DAX-Aktien nach dem Crash: Welche Chartmarken Anleger im Auge behalten müssen
· Börse Online Redaktion
Der Blick auf die Infografik zeigt, dass mehrere Aktien im DAX derzeit gleichzeitig an Kaufzonen angekommen sind: Adidas, Bayer, Beiersdorf, Deutsche Börse und Heidelberg Cement sind akut absturzgefährdet. Alle genannten Papiere verlaufen knapp oberhalb oder bereits mitten in Unterstützungsbereichen. Hier genügt schon eine kleine Marktschwäche, um weitere Rückschläge auszulösen. Dadurch werden dann die oft zahlreichen, erfahrungsgemäß knapp unter diesen Marken liegenden Stoppkurse ausgelöst, was wiederum zu einer Selbstverstärkung der Abwärtsbewegung führt.
Daimler und Siemens haben schon frische Verkaufssignale geliefert, die Nachfrage an den bisher bewährten Bereichen ist ausgeblieben. Der Autobauer erreicht erst wieder bei 49/50 Euro eine stärkere Kaufzone, Siemens kann nun bis 80 Euro fallen, eindeutiges Interesse an der Aktie ist sogar erst wieder knapp über der 75er-Marke im Chart ersichtlich.
Andere Papiere haben diesen Ausbruch nach unten - mit den entsprechenden Konsequenzen - bereits hinter sich. Infineon beispielsweise hat die Unterstützung bei 7,70 Euro nach unten durchbrochen und ist sofort um weitere zehn Prozent eingebrochen. Erst bei 6 Euro hat die Aktie nun wieder mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Bodenbildungsgelegenheit, wenn sie sich nicht vorher von selbst stabilisiert.
Ebenfalls viel Platz nach unten haben Lufthansa und der einstige Börsenliebling Continental - diese Aktie ist so schnell gestiegen, dass sich tragfähige Zwischenhalte gar nicht ausbilden konnten. Entsprechend hoch ist nun das Abwärtsrisiko. Alle Papiere sind aber kurzfristig stark überverkauft, und sollten zumindest vorübergehend eine Pause im Abwärtstrend zeigen, bevor dann die nächste Verkaufswelle erfolgt.
Umgekehrt lassen sich aber auch attraktive Chancen über die Widerstands-/Unterstützungs-Matrix finden: Papiere wie Bayer und Merck, die noch in intakten Aufwärtstrends verlaufen, bieten ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis, da sie nahe an Unterstützungen liegen und Kaufpositionen bei Bedarf mit einem engen Stoppkurs abgesichert werden können.
Anleger, die den Kursen im Falle eines erneuten Rückschlags noch etwas Luft zum Atmen lassen wollen, könnten sich dagegen Fresenius oder Fresenius Medical Care anschauen - diese beiden Aktien verlaufen ebenfalls noch über der 200-Tage-Linie und haben bis zur nächsten Unterstützung / Kaufzone noch etwas Luft.
Andreas Büchler ist Herausgeber des "Index-Radar", der größte tägliche Börsenstatistik-Report Deutschlands. Der Experte für Handelssysteme ist zudem Vorstand der Qarat AG, einer auf Quantitative Analyse und Algorithmic Trading spezialisierten Forschungsgesellschaft. www.index-radar.de
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