Aktienanleger vor Fed-Entscheidung vorsichtig
· Börse Online Redaktion
Die Fed gibt ihre Entscheidung am Abend gegen 20.00 MEZ bekannt, wenn die europäischen Börsen bereits geschlossen sind. Die US-Futures signalisierten für die Eröffnung der Wall Street eine leichte Erholung. Vor allem die Technologiewerte dürften nach dem Rekordergebnis von Apple nach oben schnellen. Der Nasdaq-Future notierte rund ein Prozent höher. Der iPhone-Hersteller hatte mit 18 Milliarden Dollar so viel verdient wie noch nie ein Unternehmen zuvor in einem Quartal. Die Aktien stiegen im vorbörslichen US-Geschäft zeitweise um neun Prozent. Begeistert reagierten die Anleger auch auf die Absicht von Yahoo, den Aktionären die Kronjuwelen wie die Beteiligung am chinesischen Online-Händler Alibaba zu überlassen. Die Titel legten vorbörslich in New York um 6,7 Prozent zu.
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LANXESS SPRINGEN AN DAX-SPITZE
Dax-Spitzenreiter waren mit einem Gewinn von bis zu 7,4 Prozent die Aktien von Lanxess. Der Chemiekonzern hatte ein überraschend hohes Jahresergebnis vorgelegt. Zudem standen ThyssenKrupp mit einem Plus von zwei Prozent ganz oben. Aufsichtsratchef Ulrich Lehner hatte vor der Hauptversammlung am Freitag ehrgeizige Ziele für das Unternehmen ausgegeben. Die Aktien profitierten auch von den überraschend guten Quartalszahlen von US Steel, die vorbörslich in New York rund sieben Prozent gewannen. Dies schob auch die im MDax gelisteten Aktien von Salzgitter um 2,6 Prozent in die Höhe.
In Stockholm löste die Erhöhung der Prognose für das Europa-Geschäft einen Run auf die Aktien von Electrolux aus. Die Titel der AEG-Mutter stiegen um 13 Prozent auf ein Rekordhoch von 250,80 Kronen.
Die Aktien der Deutschen Bank standen vor Veröffentlichung der Bilanz am Donnerstag im Dax erneut auf den Verkaufslisten. Die Titel fielen um ein Prozent. Commerzbank verloren über zwei Prozent. Die Bankenwerte litten europaweit weiter unter der Unsicherheit über die Entwicklung in Griechenland nach dem Regierungswechsel. Gewinnmitnahmen drückten die Titel der Deutschen Börse um 1,5 Prozent. Wegen des anziehenden Umsatzes hatten viele Anleger zuletzt auf den Börsenbetreiber gesetzt - seit Jahresbeginn haben die Aktien mit über 13 Prozent mehr als der Dax mit rund acht Prozent zugelegt.
Im TecDax fanden die Anleger auf den zweiten Blick Gefallen am Zwischenbericht der Software AG : Nach einem schwachen Handelsauftakt zogen die Titel um 3,6 Prozent an.
Mit einer Kapitalflucht reagierten die Anleger an der Athener Börse auf erste Entscheidungen des neuen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras - wie etwa den Stopp von Privatisierungen. Die Athener Börse brach um 8,6 Prozent ein.
Reuters
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