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Baywa und Technotrans: Gerüchte, Spekulationen, Fakten

Baywa und Technotrans: Gerüchte, Spekulationen, Fakten

WKN: A0XYGA ISIN: DE000A0XYGA7 technotrans SE

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05.06.2020 - 21:55
22.05.2020 13:35:00

Obwohl Baywa bisher kaum unter der Corona-Krise leidet, könnte die Pandemie für den Mischkonzern noch zum Problem werden. Grund ist die im ersten Quartal auf 4,2 Milliarden Euro gestiegene Nettoverschuldung der Münchner. Von Peer Leugermann, Euro am Sonntag

Angesichts der wachsenden Schulden hatte der Agrar-, Baustoff- und Energiehändler bereits im vergangenen Jahr den Teilverkauf seines Geschäfts mit erneuerbaren Energien angestoßen. Über eine Kapitalerhöhung bei der Tochter Baywa r.e. sollten bereits 2019 über 500 Millionen Euro in die Firmenkasse fließen. Doch der Verkauf zieht sich hin. Baywa ist indes zuversichtlich, die Verhandlungen noch im zweiten Quartal zur Unterschriftsreife zu bringen. Der Covid-19-Ausbruch dürfte die Gespräche allerdings kaum erleichtern, der Druck, einen Vertragsabschluss zu erzielen, steigt weiter. Derzeit notiert die Aktie des SDAX-Unternehmens auf Vorkrisenniveau. Auch wenn die Zahlen zum ersten Quartal ein fundamental krisenfestes Geschäft zeigen, sollten Anleger bei Baywa vorerst an der Seitenlinie bleiben.

Auf Technotrans wird die Pandemie im laufenden sowie dem kommenden Quartal voll durchschlagen. Die Münsterländer rechnen in ihrer Drucksparte in den nächsten Monaten mit Einnahmerückgängen von 20 bis 30 Prozent. Im April lag der Auftragseingang bereits 20 Prozent unter dem Schnitt von Januar bis März. Mit dem ehemaligen Kerngeschäft wurden zuletzt noch 37 Prozent der Einnahmen erzielt. Als Gegenmaßnahmen wurde Kurzarbeit eingeführt, zusätzlich werden fünf Prozent der Stellen abgebaut. Die Krise trifft den Maschinenbauer mitten in der Restrukturierung. Trotz eines mit minus 1,7 Prozent nur schwachen Umsatzrückgangs im ersten Quartal sackte das bereinigte operative Ergebnis um rund ein Viertel auf 2,5 Millionen Euro ab. Mit einer Eigenkapitalquote von über 50 Prozent ist Technotrans jedoch durchaus sturmfest aufgestellt. Normalisieren sich die Geschäfte ab 2021, könnten die Westfalen einen Gewinnsprung erleben. Trotz des starken Kursrückgangs wetten jetzt nur sehr risikobereite Anleger auf die Erholung.


Bildquelle: Lee Pettet/Istockphoto

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