Jedes Jahr müssen die US-Banken dadurch: Denn erst wenn die Geldhäuser den Stresstest der US-Notenbank Fed bestehen, dürfen sie mit ihren Kapitalausschüttungsplänen weitermachen. Da die Fed aber am vergangenen Donnerstag grünes Licht gegeben hat, können Morgen Stanley, Goldman Sachs und weitere US-Banken ihre Anleger nun mit Dividenden und Aktienrückkäufen verwöhnen. Wir zeigen, was das jetzt für die Aktien bedeutet und womit Anleger rechnen können.

US-Bankaktien mit hohen Dividenden und Aktienrückkäufen


Den Anfang machte Morgan Stanley. Nach Börsenschluss am Montagabend kündigte das Unternehmen Aktienrückkäufe von bis zu 20 Milliarden US-Dollar an. Außerdem will Morgan Stanley die Dividende von 70 Cents auf 77,5 Cents je Aktie anheben. Weil es sich dabei um eine Quartalsdividende handelt, resultieren am Ende 3,10 US-Dollar pro Jahr statt 2,80 US-Dollar.

Die Anleger freute es und so erholte sich die Aktie von Morgan Stanley bereits um acht Prozent von ihrem Zwischentief. Dennoch achten Anleger darauf, dass sich das Papier noch in einem Abwärtstrend befindet. Erst wenn die Aktie signifikant über die Marke von 91 Dollar, besser noch über 96 Dollar steigt, ist der Weg zu neuen Allzeithochs frei. Bis dahin bleibt auch ein weiterer Gang nach unten realistisch, auch wenn sich die Rahmenbedingungen für die Bankaktien in den USA deutlich verbessert haben.

Weitere US-Banken heben ihre Dividenden an


Goldman Sachs verbreitete am Montag ebenfalls die Meldung, nach dem erfolgreichen Bestehen des Stresstest die Dividende um 25 Prozent auf 2,50 US-Dollar je Aktie anzuheben. Auch die Bank of America steigert die Ausschüttungen, wenn auch nur um fünf Prozent. Wells Fargo möchte seine Dividende wohl um 20 Prozent anheben.

Dahingegen belassen JP Morgan und Citigroup ihre Dividenden vorerst auf dem aktuellen Niveau. Die beiden Banken wollen eigenen Aussagen zufolge vorerst das Kapital zusammenhalten, um auf weitere Risiken vorberietet zu sein. Citigroup will am 15. Juli weitere Neuigkeiten dazu bekanntgeben.

Auch wenn die US-Banken den Stresstest der Fed gut überstanden haben, so schätzen Analysten das Umfeld für Bankaktien dennoch als herausfordernd ein. Anleger müssen die Aktien von Morgan Stanley, Goldman Sachs, JP Morgan, Bank of America, Wells Fargo und Citigroup also eng beobachten und ihre Positionen gegebenenfalls immer wieder anpassen.