PARIS (dpa-AFX) - Gesunkene Ölpreise drücken bei dem Ölkonzern Totalenergies wie bei seinen Konkurrenten auf den Gewinn. Deshalb wollen die Franzosen das Tempo ihrer Aktienrückkäufe erst einmal drosseln. Damit bringt wieder ein europäischer Energiekonzern den Anlegern in einem Umfeld niedriger Ölpreise unwillkommene Nachrichten.

Das Unternehmen plant, im ersten Quartal eigene Aktien im Wert von 750 Millionen US-Dollar zurückzukaufen, wie es am Mittwoch bei Vorlage der Jahreszahlen für 2025 mitteilte. Allein in den letzten drei Monaten des Jahres hatte die Gesellschaft eigene Aktien für 1,5 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Totalenergies ist nach Shell und BP der dritte und letzte der großen europäischen Öl- und Gasproduzenten, der seine Geschäftszahlen veröffentlicht.

Im vierten Quartal schrumpfte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 3,84 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen in Paris mitteilte. Damit traf der Ölkonzern in etwa die Erwartungen der Analysten. Trotz des Gewinnrückgangs will das Unternehmen unverändert eine Zwischendividende von 0,85 Euro pro Aktie ausschütten.

Totalenergies geht für 2026 von einem Referenzpreis für Brent-Rohöl von 60 US-Dollar pro Barrel aus und behält sich vor, seine Aktienrückkäufe im Laufe des Jahres je nach Preisentwicklung anzupassen. Derzeit wird Brent zu einem Preis von rund 69 US-Dollar pro Barrel gehandelt./mne/stw/stk

Quelle: dpa-Afx