Zwar sank der deutsche Leitindex gleich wieder unter die vielbeachtete Marke, endete aber dennoch mit einem soliden Gewinn von 0,55 Prozent bei 13 968,24 Punkten.

Auch die Börsenbarometer aus der zweiten und dritten Reihe, der MDax und der SDax, verbuchten Rekordstände. Der Index für mittelgroße Werte schaffte es bis auf 31 299,46 Punkte und gewann letztlich 0,33 Prozent auf 31 224,28 Zähler. Der Nebenwerte-Index SDax stieg bis auf 15 286,07 Punkte und schloss 1,07 Prozent fester bei 15 278,37 Punkten.

Was am Donnerstag an der Börse außerdem wichtig war


Curevac und Bayer schließen Kooperationsvertrag für Corona-Impfstoff
Der Pharmakonzern Bayer und das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac ziehen bei einem Corona-Impfstoff an einem Strang. Die beiden Unternehmen schlossen einen Kooperations- und Servicevertrag, wie sie am Donnerstag mitteilten. Curevac sitzt schon seit längerem an der Entwicklung des Impfstoffes, dessen Marktzulassung aber noch nicht absehbar ist. Bayer soll nun bei aufwendigen Arbeiten für die Zulassung und für die dafür nötige Studie mitmachen und zudem die Lieferketten im Blick haben. Dass Bayer auch die Produktion übernimmt, ist im Vertrag nicht enthalten.

Industriekonzern Saint Gobain rechnet mit außergewöhnlichen Quartalszahlen
Das letzte Quartal im abgelaufenen Geschäftsjahr ist für den französischen Industriekonzern Saint Gobain wohl deutlich besser gelaufen als erwartet. Das Management rechnet mit Erlösen in Höhe von etwa 10,2 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Courbevoie mit. Das entspreche einem organischen Wachstum von mehr als 6 Prozent. Gründe für die gute Entwicklung im zweiten Halbjahr gibt es demnach mehrere: Zum einen seien das eine positive Dynamik in den meisten relevanten Märkten, aber auch die Auswirkungen von Kosteneinsparungen und Portfoliooptimierung.

Wegen Lockdowns: Ryanair streicht Flugplan noch drastischer zusammen
Die jüngste Verschärfung der Corona-Pandemie durchkreuzt bei Europas größtem Billigflieger Ryanair die ohnehin schon dürren Geschäftspläne für den Winter. Wegen der neuen Lockdowns in Irland, Großbritannien und einigen anderen EU-Staaten streicht das irische Unternehmen sein Flugangebot ab 21. Januar drastisch zusammen, wie es am Donnerstag in Dublin mitteilte. Ab Ende Januar will Ryanair nur noch wenige oder überhaupt keine Flüge von und zu britischen und irischen Airports anbieten. Dies gelte, bis die scharfen Reisebeschränkungen aufgehoben werden.

Walgreens Boots Alliance startet mit Verlust ins neue Geschäftsjahr
Die US-amerikanische Drogerie- und Apothekenkette Walgreens Boots Alliance ist mit roten Zahlen in ihr neues Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal (Ende November) lag der auf die Aktionäre entfallende Verlust bei 308 Millionen Dollar (250 Mio Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Deerfield (US-Bundesstaat Illinois) mitteilte. Ein Jahr zuvor stand an dieser Stelle noch ein Gewinn von 845 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 5,7 Prozent auf 36,3 Milliarden Dollar. Insgesamt haben die Quartalszahlen die konzerneigenen Erwartungen übertroffen, heißt es. Auch Analysten hatten im Schnitt weniger auf dem Zettel.

Curevac hofft auf Impfstoff-Freigabe in diesem Sommer
Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac hofft durch die Kooperation mit dem Pharmakonzern Bayer, seinen Corona-Impfstoff noch in diesem Sommer einsetzen zu können. "Wir hoffen, dass unser Impfstoff Mitte des laufenden Jahres oder im dritten Quartal zugelassen wird und eingesetzt werden kann", sagte der Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Noch sei offen, ob Bayer neben der Hilfe zur marktreifen Entwicklung auch die Herstellung des Impfstoffs mit übernimmt, hieß es. Eine Produktion des Impfstoffs ist nicht Teil des aktuellen Kooperationsvertrags. Bayer habe jedoch zugesagt, zu prüfen, ob es möglich wäre, das Vakzin in seinen Produktionsanlagen herzustellen, so der Sprecher.

Delivery Hero sammelt am Kapitalmarkt 1,2 Milliarden Euro ein
Der Essenslieferdienst Delivery Hero hat sich mit einer Kapitalerhöhung frisches Geld besorgt. Der Bruttoemissionserlös der Barkapitalerhöhung ohne Bezugsrecht der Aktionäre liege bei rund 1,2 Milliarden Euro, teilte der Dax-Konzern am Mittwochabend in Berlin mit. Insgesamt verkaufte das Unternehmen knapp neuneinhalb Millionen neue Stammaktien an institutionelle Investoren für 132 Euro je Stück. Der Schlusskurs im Xetra-Hauptgeschäft hatte bei 138,35 Euro gelegen.

Munich Re: Weltweite Schäden durch Naturkatastrophen gestiegen
Die weltweiten Schäden wegen Naturkatastrophen sind im vergangenen Jahr gestiegen. Rund um den Globus haben Stürme, Hochwasser, Erdbeben und andere Katastrophen volkswirtschaftliche Schäden von 210 Milliarden Dollar (rund 170 Mrd Euro)verursacht - nach 166 Milliarden im Vorjahr. Das haben die Fachleute des Rückversicherers Munich Re für den am Donnerstag veröffentlichten neuen Naturkatastrophenbericht des Unternehmens errechnet.

dpa-AFX