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Alphabet-Aktie gibt nach: EU-Rekordstrafe für Google belastet Mutterkonzern

Alphabet-Aktie gibt nach: EU-Rekordstrafe für Google belastet Mutterkonzern

WKN: A14Y6H ISIN: US02079K1079 Alphabet C (ex Google)

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26.03.2019 - 18:52
25.07.2017 09:00:00

Die milliardenschwere Rekordstrafe der EU-Kommission hat dem Google-Mutterkonzern Alphabet einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im abgelaufenen Quartal brach der Netto-Überschuss verglichen mit dem Vorjahr um 28 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar ein, wie der Internet-Riese am Montag nach Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz stieg jedoch unter anderem dank eines boomenden Werbegeschäfts auf Smartphones und Tablets um 21 Prozent auf 26 Milliarden Dollar.

Zudem zahlte sich auch der Fokus auf die Video-Tochter YouTube aus. Der Google-Mutter gelang es laut Experten zuletzt immer mehr, großen Fernsehsendern Werbekunden abspenstig zu machen.



Im nachbörslichen Handel ließen Alphabet-Aktien rund drei Prozent Federn. In diesem Jahr haben die Anteilsscheine etwa ein Viertel an Wert gewonnen. "Was wir hier sehen, sind Gewinnmitnahmen nach einem ziemlich guten Lauf", sagte Analyst Shebly Seyrafi von FBN Securities nach Veröffentlichung der Quartalszahlen.


Die EU-Kommission hatte Google im Juni die mit Abstand höchste Geldbuße gegen ein einzelnes Unternehmen wegen Missbrauchs seiner Marktmacht aufgebrummt. Der US-Internetkonzern muss 2,42 Milliarden Euro Strafe zahlen, weil er seine marktbeherrschende Stellung mit seinem Preisvergleichsdienst missbraucht haben soll. Alphabet teilte umgehend mit, das komplette Bußgeld im zweiten Quartal verbuchen zu wollen.

Die Werbeerlöse des Konzerns, der auch das weit verbreitete Smartphone-Betriebssystem Android und eigene Handys anbietet, machen weiterhin den Löwenanteil des Geschäfts aus. Die Einnahmen in dem Bereich stiegen um 18 Prozent auf 22,7 Milliarden Dollar. Die bezahlten Klicks auf Werbeanzeigen stiegen um 52 Prozent. Der Marktforscher eMarketer rechnet damit, dass Google in diesem Jahr weltweit etwa 74 Milliarden Dollar mit Werbung einnehmen wird. Das wäre ein Plus von knapp 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das mit seiner Suchmaschine für herkömmliche PCs groß gewordene Unternehmen konkurriert inzwischen vor allem mit dem führenden Online-Netzwerk Facebook um die stark wachsende Werbung auf mobilen Geräten.


Bildquelle: Pawel Kopczynski/Reuters

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