WERDOHL (dpa-AFX) - Trotz finanzieller Bremseffekte aus der Übernahme des Betonschwellenspezialisten Sateba gibt sich der Bahntechnikkonzern Vossloh für 2026 zuversichtlich. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte trotz der Belastungen zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Werdohl mit. Der Vorstand erwartet einen operativen Gewinn zwischen 118,5 und 131,0 Millionen Euro und damit aber weniger als Analysten auf dem Zettel hatten. In einem schwachen Gesamtmarkt legte die Aktie jedoch zu.

Am Nachmittag stand das Papier gut 1 Prozent im Plus und gehörte damit zu den wenigen Gewinnern im Kleinwerteindex SDax , der über 3 Prozent nachgab. Im laufenden Jahr hat die Vossloh-Aktie knapp 5 Prozent an Wert verloren.

Im vergangenen Jahr stieg der operative Gewinn von Vossloh um 13,7 Prozent auf 119,6 Millionen Euro, allerdings ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Sateba-Übernahme (sog. Kaufpreisallokation). Diese mit einbezogen lag das Ergebnis bei 111,9 Millionen Euro.

Den Umsatz erwartet Vossloh 2026 bei 1,56 bis 1,66 Milliarden Euro, was im besten Fall fast ein Fünftel mehr wäre als 2025 - auch dank des Wachstumsschubs durch Sateba. Bereits im vergangenen Jahr wirkte sich der erstmalige Einbezug der Neuerwerbung positiv auf Umsatz und Ergebnis von Vossloh aus. Die Niedersachsen hatten die Übernahme des französischen Unternehmens Anfang Oktober abgeschlossen.

Für Jefferies-Experte Fabian Piasta ist die vom Unternehmen ausgegebene Prognose keine Überraschung. Er merkte aber an, dass Vossloh nicht aufschlüssele wie stark das Wachstum aus eigener Kraft sei. Er wähnt es im einstelligen Prozentbereich. Insgesamt wertete Piasta das Zahlenwerk im Rahmen der Erwartungen.

Unterm Strich verdiente Vossloh vergangenes Jahr 62,6 Millionen Euro und damit leicht weniger als 2024. Aktionäre sollen eine Dividendenerhöhung um 5 Cent auf 1,15 Euro je Aktie erhalten./lew/nas/stk

Quelle: dpa-Afx