GÖTEBORG (dpa-AFX) - Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer Volvo Cars
Gegen Mittag verlor das Papier 2,6 Prozent auf 21,95 Kronen, nachdem der Kurs zu Handelsbeginn noch im Plus gelegen hatte. Zum Jahresbeginn hatte der Kurs noch über 30 Kronen notiert. Im langjährigen Vergleich sind die Anleger noch schlechter weggekommen, im Jahr 2022 pendelte die Aktie noch um 75 Kronen.
Citi-Analyst Ross MacDonald sprach von verfehlten Erwartungen beim freien Mittelfluss (Free Cashflow) und weiterem Gegenwind im zweiten Quartal. Der für das zweite Halbjahr avisierte Aufschwung bei den Margen sei daher fraglich.
Volvo-Chef Hakan Samuelsson begründete den jüngsten Ergebnisrückgang insbesondere mit den Verkäufen und deren Verkaufspreisen, aber auch mit US-Einfuhrzöllen und Abschreibungen. Unter dem Strich sank der Gewinn von einer Milliarde auf 0,7 Milliarden Kronen.
Als positiven Faktor verwies Samuelsson auf eine starke Verkaufsentwicklung bei den vollelektrischen Autos, die um 12 Prozent anzogen. Der Anteil an den Gesamtverkäufen wuchs auf nahezu ein Viertel - laut Samuelsson der höchste Anteil unter Premiumherstellern. Mit dem neuen Elektro-SUV EX60 stehe der größte Schritt nach vorne aber erst noch bevor, schrieb der Manager. Die Bestellungen überträfen weiter die internen Erwartungen.
Aus dem Betrieb und dem Investitionsbereich flossen im ersten Quartal 10 Milliarden Kronen an Mitteln ab und damit noch einmal deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Dafür machte Volvo saisonale Faktoren sowie den Lageraufbau für die anlaufende Produktion des EX60 verantwortlich.
Volvo Cars gehört mehrheitlich zum chinesischen Autokonzern Geely
Quelle: dpa-Afx