Im vergangenen Jahr stockte Warren Buffett über seine Beteiligungsgesellschaft kontinuierlich die Position von Apple-Aktie auf. In der ersten Hälfte des Jahres 2016 kämpfte der Technologie-Konzern mit rückläufigen Verkaufszahlen beim wichtigsten Produkt, dem iPhone. Vor allem der Absatz in China, einem wichtigen Markt für Apple, knickte ein. Die Aktie tendierte seitwärts. Im vierten Quartal verdreifachte Berkshire Hathaway seine Apple-Position. Ende Dezember hatte das Aktienpaket einen Wert von 6,6 Milliarden Dollar. Weil die Apple-Aktie seit Jahresanfang um rund 18 Prozent zulegte, häufte Buffett einen milliardenschweren Buchgewinn an. Hinter dem Kursanstieg steckt pure Vorfreude.

Ende März steht die Keynote von Apple an. Die Hinweise verdichten sich, dass neben neuen iPad Pro-Modellen auch neue Versionen des iPhone vorgestellt werden. Vielleicht verrät Tim Cook auch schon Details des Jubiläums-iPhone, das im Herbst auf den Markt kommen soll. In der Gerüchteküche brodelt es jedenfalls schon kräftig, mit welchen Gadgets Apple seine Kunden überraschen könnte. Einschlägige Foren orakeln auch über den Preis des iPhone 8. Bis zu 1000 Dollar reichen die Schätzungen.

Hat Warren Buffett darauf spekuliert? Sicher nicht. Er ist bekannt dafür, seinen Engagements über Jahre die Treue zu halten. Im Fall von Apple geht es wohl um Aktienrückkäufe und höhere Dividenden. Apple erzielt seine Gewinne zum großen Teil außerhalb der USA. 216 Milliarden Dollar liegen auf den Konten. Geld das bisher nicht für Dividenden oder Aktienrückkäufe genutzt werden konnte, weil Auslandsgewinne mit dem vollen Satz in den USA versteuert werden müssten. Nun sehen die Pläne der US-Steuerreform neben einer Absenkung der Körperschaftssteuer von derzeit 35 auf 20 Prozent auch eine einmalige Steuer für die Repatriierung im Ausland liegender Gewinne von zehn Prozent vor. Eine Chance die Apple sicher nutzten würde. Bisher finanziert der Konzern seine Ausschüttung und Aktienrückkäufe über Anleihen. Wäre das Geld in den USA, wäre Apple flexibler und könnte die Aktionäre mehr am Erfolg teilhaben lassen. Ein Szenario ganz im Sinne von Buffett.

Trader, die kurzfristig, dafür aber mit Hebel investieren, können mit dem klassischen Call auf Apple setzten. Zumindest bis zur Keynote sollte die Vorfreude anhalten.

Basiswert Apple Inc.
Produkt Klassischer Call
WKN SE7TCE
Emittent Société Générale
Laufzeit 15.12.17
Kurs des Calls 2,48 €
Basispreis 114,00 $
Innerer Wert 2,16 €
Omega 4,2
Aufgeld 2,42%