DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Aufzughersteller TK Elevator prüft für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens unter anderem auch einen Börsengang. Derzeit führe das Unternehmen Gespräche mit seinen Anteilseignern über den weiteren Kurs, teilte TK Elevator am Dienstag in Düsseldorf mit. Ein Börsengang (IPO) sei eine Option.

Über einen möglichen Gang an die Börse von TK Elevators wird schon länger spekuliert. Zuletzt gab es zudem Gerüchte, dass der finnische Wettbewerber Kone an dem Unternehmen interessiert sein könnte. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte Mitte März unter Berufung auf informierte Personen berichtet, dass Kone Gespräche über eine Übernahme führe. Die Eigentümer strebten dabei eine Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro an. Damals hieß es, Kone wolle in den folgenden Wochen eine Einigung erreichen.

TK Elevator gehörte bis 2020 zum Industriekonzern Thyssenkrupp , der die Mehrheit an dem Unternehmen dann für 17,2 Milliarden Euro an die Finanzinvestoren Cinven und Advent verkaufte. Thyssenkrupp ist noch an TK Elevator beteiligt. Kone hatte damals schon mithilfe des Finanzinvestors CVC einen Versuch unternommen, TK Elevator zu übernehmen, kam aber nicht zum Zuge.

Den informierten Kreisen zufolge sollen Cinven und Advent wegen der jüngsten Schwankungen an den Aktienmärkten infolge des Krieges im Iran inzwischen offener für einen Verkauf ihrer Anteile an TK Elevator sein, anstatt eines Börsengangs. Allerdings könnte eine Übernahme durch Kone auf kartellrechtliche Hürden stoßen, schrieb Bloomberg Mitte März.

TK Elevator beschäftigt rund 50.000 Menschen und erreichte im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 9,2 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr übernahm Alat, eine Tochter des saudischen Staatsfonds 15 Prozent an dem Unternehmen. Die Transaktion bewertete TK Elevator inklusive Schulden mit mehr als 23 Milliarden Euro, wie Bloomberg damals berichtete./nas/mne/jha/

Quelle: dpa-Afx