ARTEIXO (dpa-AFX) - Der spanische Textilhändler Inditex
Die Inditex-Papiere gehörten zur Wochenmitte mit einem Aufschlag von zuletzt gut zwei Prozent zu den Gewinnern im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Analysten kommentierten die Zahlen mit Wohlwollen: Das operative Ergebnis des vierten Quartals habe leicht über dem Konsens gelegen, schrieb etwa Richard Edwards von der US-Bank Goldman Sachs. Der Ausblick auf das angelaufene Geschäftsjahr 2026/27 entspreche den Erwartungen.
Die Analysten der Deutschen Bank hoben das laufende Geschäft im Februar und Anfang März hervor, dieses habe sich besser als gedacht entwickelt. Damit hätten sich Sorgen der Anleger nicht bestätigt. Die Experten sehen in dem jüngsten Kurssturz daher eine interessante Einstiegsgelegenheit in die Aktie, die sie für aktuell günstig bewertet halten.
Im vergangenen Geschäftsjahr bis Ende Januar konnte Inditex den eigenen Angaben nach sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf fast 8 Milliarden Euro verbessern, das war ein Plus von knapp sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Analysten hatten im Durchschnitt mit etwas weniger gerechnet. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um sechs Prozent auf gut 6,2 Milliarden Euro. Für die Anteilseigner springt in der Folge eine um 4 Prozent höhere Dividende von 1,75 Euro je Aktie heraus, davon 0,55 Euro als Sonderdividende.
Der Umsatz der Spanier erreichte in den zwölf Monaten 39,9 Milliarden Euro, ein Anstieg auf Basis konstanter Wechselkurse von sieben Prozent. Damit schwächte sich die Dynamik im Vergleich zum Vorjahresplus von 10,5 Prozent jedoch ab, was zuletzt für Besorgnis unter Investoren gesorgt hatte. Wieder mehr Auftrieb verspürte Inditex indes in den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres: Zwischen dem 1. Februar und dem 8. März 2026 sei der Erlös währungsbereinigt um neun Prozent gestiegen - die Frühlings- und Sommerkollektionen seien bei den Kunden gut angekommen, hieß es.
Einen konkreten Ausblick auf das neue Jahr gab das Management um Chef Óscar García Maceiras wie üblich nicht, bekräftigte aber das Ziel, weiter profitabel wachsen zu wollen. Dazu sollen in diesem Jahr 2,3 Milliarden Euro Investitionen fließen, mehr als im Vorjahr. Das Geld will der Konzern vornehmlich in die Verbesserung der Geschäftsflächen, des Online-Handels und in die IT-Integration stecken.
Zu Index gehören neben dem Flagschiff Zara unter anderem Marken wie Pull & Bear, Massimo Dutti, Bershka und Stradivarius./tav/mne/nas
Quelle: dpa-Afx