von Andreas Büchler




Chart 1 - DAX im Intraday-Chart







Der Bereich um 9800/9880 blockierte das weitere Vorankommen des DAX auch zur Wochenmitte. Dazu kommt nun, dass die Kurse ihren Monatsdurchschnitt um 9940/70 fast erreicht haben - dies war in der Vergangenheit ebenfalls häufiger Anlass für einen Richtungswechsel zurück nach unten. Dennoch besteht noch etwas Luft auf der Nordseite.

Insbesondere die Übertreibung nach unten, die erst vor einer Woche endete, lässt dies vermuten. Der DAX ist dabei um fast acht Prozent unter seinen Monatsdurchschnittskurs gefallen (blauer Indikator unter dem Tageschart auf Seite 2), und erholte sich bei vergleichbaren Ausreißern in der Vergangenheit zurück um mindestens einen Prozent, meist sogar bis zu vier Prozent über sein Monatsmittel. Damit liegt die nächste Hürde im Chart um 10.100/10.120 noch in Reichweite, bevor dem Markt wieder die Luft ausgeht.

Kommt es davor noch einmal zu einem Schwächeanfall, sind Wendepunkte im Tagesverlauf der vergangenen Handelssitzungen ein Indikator für erste Kaufzonen. Erkennbar sind sie frühestens unter dem mikroskopischen Blick des 5-Minuten-Charts (Seite 4): Hier ist um 9700/9730 und bei 9560 Punkten eine schwache Unterstützung auszumachen. Auf etwa das letztgenannte Niveau wird heute auch die Untergrenze des von uns berechneten Prognose-Korridors steigen, sie sollte daher nur mit einer Restwahrscheinlichkeit von unter einem Prozent unterschritten werden. Ein Ausbruch nach oben ist die kurzfristig derzeit noch wahrscheinlichere Alternative, der Startschuss dafür kommt vom Sprung über die 9880er-Marke.



Chart 2 - Tageschart mit Abstand zum 21-Tage-Durchschnittskurs





Der Tageschart liefert einen länger zurück reichenden Blick auf den Kursverlauf des Deutschen Aktienindex. Hier werden Kursmarken erkennbar, an denen es in den vergangenen Monaten und Jahren zu mehreren Wendepunkten gekommen ist (mittelfristige Unterstützungen und Widerstände). Sie sind oft stärker als die nur vorüber gehend wirksamen Chartniveaus im Fünf-Minuten- oder Ein-Stunden-Chart auf der ersten Seite der Analyse.



Chart 3 - Wochenchart mit Abstand zum 200-Tage-Durchschnittskurs





Für langfristig denkende Anleger sind Wochen- oder Monatscharts am wichtigsten. Sie blendet die Tagesschwankungen des Marktes aus und zeigen die Tendenz aus einer übergeordneten Perspektive. Kommt es hier zu einem Trendwechsel oder einem Verkaufssignal, hat dies oft nachhaltige Auswirkungen.



Chart 4 - Spezialchart

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Unterstützungen und Widerstände






























































Andreas Büchler ist Herausgeber des Magazins und Vorstand der Qarat AG, einer auf Quantitative Analyse und Algorithmic Trading spezialisierten Forschungsgesellschaft für Börsenhandelssysteme.

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