berichtsquartal im Jahresvergleich von 21,7 Mio.EUR auf 24,3 Mio.EUR verbessert. Der Anstieg ist auf die erstmalige Einbeziehung der VTT Europa (Sateba) zurückzuführen und konnte damit einen zum Teil witterungsbedingt margenschwächeren Projektmix im Bestandsgeschäft überkompensieren. Zusätzlich wirkten sich im EBIT Effekte aus der Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, "PPA") im Zusammenhang mit VTT Europa (Sateba) aus, wodurch dieses bei 0,2 Mio.EUR lag (Q1-2025: 7,4 Mio.EUR).

Nettoverschuldung gegenüber Jahresende 2025 leicht gesunken

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im Zwölfmonatsvergleich, maßgeblich getrieben durch den Erwerb von Sateba, auf 531,3 Mio.EUR, wurde jedoch gegenüber dem Jahresende 2025 infolge der erneuerten und aufgestockten Hybridkapitalplatzierung zum Jahresbeginn trotz der saisonal bedingten Erhöhung des Working Capital um 21,2 Mio.EUR reduziert. Die Eigenkapitalquote lag zum Quartalsende bei sehr soliden 39,7 %. Der Free Cashflow war saisontypisch aufgrund des spürbar höheren Working-Capital-Aufbaus und höherer Investitionen mit -63,1 Mio.EUR deutlich negativ (31.3.2025: -37,4 Mio.EUR).

Core Components vor allem dank VTT Europa (Sateba) mit guter Entwicklung

Die Entwicklung im Bereich Core Components wurde deutlich von der erstmaligen Einbeziehung der Sateba-Gruppe in einem Anfangsquartal geprägt. So übertraf der Auftragseingang des Geschäftsbereichs mit 182,6 Mio.EUR, auch dank hoher Nachfrage aus Kanada und Australien, spürbar das Vorjahresniveau von 151,1 Mio.EUR. Noch deutlicher stieg der Auftragsbestand um 47,6 % von 348,3 Mio.EUR auf 514,0 Mio.EUR. Auch hier war der erstmalige Einbezug von VTT Europa (Sateba) der wesentliche Treiber. Der Umsatz von Core Components legte im ersten Quartal um 64,0 % auf 161,7 Mio.EUR zu. Während das Geschäftsfeld Fastening Systems sich annähernd stabil entwickelte, profitierte Tie Technologies stark von der Konsolidierung von VTT Europa (Sateba). Das EBITDA bei Core Components legte von 11,7 Mio.EUR auf 21,2 Mio.EUR zu, das EBIT wuchs, trotz PPA-Effekten in einer Größenordnung von 4,5 Mio.EUR für VTT Europa (Sateba), von 6,4 Mio.EUR auf 8,0 Mio.EUR.

Customized Modules mit Rekord-Auftragsbestand

Der Geschäftsbereich Customized Modules verzeichnet eine hohe Kundennachfrage insbesondere aus Tansania, Polen und Italien, sodass der Auftragseingang mit 174,3 Mio.EUR dynamisch um 27,5 % zulegte und der Auftragsbestand mit 556,7 Mio.EUR einen neuen historischen Höchststand erreichte. Beim Umsatz konnte der Geschäftsbereich insbesondere aufgrund höherer Umsätze in Algerien und Schweden von 115,0 Mio.EUR auf 120,7 Mio.EUR zulegen. Das EBITDA ging im Berichtsquartal auf 7,8 Mio.EUR zurück (Q1-2025: 12,9 Mio.EUR), das EBIT verringerte sich auf 1,8 Mio.EUR (Q1-2025: 8,5 Mio.EUR). Der Rückgang ging im Wesentlichen auf einen veränderten Projektmix und höhere Logistikkosten im ersten Quartal 2026 zurück. Darüber hinaus waren im Vorjahresvergleich höhere Aufwendungen für projektbezogene Risikovorsorgen zu verzeichnen.

Lifecycle Solutions ebenfalls mit hohen Auftragseingängen

Im Geschäftsbereich Lifecycle Solutions verzeichnete Vossloh zum Ende des ersten Quartals dank guter Nachfrage im Wesentlichen aus China und Deutschland um 10,6 % auf 69,4 Mio.EUR gestiegene Auftragseingänge und ebenfalls einen Höchststand beim Auftragsbestand von 74,9 Mio.EUR. Die Umsatzerlöse lagen trotz der Witterungsbedingungen mit 41,2 Mio.EUR nur leicht unter denen aus dem Vergleichsquartal in 2025 (42,7 Mio.EUR). Das EBITDA fiel im Berichtsquartal mit -0,4 Mio.EUR (Q1-2025: 2,1 Mio.EUR) schwächer aus. Maßgeblich hierfür war ein witterungsbedingt geringerer Leistungsanteil des High-Speed-Grinding-Geschäfts. Gleiches gilt für das Quartals-EBIT mit -5,0 Mio.EUR (Q1-2025: -2,2 Mio.EUR). Seit März zeigt sich jedoch insgesamt eine deutliche positive Geschäftsentwicklung, vor allem im größten Absatzmarkt Deutschland.

Zahl der Mitarbeitenden legt akquisitionsbedingt deutlich zu

Zum 31. März 2026 stieg die Anzahl der Mitarbeitenden im Vossloh Konzern im Jahresvergleich von 4.383 auf 5.514 Mitarbeitende. Der Anstieg steht insbesondere im Zusammenhang mit der Akquisition von VTT Europa (Sateba) und den Mitarbeitenden des seit Juni 2025 vollkonsolidierten Joint Ventures im Geschäftsbereich Customized Modules.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Vorstand der Vossloh AG unverändert ein deutliches Wachstum. Der Konzernumsatz soll auf 1,56Mrd.EUR bis 1,66Mrd.EUR (2025: 1,34 Mrd.EUR) zulegen, im Wesentlichen getragen durch den Geschäftsbereich Core Components und die erstmals ganzjährige Konsolidierung der Sateba-Gruppe. Organisch, unter Bereinigung VTT Europa (Sateba), wird im Mittelwert des Umsatzausblicks auch ein geringes Wachstum realisiert werden. Auf Ergebnisebene rechnet Vossloh mit einem weiteren Anstieg der operativen Ertragskraft. So soll das EBITDA im Berichtsjahr 2026 auf 215Mio.EUR bis 230Mio.EUR (2025: 179,4Mio.EUR) zulegen. Bei der EBITDA-Marge wird eine Verbesserung von 13,4 % im Jahr 2025 auf 13,5 % bis 14,5% prognostiziert. Auch das EBIT soll trotz substanzieller buchhalterischer PPA-bedingter Belastungen für Sateba ebenfalls zulegen und voraussichtlich zwischen 118,5Mio.EUR und 131,0Mio.EUR liegen (2025: 111,9 Mio.EUR).

Im Hinblick auf die Gesamtjahresprognosen bleibt zu beobachten, wie die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten - abhängig von ihrer Dauer - das Geschäftsumfeld von Vossloh beeinflussen könnten. Potenzielle Auswirkungen, insbesondere auf die Energie-, Logistik- und Rohstoffmärkte, werden kontinuierlich überwacht und bewertet.

Entwicklung wichtiger Finanzkennzahlen:

Vossloh Konzern Q1-2026 Q1-2025 Auftragseingang Mio.EUR 420,2 339,2 Auftragsbestand zum 31.3. Mio.EUR 1.137,1 926,4 Umsatz Mio.EUR 314,6 251,1 EBITDA Mio.EUR 24,3 21,7 EBITDA-Marge % 7,7 8,6 EBIT Mio.EUR 0,2 7,4 EBIT-Marge % 0,1 2,9 Konzernergebnis Mio.EUR -5,7 6,9 Ergebnis je Aktie EUR -0,57 0,24 Wertbeitrag Mio.EUR -35,2 -16,0 ROCE % 0,1 3,0 Nettofinanzverschuldung (inkl. Leasing) Mio.EUR 531,3 181,7 zum 31.03. Eigenkapitalquote zum 31.3. % 39,7 49,9 Mitarbeitende zum 31.3. 5.514 4.383 Kontaktdaten für die Medien: Ivo Banek E-Mail: Presse@vossloh.com

Kontaktdaten für Investoren: Dr. Daniel Gavranovic E-Mail: Investor.relations@vossloh.com

Telefon: +49 (0) 23 92 / 52-609

Über Vossloh:

Vossloh ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen für Schieneninfrastruktur mit Hauptsitz in Deutschland, dessen Produkte und Dienstleistungen in mehr als 100 Ländern zum Einsatz kommen.

Auf der Grundlage von 140 Jahren Erfahrung bietet Vossloh Schienenbefestigungssysteme, Betonschwellen, Weichen und Kreuzungen, Dienstleistungen sowie digitale Lösungen für die Zustandsüberwachung und vorausschauende Instandhaltung an, für konventionelle, Hochgeschwindigkeits-, Schwerlast- und Stadtbahnnetze.

Vossloh beschäftigt rund 5.500 Mitarbeiter und betreibt mehr als 60 Produktionsstandorte weltweit. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro.

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Quelle: dpa-Afx