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Autobranche im Umbruch: So sind Tesla, BMW und Co. dafür gerüstet, das sollten Anleger wissen

Autobranche im Umbruch: So sind Tesla, BMW und Co. dafür gerüstet, das sollten Anleger wissen

WKN: 853510 ISIN: JP3633400001 Toyota Motor Corp.

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24.05.2019 - 15:33
09.05.2019 03:00:00

E-Antrieb, Digitalisierung, autonomes Fahren - die Autobranche steht vor einem riesigen Umbruch. Wie die ­großen ­Automobilkonzerne dafür gerüstet sind. Von Julia Pfanner, Euro Magazin

Was wird noch vom Auto, wie wir es kennen, bleiben? Der 1886 von Carl Benz erfundene Verbrennungsmotor gilt als Auslaufmodell, Autos der Zukunft werden immer vernetzter und sollen bald auch selbst fahren. Schon heute gehören viele Wagen nicht mehr einem Besitzer, sie werden - Stichwort Carsharing - geteilt. Diese Trends sorgen dafür, dass die Hersteller Milliarden investieren. Das belastet die Bilanzen der bislang erfolgsverwöhnten Konzerne. Dabei ist noch gar nicht sicher, ob sich die Investitionen auszahlen.

Vor allem ist unklar, wie Autos künftig angetrieben werden. Per Batterie, die man mit Strom "betankt", oder laufen die Fahrzeuge der Zukunft doch mit Brennstoffzellen, für deren Betrieb man Wasserstoff zapft? Welche Rolle werden klassische Verbrenner spielen, die synthetische Kraftstoffe tanken? Deren energetischer Wirkungsgrad ist zwar sehr niedrig, doch wer weiß, welche Erfindungen noch kommen. "Oft wissen die Hersteller selbst nicht, in ­welche Richtung es geht. Es ist viel ­Stochern im ­Nebel", ­resümiert der Nord/LB-Analyst Frank Schwope. "Zur Not können Autohersteller in ein paar Jahren noch umschwenken, dann haben sie aber bereits viele Milliarden in den Sand gesetzt."

Unklares Ziel. Die Verunsicherung bei dieser grundlegenden Frage ist groß. Und das wiederum führt zu den unterschiedlichsten Strategien bei den Autoherstellern weltweit. VW hat sich fest­gelegt. Erst kürzlich preschte der Branchenprimus vor und will stark auf die Batterie als alternativen Antrieb setzen. Denn derzeit ist die Batterie der Antrieb, der schon breit verfügbar ist. Für Stefan Bratzel, Direktor des Center of Auto­motive Management (CAM) in Bergisch Gladbach, ist daher klar, dass das meiste Geld der Autohersteller auch in die Batterie fließen müsste. An ihr komme kein Hersteller vorbei. "Es geht darum, größere Marktanteile zu bekommen, und das geht im Moment nur über die E-Mobilität."

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Doch viele Autohersteller bauen die Batteriepakete für ihre Fahrzeuge nur zusammen. Die Batteriezellen, das Kernprodukt, kommen meist von asiatischen Herstellern wie Samsung SDI oder Con­temporary Amperex Technology (CATL). Doch es gibt Ausnahmen - etwa BYD aus China, der selbst Zellen herstellt. Er kontrolliert dadurch einen viel größeren Teil der Wertschöpfungskette, entstammen doch bei E-Autos bis zu 40 Prozent der Wertschöpfung der Batterie. Zudem befürchten Experten, die Autohersteller könnten zu abhängig von ihren Lieferanten aus Fernost werden. So schlossen BMW oder Daimler langjährige Verträge mit asiatischen Produzenten. Inzwischen tut sich auch in Europa etwas, es gibt Anläufe von Industrie, Instituten oder Politik, hier Batterien zu produzieren. "Die E-Mobilität wird ab Mitte der 2020er-Jahre relevant, es ­wäre also für eine europäische Batterie­fabrik noch nicht zu spät", meint Bratzel. Man sollte sich aber gleich auf die nächste Batteriegeneration, etwa Festkörperzellen, konzentrieren.

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Bildquelle: Ralph Orlowski/Reuters, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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