Auch an der Wall Street kamen die großen Indizes kaum vom Fleck. Der Dow-Jones-Index notierte bei 20.901 Punkten, der S&P500 und der Nasdaq-Composite legten je minimal zu.

Von der Fed wird eine Zinserhöhung erwartet. Zudem könnte Notenbankchefin Janet Yellen die Gelegenheit nutzen, um die Märkte auf weitere Zinsschritte vorzubereiten. Bei der Parlamentswahl in den Niederlanden könnte ein gutes Abschneiden des europakritischen Rechtspopulisten Geert Wilders laut Börsianern als Signal für die französischen Wahlen im April und Mai gesehen werden. Die aktuellen Spannungen zwischen den Niederlanden und der Türkei könnten Wilders Rückenwind geben, vermuten die Analysten der Rabobank. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte warnte, es bestehe eine echte Gefahr, dass Wilders die Wahl gewinnt. Allerdings erwarten Beobachter, dass keine der anderen Parteien mit ihm koalieren wollen.

EURO TROTZ MÖGLICHER US-ZINSERHÖHUNG RELATIV STABIL



Trotz der Aussicht auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte und weiterer Schritte in den nächsten Monaten - im Dezember hatte die Fed schon drei Zinserhöhungen signalisiert - behauptete sich der Euro bei 1,0666 Dollar. Grund hierfür sind Spekulationen auf eine nahende Zinserhöhung durch die EZB. Insidern zufolge hat der EZB-Rat bei seiner jüngsten Sitzung kurz über eine Zinserhöhung vor dem Auslaufen des aktuellen Anleihe-Ankaufprogramms (QE) gesprochen. "Eine Rückführung des Einlagensatzes in Richtung null Prozent ist aus unserer Sicht tatsächlich vor QE-Ende denkbar", sagte Analyst Manuel Andersch von der Bayern LB. Derzeit liegt der Zins bei minus 0,4 Prozent.

Zum Schweizer Franken kletterte der Euro zeitweise auf ein Drei-Monats-Hoch von 1,0825 Franken. Händler führten dies auch auf Eingriffe der Schweizerischen Notenbank (SNB) zurück. Sie scheine im Vorfeld der Wahlen in den Niederlanden einen möglichst hohen Kurs anzupeilen, hieß es bei einer Bank. Viele Anleger fürchten, dass in Frankreich Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National zumindest beim ersten Wahlgang gewinnen könnte. In den Umfragen liegt sie derzeit Kopf an Kopf mit dem unabhängigen Emmanuel Macron.

INNOGY NACH ZAHLEN IM MINUS - SOFTWAREFIRMA MOBILEYE GEFRAGT



Am deutschen Markt stand die Bilanz der RWE-Ökostromtochter Innogy im Fokus. Die im MDax gelisteten Aktien fielen um bis zu vier Prozent, notierten am Nachmittag aber wieder nahe dem Freitagsschluss. 2016 war der operative Gewinn wegen einer schwächeren Ausbeute der Windkraftanlagen, hoher Kosten bei den Netzen und des Wettbewerbsdrucks im Vertrieb geschrumpft. RWE notierten kaum verändert.

An der Wall Street sorgte ein Kaufangebot von Intel für einen Run auf die Aktien von Mobileye, die um rund 30 Prozent in die Höhe schnellten. Der Chiphersteller bietet 15 Milliarden Dollar für den israelischen Kamera-Spezialisten, der als führender Hersteller von Software für autonomes Fahren gilt. Intel verloren 0,6 Prozent.

rtr