Hannover Rück steigert Konzerngewinn im ersten Quartal um 48 Prozent

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11.05.2026 / 07:30 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Hannover Rück steigert Konzerngewinn im ersten Quartal um 48 Prozent

* Nettokonzerngewinn steigt auf 710,6 Mio. EUR

* Konzern-Rückversicherungsumsatz (brutto) wächst währungskursbereinigt um 0,6 %

* Signifikantes Prämienwachstum in der April-Erneuerung um 18,8 %

* Großschäden in der Schaden-Rückversicherung mit 206,9 Mio. EUR unterhalb des budgetierten Erwartungswertes

* Personen-Rückversicherung entwickelt sich erwartungsgemäß gut

* Annualisierte Kapitalanlagerendite von 3,6 % über Ziel von rund 3,5 % für das Gesamtjahr

* Eigenkapitalrendite mit 21,2 % deutlich über strategischem Zielwert

* Ausblick: Ziele für das Gesamtjahr 2026 bestätigt

Hannover, 11. Mai 2026: Die Hannover Rück hat im ersten Quartal 2026 trotz herausfordernder Marktbedingungen ihren Nettokonzerngewinn deutlich um 47,9 % auf 710,6 Mio. EUR (480,5 Mio. EUR) gesteigert und bestätigt ihre Ziele für das Gesamtjahr.

"Die Hannover Rück ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Unser Nettokonzernergebnis für das erste Quartal bestätigt erneut die Stärke unseres diversifizierten Geschäftsmodells und unsere Fähigkeit, auch in einem anspruchsvolleren Markt ein attraktives Gewinnwachstum zu zeigen", sagte Clemens Jungsthöfel, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. "Dank unserer starken Positionierung am Markt, einer sehr guten Kapitalausstattung und schlanker Kostenstrukturen verfügen wir über eine hohe finanzielle Widerstandskraft. Diese bildet die Grundlage dafür, unsere nachhaltige Ertragskraft auch künftig weiter zu stärken."

Nettokonzerngewinn steigt deutlich um 47,9 % auf 710,6 Mio. EUR

Der Konzern-Rückversicherungsumsatz (brutto) erreichte per Ende März 6,5 Mrd. EUR (Vorjahr: 7,0 Mrd. EUR). Bei konstanten Währungskursen wäre der Rückversicherungsumsatz um 0,6 % gewachsen. Die Personen-Rückversicherung trug hierzu mit einem währungskursbereinigten Wachstum von 15,0 % bei. Der Umsatz in der Schaden-Rückversicherung ging bei konstanten Wechselkursen um 4,7 % zurück. Während die traditionelle Rückversicherung ein währungskursbereinigtes diversifiziertes Wachstum von 2,1 % verzeichnete, fiel der Umsatz in der Strukturierten Rückversicherung infolge der Reduktion einzelner größerer Verträge.

Aufgrund des profitablen Prämienwachstums von 18,8 % in der April-Erneuerung sieht sich die Hannover Rück weiterhin in der Lage, das Umsatzwachstumsziel in der traditionellen Schaden-Rückversicherung im mittleren einstelligen Prozentbereich auf Jahressicht zu erreichen.

Das Rückversicherungs-Serviceergebnis (netto), das die Erträge nach Abzug des abgegebenen Geschäfts (im Wesentlichen Retrozession und Insurance-Linked Securities) wiedergibt, stieg deutlich um 72,9 % auf 890,2 Mio. EUR (514,8 Mio. EUR). Dieses war im Vorjahreszeitraum durch die außergewöhnlichen Großschäden infolge der Waldbrände in Kalifornien beeinflusst. Das um Währungseffekte bereinigte Rückversicherungs-Finanzergebnis (netto), das strukturell negativ ist und die Auflösung der in den vergangenen Jahren gebildeten Diskontierung widerspiegelt, lag bei -360,1 Mio. EUR (-333,3 Mio. EUR).

Das Währungskursergebnis verringerte sich im Wesentlichen durch die Aufwertung von unterschiedlichen Währungen gegenüber dem Euro auf -24,4 Mio. EUR (66,4 EUR Mio. EUR). Das Übrige Ergebnis lag bei -140,0 Mio. EUR (-128,3 Mio. EUR).

Das operative Konzernergebnis (EBIT) stieg um 39,4 % auf 971,1 Mio. EUR (696,5 Mio. EUR). Der Nettokonzerngewinn stieg deutlich um 47,9 % auf 710,6 Mio. EUR (480,5 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie erreichte 5,89 EUR (3,98 EUR).

Eigenkapitalrendite mit 21,2 % deutlich über dem strategischen Zielwert

Das Eigenkapital belief sich zum 31. März 2026 auf 13,9 Mrd. EUR (31. Dezember 2025: 12,9 Mrd. EUR). Die Eigenkapitalrendite betrug 21,2 % (16,1 %) und übertraf damit den strategischen Zielwert von mehr als 14 % deutlich.

"Die Hannover Rück ist sehr robust aufgestellt - getragen von unserem konsequenten Risiko- und Kapitalmanagement", sagte Finanzvorstand Christian Hermelingmeier. "Das zeigt sich in den im Jahr 2025 erneut gestiegenen Resilienzreserven auf 3,2 Mrd. EUR. Die starke Kapitalbedeckungsquote unterstreicht ebenfalls unsere finanzielle Stabilität. Vor dem Hintergrund der guten Qualität des gezeichneten Geschäfts sehen wir auch im laufenden Jahr möglichen Spielraum, unsere finanzielle Widerstandskraft weiter zu stärken, wenn es zu keinen Verwerfungen am Kapitalmarkt oder zu besonderen Großschäden kommt."

Der Bestand der vertraglichen Netto-Servicemarge (CSM), der die noch unverdienten Gewinne des gezeichneten Geschäfts quantifiziert, stieg um 9,7 % auf 8,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2025: 7,9 Mrd. EUR). Der Bestand der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken stieg auf 3,9 Mrd. EUR (31. Dezember 2025: 3,7 Mrd. EUR).

Die Kapitalbedeckungsquote nach Solvency II, welche die Risikotragfähigkeit der Hannover Rück misst, lag zu Ende März bei 254 % (31. Dezember 2025: 256 %). Sie berücksichtigt die vorhersehbare Dividende für das Jahr 2026 anteilig sowie das geplante Geschäftswachstum im Jahr 2026. Damit liegt sie weiterhin deutlich über dem Schwellenwert von mehr als 200 %.

Großschäden in der Schaden-Rückversicherung mit 206,9 Mio. EUR unterhalb des budgetierten Erwartungswertes

Die Vertragserneuerung in der Schaden-Rückversicherung zum 1. Januar 2026 zeigte ein um 3,3 % gestiegenes Prämienvolumen bei einem inflations- und risikoadjustierten Preisrückgang für das erneuerte Geschäft von 3,2 %. Diese Entwicklung spiegelt sich in der vertraglichen Netto-Servicemarge (CSM) aus dem Neugeschäft wider, die sich im ersten Quartal 2026 unter anderem auch aufgrund von Währungskurseffekten um 26,8 % auf 1,1 Mrd. EUR (1,5 Mrd. EUR) reduzierte.

Der Rückversicherungsumsatz (brutto) der Schaden-Rückversicherung erreichte 4,5 Mrd. EUR (5,1 Mrd. EUR). Grund für den Umsatzrückgang war die bereits beschriebene unterschiedliche Entwicklung innerhalb der Schaden-Rückversicherung. Während der Umsatz in der Strukturierten Rückversicherung zurückging, wuchs die traditionelle Rückversicherung währungskursbereinigt um 2,1%.

Die Leistungen für Großschäden lagen mit 206,9 Mio. EUR unterhalb des Großschadenbudgets für das erste Quartal in Höhe von 480,3 Mio. EUR. Wie üblich wurde das vollständige Großschadenbudget für das erste Quartal gebucht und für die Berechnung des Quartalsergebnisses zugrunde gelegt. Da die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen des Irankriegs derzeit noch nicht verlässlich abzuschätzen sind, geht die Hannover Rück davon aus, dass das für Großschäden verbleibende Budget für das erste Quartal komfortabel ausreicht, um mögliche bis dahin entstandene Schadenaufwendungen zu tragen. Konkrete Meldungen liegen allerdings bislang nur in geringem Umfang vor.

Die größten Leistungen (netto) für Einzelschäden entfielen auf den Wintersturm "Fern" in den USA und Kanada zu Beginn des Jahres mit 124,8 Mio. EUR sowie auf die Atlantikstürme "Kristin" und "Leonardo", die ebenfalls Anfang des Jahres auf der Iberischen Halbinsel und in Marokko Schadenaufwendungen in Höhe von 34,0 Mio. EUR verursachten.

Das Rückversicherungs-Serviceergebnis (netto) stieg insgesamt deutlich auf 636,0 Mio. EUR (271,6 Mio. EUR). Die kombinierte Schaden-Kostenquote verbesserte sich auf 83,6 % (93,9 %) und war damit besser als die Zielgröße für das Gesamtjahr von unter 87 %. Das währungskursbereinigte Rückversicherungs-Finanzergebnis (netto) belief sich auf -312,2 Mio. EUR (-282,8 Mio. EUR).

Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 72,9 % auf 767,2 Mio. EUR (443,7 Mio. EUR).

Personen-Rückversicherung entwickelt sich erwartungsgemäß gut

Alle Segmente der Personen-Rückversicherung verzeichneten eine anhaltende Nachfrage, wenngleich ein weltweit intensiver Wettbewerb das Geschäft prägte.

Der Neubeitrag zur vertraglichen Netto-Servicemarge (CSM), bestehend aus Neugeschäft (netto) und Vertragsverlängerungen (netto), stieg auf 248,6 Mio. EUR (231,7 Mio. EUR). Der Bestand der vertraglichen Netto-Servicemarge (CSM) erhöhte sich zu Ende März um 3,0 % auf 6,5 Mrd. EUR (31. Dezember 2025: 6,3 EUR Mrd. EUR).

Der Rückversicherungsumsatz (brutto) wuchs auf 2,0 Mrd. EUR (1,9 Mrd. EUR). Bei unveränderten Währungskursen hätte sich ein Anstieg von 15,0 % ergeben.

Das Rückversicherungs-Serviceergebnis (netto) stieg erwartungsgemäß auf 254,2 Mio. EUR (243,2 Mio. EUR) und ist damit auf Kurs, um das Jahresziel von rund 925 Mio. EUR zu erreichen. Die darin enthaltene Netto-Verlustkomponente (LC) aus dem Neugeschäft lag bei 4,1 Mio. EUR (8,3 Mio. EUR). Das währungskursbereinigte Rückversicherungs-Finanzergebnis (netto) belief sich auf -47,9 Mio. EUR (-50,5 Mio. EUR).

Das operative Ergebnis (EBIT) der Personen-Rückversicherung erreichte 204,1 Mio. EUR (253,0 Mio. EUR) und lag damit aufgrund von Währungskurseffekten und geringeren Kapitalanlageergebnisbeiträgen unter dem Vorjahreswert.

Annualisierte Kapitalanlagerendite von 3,6 % über Ziel von rund 3,5 % für das Gesamtjahr

Der Bestand der selbstverwalteten Kapitalanlagen lag mit 68,3 Mrd. EUR über dem Niveau zum Ende des Vorjahres (31. Dezember 2025: 66,3 Mrd. EUR). Hier wirkten sich ein positiver operativer Cash Flow und Währungseffekte bestandssteigernd aus und konnten Bewertungsrückgänge deutlich überkompensieren.

Das Kapitalanlageergebnis lag bei 605,3 Mio. EUR (576,9 Mio. EUR). Die annualisierte Kapitalanlagerendite erreichte 3,6 %, womit die Hannover Rück auf einem guten Weg zum Ziel von rund 3,5 % für das Gesamtjahr ist.

Ausblick: Ziele für das Gesamtjahr 2026 bestätigt

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die Hannover Rück mit einem Nettokonzerngewinn von mindestens 2,7 Mrd. EUR.

"Auch wenn der Preisdruck in der Schaden-Rückversicherung weiter vorherrscht, haben wir dank unserer herausragenden Positionierung insbesondere in der Erneuerung zum 1. April Geschäft gezeichnet, das unseren Profitabilitätsanforderungen entspricht", sagte Clemens Jungsthöfel. "Vor diesem Hintergrund bleiben wir unserem disziplinierten Underwriting-Ansatz treu, stellen unsere Portfolioqualität in den Mittelpunkt und fokussieren uns auf nachhaltig profitables Geschäft."

Zum 1. April erneuert die Hannover Rück traditionell Geschäft im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika sowie Teile des Spezialgeschäfts. Die Verhandlungen resultierten hier in stabilen bis leicht nachgebenden Konditionen bei weiterhin adäquaten Preisen. Das Prämienvolumen erhöhte sich insgesamt um 18,8 %, während beim erneuerten Geschäft ein inflations- und risikoadjustierter Preisrückgang von 3,6 % zu verzeichnen war.

In der Schaden-Rückversicherung soll das währungskursbereinigte Wachstum des Rückversicherungsumsatzes (brutto) im traditionellen Geschäft (ohne Strukturierte Rückversicherung) im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Zudem erwartet die Hannover Rück eine Schaden-Kostenquote von unter 87 %.

Im Bereich der Personen-Rückversicherung erwartet die Hannover Rück ein Rückversicherungs-Serviceergebnis (netto) von rund 925 Mio. EUR.

Die Kapitalanlagerendite soll rund 3,5 % erreichen.

Die Erreichung des Gewinnziels für 2026 basiert auf der Voraussetzung, dass die Großschadenbelastung den Erwartungswert von 2,3 Mrd. EUR nicht wesentlich übersteigt und es zu keinen unvorhergesehenen negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten kommt.

Gemäß der Dividendenpolitik der Hannover Rück soll die Ausschüttungsquote für die reguläre Dividende rund 55 % des IFRS-Nettokonzerngewinns betragen. Ferner besteht das Ziel, mindestens eine Dividende pro Aktie auf Vorjahresniveau auszuschütten und sie langfristig zu steigern.

Die Hannover Rück ist einer der weltweit führenden Rückversicherer. Sie betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit rund 4.000 Mitarbeitenden weltweit präsent. Das Schaden-Rückversicherungsgeschäft in Deutschland wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben. Gegründet 1966, wird die Hannover Rück als verlässlicher Partner für innovative Risikolösungen, ausgeprägte Kundennähe und finanzielle Solidität wahrgenommen. Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl Hannover Rück als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt: Standard & Poor's AA- "Very Strong" und A.M. Best A+ "Superior".

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Quelle: dpa-Afx